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Gesamtschule braucht 20 weitere Klassenräume

Lehnin Gesamtschule braucht 20 weitere Klassenräume

Ab 2020 würde es eng werden in der aufwachsenden Gesamtschule in Lehnin. Dann kommen die heutigen Siebtklässler, die das Abitur ablegen wollen, in die elfte Klasse. Mehrere Pläne gibt es in der Gemeinde Kloster Lehnin, dafür den nötigen Raum zu schaffen.

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Nils Große, Florian Hauck und Niklas Spirius (v. l.) besuchen die achte Klasse der Gesamtschule Lehnin „Heinrich-Julius Bruns“.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Lehnin. Rund 20 weitere Klassenräume benötigt die Lehniner Gesamtschule, sobald die Bildungseinrichtung bis zur Oberstufe aufgewachsen ist. Die künftigen Oberstufenschüler besuchen derzeit noch die siebte Klasse. Um für sie in der elften bis dreizehnten Jahrgangsstufe die nötigen weiteren Klassenzimmer und Fachkabinette zu schaffen, gibt es mehrere Pläne in der Gemeinde Kloster Lehnin, die Träger des Schulcampus’ ist.

Nach Angaben von Bürgermeister Uwe Brückner (SPD) wird derzeit im Rathaus der mögliche Ankauf des früheren Internats geprüft. Den mehrgeschossigen Plattenbau hat vor etlichen Jahren der Landkreis Potsdam-Mittelmark an einen syrischen Arzt in Berlin verkauft. Offen ist, ob ein solcher Kauf gelingt zu Kosten, die danach noch eine Sanierung des Gebäudes erlauben. Die zweite Möglichkeit, den nötigen Raum zu schaffen, wäre ein Anbau oder Neubau auf dem Schulkomplex. Fest steht: 2020 sind die heutigen Siebtklässler, die Abitur machen möchten, in der elften Jahrgangsstufe.

Das frühere Internat steht seit Jahren leer

Das frühere Internat steht seit Jahren leer. Nur ein Zaun trennt es vom Lehniner Schulcampus.

Quelle: Marion von Imhoff

„Wir haben derzeit noch keine konkreten Planungen“, so Brückner. „Ohne Baumaßnahmen werden wir jedoch nicht auskommen.“ In den Doppel-Haushalt 2018 / 2019 würden die ersten Mittel eingestellt. Schon jetzt werde geprüft, welche Fördermittel dafür in Anspruch genommen werden können. „Wir sprechen schließlich von ungefähren Kosten von über einer Million Euro. Genaue Summen können wir aber noch nicht sagen.“

Der Bauzustand des früheren Internats gilt als schwierig. Auch ist das seit Jahren leer stehende Gebäude so schmal, dass es wohl nicht genug Raum für Klassenzimmer bietet. Möglicherweise wird deswegen das einstige Grundschulgebäude wieder als Unterrichtsgebäude genutzt und das Eltern-Kind-Zentrum und die weiteren Nutzer des Gebäudes ziehen in das dann sanierte frühere Internat. Brückner spricht in diesem Zusammenhang von einem möglichen Tausch der Gebäudenutzungen auf dem Campus.

Die Gesamtschule braucht nicht nur ein neues Raumkonzept. Ändern wird sich teils auch ihre inhaltliche Ausrichtung. Darauf wies Schulleiter Dirk Lenius bei dem Besuch des brandenburgischen Bildungsministers Günter Baaske (SPD) hin und nannte als Beispiel die Berufsorientierung, die seit Jahren schon intensiv in allen Klassen angeboten wird mit Berufspraktika und Kooperationspartnern. Um das Spektrum auch von akademischen Berufen aufzuzeigen, wird die Lehniner Gesamtschule nun vermehrt mit der Potsdamer Universität und der Technischen Hochschule Brandenburg Kontakt aufbauen für eine Zusammenarbeit.

Von Marion von Imhoff

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