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Potsdam-Mittelmark Gemeinnutz-Verein verteilt nun Essen in Brück
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinnutz-Verein verteilt nun Essen in Brück
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20:25 08.08.2016
Jutta Gehrke Quelle: Saskia Kirf
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Bad Belzig/Brück

Jutta Gehrke, 65, ist die Vorsitzende des Bad Belziger Vereins Arbeit und Leben. Seit 2002 setzt sich der eingetragene Verein für Menschen ein, die am Rande des Existenzminimums leben müssen. Nun starteten Gehrke und ihre Mitstreiter eine neue Lebensmittelausgabestelle in Brück.

Frau Gehrke, ihr Verein Arbeit und Leben betreut seit Neuestem eine Lebensmittelausgabe in Brück. Bringt das die Schließung der Bad Belziger Stelle mit sich?

Jutta Gehrke: Auf keinen Fall. Die Versorgung bedürftiger Menschen mit Lebensmitteln ist seit der Gründung unseres Vereins vor 14 Jahren eine Kernaufgabe. Die neue Stelle in Brück ist eine Ergänzung unseres Angebots. In Bad Belzig werden wir weiterhin vier Mal wöchentlich die Menschen, die darauf angewiesen sind, mit Grundnahrungsmitteln versorgen.

Wie kam es zu ihrer neuen Versorgungsstelle in Brück?

Gehrke: Die Initiative Brück hilft, die sich sehr intensiv um geflüchtete Menschen in der Stadt kümmert, hat uns darauf gebracht. Wir sind jetzt zunächst probeweise einmal in der Woche in Brück vor Ort. Mittwochs von 9.30 bis 11 Uhr verteilen unsere Helfer in der Bahnhofstraße 34 Lebensmittel. Dort befindet sich auch die Fahrradwerkstatt von Brück hilft. In den Räumlichkeiten ist allerdings noch einiges zu tun.

Welche Ausstattung braucht eine Lebensmittelausgabe wie Ihre eigentlich?

Gehrke: Wir sind mobil. Unser Lieferwagen kann überall eingesetzt werden, wo es einen Tisch und ein paar Helfer gibt. Und das ist auch gut so. In Brück haben wir gesehen, dass dort viele Menschen zur Ausgabe kamen, die sonst extra den Weg nach Bad Belzig auf sich genommen hätten.

Woher beziehen Sie die Lebensmittel, welche an Bedürftige verteilt werden?

Gehrke: Wir holen täglich von Bäckern und Discountern Spenden ab. Gerade jetzt im Sommer überlassen uns auch viele Privatleute ihre Ernteüberschüsse. Das ist besonders schön, weil viele unserer Kunden besonders Obst und Gemüse haben wollen.

Welche Menschen kommen zu Ihnen?

Gehrke: Es sind all jene, die arm im Sinne des Gesetzes sind. Also Erwerbslose, viele Rentner, natürlich seit dem letzten herbst auch viele Asylsuchende. Und leider auch immer mehr Menschen, die zwar arbeiten gehen, aber trotzdem nicht genug verdienen, um aus dem hartz-IV-Kreislauf auszubrechen. Jeder, der nachweisen kann, dass er Leistungen erhält, kann sich bei uns registrieren lassen und dann die Ausgabestellen nutzen. Das gilt natürlich auf für die anderen Hilfsangebote, die wir unterbreiten.

Wie kann man Ihre Arbeit unterstützen?

Gehrke: Zusätzlich zur Lebensmittelausgabe unterhalten wir eine Kleiderkammer, die Möbelbörse, eine Fahrradwerkstatt sowie eine Änderungsschneiderei. Wir bieten natürlich auch Beratung an. Am wichtigsten sind tatsächlich Lebensmittelspenden, wobei wir vor allem Obst und Gemüse brauchen. Aber auch gut erhaltene, saubere Kleidung – vor allem Herrenkleidung in kleinen Größen – und Möbel nehmen wir sehr gern an.

Neben der von Ihrem Verein betriebenen Lebensmittelausgabe gibt es in Bad Belzig auch eine von der Tafel betriebene Versorgung. Herrscht zwischen Ihren Angeboten Konkurrenz?

Gehrke: Ich sehe die Tafel nicht als Konkurrenten. Es gibt schließlich genug Hilfsbedürftige hier in der Region, allein unser Verein versorgt an die Tausend Menschen.


Von Saskia Kirf

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