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Gewerbepark bekommt neue Haltestelle

Fortschritt in Sachen Mobilität Gewerbepark bekommt neue Haltestelle

Das Liniennetz des öffentlichen Nahverkehrs in Bad Belzig ist um eine Haltestelle reicher – zumindest wenn die Fahrgäste das wünschen. Im Gewerbepark Seedoche kann der Ein- und Ausstieg jetzt direkt vor Fliedners Werkstätten erfolgen. Im Moment noch als Rufbus-Angebot - aber wenn die Nachfrage stimmt, dann auch bei den planmäßigen Linienfahrten.

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Im Moment noch als Rufbus, könnte der Halt bei entsprechender Nachfrage auch in die planmäßigen Linienfahrten mit aufgenommen werden.

Quelle: Josephine Mühln

Bad Belzig. Im Bad Belziger Gewerbegebiet Seedoche können Fahrgäste der Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB) ab sofort direkt vor dem Eingang von Fliedners Werkstätten ein- und aussteigen. Im Moment noch als Rufbus, könne der Halt bei entsprechender Nachfrage auch in die planmäßigen Linienfahrten mit aufgenommen werden, sagte VGB-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig am Montag.

„Es ist schön, dass das, was beschlossen wurde, nun weitergeführt wird“, befand Udo Zeller, Behindertenbeauftragter des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Er freue sich, dass die Barrierefreiheit in Bad Belzig weiter Einzug halte. Und VGB-Chef Hennig ergänzte, dass fast 90 Prozent des gesamten Fuhrparks der Verkehrsbetriebe nun barrierefrei seien. „Die meisten Menschen denken ja bei Barrierefreiheit zunächst an Rollstuhlfahrer. Für Kinderwägen und Rollatoren sind die Stadtbusse mit niedrigem Einstieg aber ebenso wichtig.“

“Gewerbepark Seedoche“ zunächst als Rufbus-Haltestelle

Wer an der Haltestelle „Gewerbepark Seedoche“ aussteigen möchte, sagt einfach dem Busfahrer beim Einsteigen Bescheid. Wer zu der auf dem Fahrplan genannten Zeit einsteigen möchte, muss sich telefonisch anmelden – mindestens eine Stunde vorher. Die entsprechende Telefonnummer ist ebenfalls am Ende des Fahrplans vermerkt.

Zusammenarbeit mit Unternehmen geplant

Die Haltestelle „Gewerbepark Seedoche“ wird von den Linien 582 (Bad Belzig – Treuenbrietzen), 587 (Bad Belzig – Wiesenburg) und 590 (Stadtlinie Bad Belzig) bedient.

Aktuell wird der Halt nur bei Bedarf bedient. Unter 0800/0 09 91 01 muss der Fahrgast mindestens eine Stunde vor Abfahrt Bescheid geben, wenn er zusteigen möchte.

Für die Zukunft will die VGB verstärkt mit den Unternehmen im Gewerbepark zusammenarbeiten.

So sei zum Beispiel denkbar, dass Autohäuser ihren Kunden Fahrkarten für die Busse schenken, wenn diese ihr Auto zur Reparatur gebracht haben. So könne der Kunde die Stadtlinie nutzen und müsste nicht von einem Mitarbeiter der Werkstatt nach Hause gefahren werden oder einen Ersatzwagen nutzen.

Heiko Friedrich bestätigte, dass die neue Haltestelle bereits sehr gut angenommen werde. „Wir werden unseren Mitarbeitern auf jeden Fall weiter Mut machen, das Angebot zu nutzen und das Auto vielleicht auch mal stehen zu lassen“, sagte der Abteilungsleiter von Fliedners Werkstätten am Standort Seedoche. „Es ist auf jeden Fall ein ganz großer Fortschritt unter dem Vorzeichen Inklusion“, ergänzte sein Kollege Johannes Lein, der in den Werkstätten als Sozialarbeiter beschäftigt ist.

„In Sachen Mobilität große Fortschritte gemacht“

Ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr sei auch ein Stück Lebensqualität, sagte Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos). In Sachen Mobilität habe Bad Belzig in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht – was nicht zuletzt Hans-Jürgen Hennig zu verdanken sei.

Auch die Haltestelle „Straße der Einheit“, die seit dem Fahrplanwechsel im Januar dieses Jahres von acht Linien bedient wird, werde sehr gut angenommen, berichtete Hennig. „Zwischen Busbahnhof und Bahnhof kommen viele Fahrgäste lang und der Halt dort ist wichtig, um nicht an der Innenstadt vorbeizufahren.“

Für die Entscheidung, wann und wo eine neue Haltestelle eingerichtet werde, seien verschiedene Komponenten wichtig. „Hin und wieder gibt es zu manchen Standorten gezielte Anfragen von unseren Fahrgästen oder die Fahrer bringen die Info mit“, erklärt Hennig. „Außerdem gibt es fertige Nahverkehrspläne für den gesamten Kreis.“

Nicht zuletzt sie eine Abstimmung zwischen Stadt und Verkehrsbetrieben unumgänglich, dies sei in den letzten Jahren intensiviert worden. „Schließlich wird ein entsprechender Antrag beim Verkehrsamt gestellt, denn für eine neue Haltestelle bedarf es einer behördlichen Anordnung.“

Von Josephine Mühln

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