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Gesamtschule kommt an Mahlower Straße

Durchbruch in Teltow: Landrat und Bürgermeister einig Gesamtschule kommt an Mahlower Straße

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark will ein 30 000 Quadratmeter großes Grundstück an der Mahlower Straße in Teltow – neben Jet-Tankstelle und Rewe-Markt – kaufen und dort in den kommenden Jahren eine zweite Gesamtschule für die Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf errichten. Damit ist der Streit um den Standort beendet.

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Die Garagen auf der städtischen Fläche neben der Jet-Tankstelle müssen wohl weichen – dort soll die Gesamtschule gebaut werden.

Quelle: Jürgen Stich

Teltow. Die Kuh ist vom Eis: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark wird ein 30 000 Quadratmeter großes Grundstück an der Mahlower Straße in Teltow erwerben und dort eine zweite Gesamtschule für die Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf errichten. Das bestätigte Landrat Wolfgang Blasig (SPD) gestern der MAZ. „Wir haben der Stadt Teltow unser Kaufinteresse schriftlich übermittelt“, so Blasig. Auf dem Areal neben Jet-Tankstelle und Rewe-Markt sei ein schnelles Ergebnis zu erwarten. Außerdem sei das Grundstück groß genug, um die Gesamtschule und die dazugehörige Sporthalle so zu planen, dass sie nicht nach wenigen Jahren wieder aus allen Nähten platzen. „Das ist eine Investition in die Zukunft, weil wir an die Entwicklung der Region glauben“, so Blasig.

Vergessen scheint nun der Streit, den es um den Schulstandort gab. Noch vor wenigen Wochen schien es sicher, dass die Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in der Potsdamer Straße gegenüber dem Oberstufenzentrum gebaut wird. „Dieses Grundstück haben wir angeboten, weil es für die drei Nachbarkommunen zentral liegt und Synergien mit dem Oberstufenzentrum möglich gewesen wären“, sagte Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) gestern. „Ich werde aber nun nicht auf dem Rücken der Eltern einen Streit um den Standort führen, sondern alles in die Wege leiten, damit die Gesamtschule bald nach Teltow kommt.“

Die Planung läuft seit Herbst 2015

Begonnen hatte die Planung für eine zweit Gesamtschule – neben der bestehenden Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow – bereits im Herbst 2015, als sich acht Schulkonferenzen der Region geschlossen für dieses Projekt stark machten.

Entstehen soll nun eine mindestens 4- bis 5-zügige staatliche Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (mindestens 2 bis 3 Züge).

Der Zeitplan sieht nun in etwa folgendermaßen aus: Im Herbst muss der Kreistag einen Errichtungsbeschluss für die Gesamtschule fassen und einen vorübergehenden Betrieb in den Räumen der jetzigen Mühlendorf-Oberschule in Teltow genehmigen. Die Oberschule würde zum Schuljahr 2018/2019 also bereits als Gesamtschule zur Verfügung stehen. Dafür sind die Weichen gestellt. Parallel müssen die Teltower Stadtverordneten dem Verkauf des Areals an der Mahlower Straße an den Landkreis zustimmen und einen Bebauungsplan auf den Weg bringen. Dieser ist notwendig, weil die Fläche im Außenbereich der Stadt liegt. „Die zweite Voraussetzung für den Bau der Gesamtschule ist ein Verkehrsgutachten“, so Schmidt. Wenn alles gut geht, könnte der Neubau zum Schuljahr 2021/2022 öffnen.

Für die Eltern bedeutet die Einigung zwischen Stadt und Landkreis einen Durchbruch. „Für beide Standorte in Teltow gab es gute Gründe. Jetzt ist aber viel wichtiger, dass Planung und Bau der Gesamtschule vorangehen“, so Toralf Reichenbach, Elternvertreter von acht Grundschulen der Region. Reichenbach spricht für mehr als 1600 Eltern, die sich für den Bau der zweiten Gesamtschule stark gemacht haben. „Die wollen nun wissen, wann es endlich losgeht.“

Von Jürgen Stich

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