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Potsdam-Mittelmark Generationswechsel in der Kanzel
Lokales Potsdam-Mittelmark Generationswechsel in der Kanzel
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02:16 05.09.2015
In der Kirche von Caputh wird Pfarrer Hans-Georg Baaske zum Erntedanksonntag verabschiedet. Quelle: Gartenschläger
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Caputh

Der Gottesdienst zum Erntedankfest am 4. Oktober in der Caputher Kirche wird in diesem Jahr besonders bewegend sein. Denn es heißt diesmal auch Abschied nehmen. Nach 14 Jahren Kirchenarbeit in Caputh nimmt der 56jährige Gemeindepädagoge Hans-Georg Baaske eine neue Herausforderung an. Er wird künftig das neue Umweltbüro der Landeskirche in Berlin aufbauen. „Die Zeit in Caputh hat mir viel gegeben. In dieser Zeit ist auch unser neues Gemeindehaus entstanden, das inzwischen schon wieder zu klein geworden ist“, sagt Baaske. Aber jetzt sei es an der Zeit, eine neue Herausforderung anzunehmen. „Und ich freue mich darauf, mit dem Umweltbüro unter anderem geplante Energieeinsparungen in Gebäuden der Kirche umsetzen zu können“, sagt Baaske. Nach seinen Worten gehören seit Jahren annähernd 900 Mitglieder zur evangelischen Kirchengemeinde, die sich regelmäßig treffen, ob Christenlehre, Frauenkreis, Seniorengymnastik oder zum Musizieren und Tanzen. „Die Trauungen und Taufen haben zugenommen, die kirchlichen Beerdigungen dramatisch abgenommen“, sagt Baaske. Es sei an der Zeit, dass die Kirche nach Wegen sucht, damit Mitglieder und betroffene Familien im Todesfall auf Wunsch mehr als bisher begleitet werden. Dazu gehöre auch, dass ein Grabpflegedienst genutzt werden kann. Baaske weiß, dass ihm das Loslassen in Caputh nicht leicht fallen wird, zumal er dort wie bisher gleich neben der Schule leben wird.

Um dem neuen Pfarrer Thomas Thieme den Einstieg in Caputh zu erleichtern, will Baaske ehrenamtlich in der Gemeinde erstmal kürzer treten. Thieme hat die Zeit vor der Amtsübernahme schon genutzt und seine erste Predigt bereits am 2. August in der Caputher Kirche gehalten. Der 35-Jährige, der seit vier Jahren mit der Langerwischer Pfarrerin Juliane Rumpel verheiratet ist, steht auch für den Generationswechsel in der Kanzel der Caputher Kirche. Noch erlebt man ihn im Gotteshaus in Berlin-Wilmersdorf, denn dorthin hat ihn die Kirche nach dem Studium in Berlin „entsendet“. Doch nach der Probezeit in Berlin läuft die Stelle dort aus. „Für mich ist die Pfarrstelle in Caputh ein Geschenk des Himmels“, sagt Thieme. Die Gemeinde in Caputh sei kleiner, die Kirche auch. In Berlin waren 3000 Mitglieder zu betreuen. „Die Kirche war riesig, da wird es in Caputh gemütlich, durch die Nähe leichter und persönlicher, darauf freue ich mich“, sagt Thieme. Er will das Wirken von Baaske, den er sehr schätzt, weiterführen. „Manches wird auch anders werden, weil ich anders bin. Ich liebe es, im Gottesdienst Psalme nicht nur zu beten, sondern zu singen und singen zu lassen“, sagt Thieme. Ein Programm für Caputh habe er aber nicht. Doch er möchte wie Baaske eng mit Jugendlichen zusammenarbeiten. Und als Seelsorger will er helfen, trösten und motivieren, wenn er gebraucht wird. Und auf keinen Fall darf man vernachlässigen, unterm Kirchendach auch das Leben nach Herzenslust zu feiern, sagt Thieme.

Von Regine Greiner

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