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Gerangel um Gesamtschule

Bewegung in Teltower Schullandschaft Gerangel um Gesamtschule

Es ist unbestritten: Die Region Teltow braucht dringend eine zusätzliche weiterführende Schule. Ob Gesamtschule oder Gymnasium ist noch die Frage. Aber auch die Standortwahl ist nicht entschieden. In Stahnsdorf aber ist bereits die Diskussion um ein Grundstück entbrannt.

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Die Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow.

Quelle: Archiv/OMOE

Region Teltow. Das könnte ein Gerangel geben in der Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf (TKS). Während der Landkreis Potsdam-Mittelmark als Schulträger gerade dabei ist, eine Umfrage unter Schulkonferenzen zu machen, um heraus zu finden, mit welcher Form von weiterführender Schule künftig die TKS-Region bereichert wird, haben in Stahnsdorf bereits die Diskussionen um einen Standort einer Gesamtschule begonnen – initiiert von Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger). Dem Landkreis schlug Albers ein Grundstück in der Annastraße vor, gleich neben der Gemeindeverwaltung. Aber auch Teltow hätte ein geeignetes Grundstück.

Wie ist die Lage: In der TKS-Region ist auch in den kommenden Jahren mit einem hohen Schüleraufkommen an den weiterführenden Schulen zu rechnen und für Kommunen wie Landkreis ist eine zusätzliche Schule mit gymnasialer Oberstufe dringend nötig. Momentan betreibt der Kreis drei Gymnasien in der Region – „Immanuel Kant“ in Teltow, „Weinberg“ in Kleinmachnow und „Vicco von Bülow“ in Stahnsdorf, wo nach 12 Jahren das Abitur abgelegt wird. Die einzige Gesamtschule (Abi nach 13 Jahren) ist die „Maxim Gorki“ in Trägerschaft der Gemeinde Kleinmachnow. Sie ist ständig übernachgefragt und die Gymnasien liegen als Übergangsvariante in Klasse 7 bei 70 Prozent. Inzwischen sind alle Schulen maximal ausgelastet.

Für Teltow hatte die CDU 2014 beantragt, einen Neubau für die Mühlendorf-Oberschule beim Oberstufenzentrum (OSZ) sowie in Kooperation mit diesem einen Weg zum Abitur für die Oberschüler zu schaffen. In das bisherige Mühlendorf-Haus soll eine Grundschule ziehen. Die angedachten Planungen dazu bereits in 2015 sind nun auf Eis gelegt, da die Stadt erst Umfrage und Standortsuche des Kreises abwarten wolle, wie die CDU/B‘90Grüne-Fraktion bei Nachfrage von der Teltower Verwaltung erfuhr. Es liege nun nahe, dass es gleich eine neue Gesamtschule mit Abi geben könnte, in der die Mühlendorf-Oberschule, die ohnehin weniger angewählt wird, aufgehen könnte. „Es wäre eine Bereicherung für die Schullandschaft der Region“, so Ronny Bereczki für den CDU-Stadtverband Teltow (Vorsitzender der Fraktion CDU/B90’Grüne). Der Standort am Schnittpunkt der TKS-Region an der Potsdamer Straße (OSZ) böte auch für die Schüler „unserer Nachbarorte ideale Bedingungen“, so Bereczki.

Abgesehen davon, dass die Stahnsdorfer SPD die Errichtung einer weiteren Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Stahnsdorf bereits beim „Runden Tisch zur Schulentwicklung“ Anfang des Jahres und im Kommunalwahlkampf 2014 thematisiert hatte, kritisieren die Sozialdemokraten das Vorpreschen des Bürgermeisters und halten den Standort Annastraße für ungünstig. Sie bezweifeln, dass Landkreis und Regionalausschuss einer Lösung zustimmen würden, „die nicht an den Hauptverkehrslinien der Region gelegen ist“, so Fraktionschef Heiko Spleet. Denkbar wäre auch ein Standort im Umfeld des geplanten Stahnsdorfer S-Bahnhofs. Heinrich Plückelmann, Vorsitzender der SPD, sagt, es sei ein „weiterer Schnellschuss mit dem Ziel, hier einen - verdeckten - Wahlkampf zu betreiben“. Die Verwaltung sollte zunächst die im Frühjahr vom „Runden Tisch“ beschlossene Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes liefern.

Stahnsdorfs Grünen-Sprecher Thomas Michel findet, dass wieder ein „Puzzlestück genommen“ werde, um darüber zu spekulieren, was aus dem Grundstück Annastraße werden soll. Die Grünen regen zwar das Angebot an den Kreis, eine Gesamtschule in Stahnsdorf zu etbalieren an, jedoch sollte der Standort „ein Punkt in der Leitbilddiskussion sein“.

Von Claudia Krause

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