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Potsdam-Mittelmark Gerhard Enser wandert aus nach Spanien
Lokales Potsdam-Mittelmark Gerhard Enser wandert aus nach Spanien
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19:14 03.06.2016
Der Stahnsdorfer CDU-Politiker Gerhard Enser wandert im Herbst dieses Jahres nach Spanien aus. Er hat die Entwicklung seiner Gemeinde als Gemeindevertreter und Alt-Bürgermeister in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt. Quelle: Archiv
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Stahnsdorf

Der CDU-Lokalpolitiker Gerhard Enser kehrt Deutschland den Rücken. Bis zum 1. September will er alle politischen Ämter niederlegen und anschließend in den Südwesten Mallorcas ziehen. Der Wahlleiterin in Stahnsdorf hat der 72-Jährige am 2. Mai seinen Verzicht auf den Sitz in der Stahnsdorfer Gemeindevertretung erklärt. Für ihn zieht der Stahnsdorfer Unternehmer Michael Kobe, der eine Gebäudereinigungsfirma führt, ins Ortsparlament ein. Von der Kreistagsfraktion Potsdam-Mittelmark will sich Enser in der nächsten Woche verabschieden.

„Ich bin in meinem Leben viel in der Welt herumgekommen. Jetzt habe ich es verdient, meine Beine in die Sonne zu legen“, sagt der frühere Luftwaffenoffizier der Bundeswehr der MAZ. Auf seiner Webseite bedauert Enser, dass es seiner Partei nicht gelungen sei, Mehrheiten für einen CDU-Bürgermeister in Stahnsdorf zu finden. „Mit dem wiedergewählten Bürgermeister der linken Mehrheit in Stahnsdorf sehe ich keine Gemeinsamkeiten in der Ortsentwicklung, auch wenn seine Wahlversprechungen meinen langfristigen Vorstellungen für Stahnsdorf und die Region ähneln“, schreibt er.

In seiner neuen Heimat hat Enser ein Penthouse neben dem königlichen Golfplatz gekauft. Allerdings zieht es ihn eher aufs blaue Wasser als auf den grünen Rasen. In Deutschland hatte er ein holländisches Motorschiff besessen, mit dem er jahrelang unterwegs war. „Ich werden mich auch in Spanien dem Wassersport widmen und dafür künftig mehr Zeit haben“, meint Enser. Den Kontakt zu engen Freunden in der Region will er halten und sie auch mal zu einem Besuch bei sich einladen. Auch die weitere Entwicklung Deutschlands behält Enser im Blick, auch wenn er nicht mehr die regionalen Ereignisse verfolgen wird.

Der geborene Nürnberger ist seit 1998 in der Kommunalpolitik aktiv. In den Jahren 1998 bis 2000 war Enser Abgeordneter im Kreistag Potsdam-Mittelmark und Fraktionsvorsitzender seiner Partei in der Stahnsdorfer Gemeindevertretung. Im Jahr 2000 wählten ihn die Stahnsdorfer mehrheitlich zu ihrem Bürgermeister. Acht Jahre später war eine Wiederwahl wegen der Altersregelung in der damals neuen Komunalverfassung nicht möglich. In seiner Amtszeit stellte Enser unter anderem Stahnsdorfs Gemeindehaushalt auf gesunde Füße und brachte die Entwicklung des Stahnsdorfer Gewerbegebietes „Techno Park“ voran. Unter seiner Führung wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform 2002 die bisherige Amtsgemeinde Stahnsdorf die erste Großgemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Als Kreistagsabgeordneter leitete Gerhard Enser den Ausschusses für Wirtschaft, Finanzen und Personal des Kreistages Potsdam-Mittelmark und gehörte außerdem mehreren Verbänden, Räten und Stiftungen an.

„Es war wirklich eine sehr schöne Zeit. Man konnte viel bewegen. Wenn man sich engagiert, kann man auch viel erreichen“, resümiert Enser seine politische Zeit in Stahnsdorf.

Von Heinz Helwig

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