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Gemeinsamer Bauhof soll’s richten

Grünpflege und Winterdienst in der Region Teltow Gemeinsamer Bauhof soll’s richten

Der Stahnsdorfer Finanzausschuss hält die Bedenken von Bürgermeister Bernd Albers für unbegründet und plädiert für einen gemeinsamen Bauhof mit Teltow und Kleinmachnow. Doch die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Denn es geht um einen zweistelligen Millionenbetrag.

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Quelle: Olaf Möldner

Stahnsdorf. Der gemeinsame Bauhof für die Nachbarkommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf wird wieder wahrscheinlicher. Der Stahnsdorfer Finanzausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung dem Projekt mit großer Mehrheit zugestimmt. Teltow und Kleinmachnow hatten bereits grünes Licht gegeben und warten jetzt auf die Entscheidung aus Stahnsdorf. Dort sollen nun die Gemeindevertreter am 1. Juni endgültig über den regionalen Bauhof abstimmen. Falls es dort entgegen der Empfehlung des Finanzausschusses keine Mehrheit geben sollte, wird es wohl eine Zweier-Lösung ohne Stahnsdorf geben.

Die Ungeduld in Teltow und Kleinmachnow ist groß. Erst vor wenigen Wochen hatte der Kleinmachnower Bürgermeister Michael Grubert (SPD) seinem Stahnsdorfer Amtskollegen Bernd Albers (BfB/Die Neuen) vorgeworfen, das Gemeinschaftsprojekt bewusst zu boykottieren. Er verfluche den Tag, an dem Stahnsdorf mit ins Boot geholt worden sei, so Grubert. Im Gegenzug hatte Albers darauf hingewiesen, dass ein gemeinsamer Bauhof, der die Grünpflege und den Winterdienst in Stahnsdorf übernehmen würde, für seine Gemeinde Mehrkosten in Höhe von 22 Millionen Euro bedeuten würde. Teltow und Kleinmachnow hingegen würden insgesamt 20 Millionen Euro einsparen.

SPD: „Die Kosten sind längst nicht so hoch.“

Diese Zahlen werden aber von Dietmar Otto (SPD) bestritten. „Die Kosten für Stahnsdorf sind längst nicht so hoch, wie bisher behauptet“, so Otto, der Mitglied im Finanzausschuss ist. So seien bei der Grünpflege zu hohe Qualitätsstandards zugrunde gelegt worden, außerdem habe die Verwaltung bei den Personalkosten falsch gerechnet. „Auch wenn wir etwas draufzahlen“, sagt der Stahnsdorfer SPD-Chef Heinrich Plückelmann, „wir dürfen nicht so kleinkrämerisch sein.“ Es gehe um ein wichtiges, regionales Projekt, bei dem Stahnsdorf nicht beiseite stehen dürfe. Dazu komme, dass der gemeinsame Bauhof in Stahnsdorf gebaut werden soll. „Das ist doch für uns eine riesige Chance.“

Kritik an einem gemeinsamen Bauhof kommt aber auch aus Kleinmachnow. CDU-Gemeindevertreter Bernd Krüger vermutet, dass der Kleinmachnower Bauhof überhöhte Preise fordert und warnt deshalb Stahnsdorf vor der Fusion. Dass die Kleinmachnower seit einigen Jahren bereits die Grünpflege in Teltow übernommen haben, ist bekannt. Nach Anfrage von Bernd Krüger musste die Verwaltung jetzt aber zugeben, dass der Bauhof diese Arbeiten nicht alleine schultern kann, sondern teilweise private Firmen dafür engagiert. Für Krüger ein weiterer Beweis dafür, dass ein großer, kommunaler Bauhof nicht effektiv wäre.

Von Jürgen Stich

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