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Geschützte Bäume behindern Kreuzungsumbau

Kampf um alte Eichen Geschützte Bäume behindern Kreuzungsumbau

Die Michendorfer Grünen kämpfen für den Erhalt von acht imposanten Eichen, die beim geplanten Umbau der Kreuzung zwischen Potsdamer und Luckenwalder Straße gefällt werden sollen. Die Bäume gehören zu einer geschützten Allee. Die Gemeinde will den Knotenpunkt zu einem Kreisverkehr umbauen.

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Drei Eichen stehen direkt im Kreuzungsbereich, acht sollen gefällt werden.

Quelle: Jens Steglich

Michendorf. Beim geplanten Umbau der Michendorfer Kreuzung zwischen Potsdamer und Luckenwalder Straße zu einem Kreisverkehr sollen alte Eichen im Umfeld gefällt werden, die Teil einer geschützten Allee sind. Ein Kreisel an der Stelle wird zwar allgemein für eine gute Lösung gehalten, gegen die Abholzung regt sich jetzt aber Widerstand. „Es wäre die Zerstörung der Allee in der Potsdamer Straße. Ich würde alles in Bewegung setzen, um diese Bäume zu erhalten“, sagte Grünen-Fraktionschefin Claudia Günther der MAZ.

Sie kündigte einen Antrag ihrer Fraktion im Gemeindeparlament an, der die Fällungen verhindern soll. Die Rede ist von acht der imposanten Alleebäume, die dem Kreuzungsumbau zum Opfer fallen würden. „Die Verwaltung soll untersuchen, inwieweit das Problem ohne Fällungen lösbar ist.“ Falls dies nicht geht, soll sie Varianten vorlegen, wie eine maximal mögliche Anzahl an Bäumen zu erhalten ist.

„Man kann natürlich Bäume erhalten“, sagte Günther und verwies auf einen „gelungenen Kompromiss“ beim Ausbau der Kreisstraße nach Ferch. Dort sollten alle Alleebäume fallen. Dagegen lehnte sich eine Bürgerinitiative auf, die ein Gegengutachten erarbeiten ließ. „Am Ende ist eine Lösung gefunden worden. Es wurden dann doch nur wenige Bäume gefällt.“ Günther plädiert generell für eine Umkehr: „Die Bäume ziehen ansonsten immer den Kürzeren. Wir können nicht alle Straßen so ausbauen, dass abgeholzt werden muss.“

Die Gemeinde will die Kreuzung für 470 000 Euro zu einem Kreisel umbauen, damit der zusätzliche Verkehr mit aufgenommen werden kann, der bei einer Weiterentwicklung des Gewerbegebiets an der Feldstraße entsteht. Ein Planungsbüro hatte geurteilt, dass die Kreuzung die zusätzlichen Belastungen durch den Verkehr aus einem mittleren Gewerbegebiet nicht verkraftet und ein Kreisverkehr den Kollaps verhindert. Zum Projekt gehört zudem die Neugestaltung des hinteren Abschnitts der Potsdamer Straße zwischen Kreuzung und Tankstelle. Für 200 000 Euro sollen die Fahrbahndecke erneuert, Lücken im Gehweg geschlossen und Radfahrspuren angelegt werden.

„Ich glaube, es ist richtig, die Verkehrsführung zu ändern“, sagte SPD-Fraktionschef Volker-Gerd Westphal. Es sollte aber geprüft werden, ob Fällungen vermeidbar und Ersatzpflanzungen in der Potsdamer Straße möglich sind.

„Den ökologischen Wert dieser Eichen können sie gar nicht ersetzen“, sagte Claudia Günther.

Von Jens Steglich

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