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Todesfahrer erhält Bewährungsstrafe

Nach tragischem Unfall vor Seniorenheim in Werder Todesfahrer erhält Bewährungsstrafe

Nach einem schweren Lkw-Unfall in Werder, bei dem eine 82-jährige Seniorin so schwer verletzt wurde, dass sie an den Folgen starb, musste sich der 34-jährige Fahrer aus Potsdam jetzt wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Laut Anklage hatte er nicht in die Außenspiegel geschaut und so die Frau mit seinem Betonmischer überrollt.

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Vom Amtsgericht wurde der Fahrer nach dem Unfall wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Quelle: Stähle

Werder. Der Ausflug einer 82-jährigen Bewohnerin im Seniorenheim Blütentraum in Werder auf dem Strengfeld vor fast einem Jahr nahm ein tragisches Ende. Die Seniorin hatte mit zwei anderen Frauen gerade mit ihrem Rollator das Haus verlassen, als sie plötzlich von einem Betonmischfahrzeug erfasst und überrollt wurde. Wenig später war die Frau an den Folgen des schweren Unfalls gestorben. Eine weitere Seniorin hatte der Laster an der Schulter gestreift.

Dem 34-jährigen Fahrer aus Potsdam, der nach dem Unfall einen Schock erlitten hatte, wurde fahrlässige Tötung vorgeworfen. Er hatte sich jetzt vor dem Potsdamer Amtsgericht zu verantworten. Dem Angestellten einer Berliner Firma, der vor dem Unfall im Sanddornweg auf einer Freifläche Beton abgekippt hatte, wurde angelastet, dass er vor dem Anfahren nicht in die Außenspiegel des Transporters geschaut hatte. Durch dieses Versäumnis hätte er die Seniorin übersehen, in der Folge mit dem Vorderrad überrollt und schwerst verletzt.

Das Gericht verurteilte nach einem Verhandlungstag den angeklagten Fahrer zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten, wie Gerichtssprecher Wolfgang Peters auf Nachfrage der MAZ sagt. Das Urteil wurde auf zwei Jahre Bewährung ausgesetzt. Dabei hatte das Gericht berücksichtigt, dass sich der Potsdamer bisher nie etwas zu Schulden kommen ließ und sein Vergehen zutiefst bereute. Nach dem Unfall hatte die Polizei sofort den Führerschein einbehalten. Der Potsdamer kann aber trotz der Verurteilung wieder einen Führerschein beantragen. R.Gr.

Von Regine Greiner

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