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Potsdam-Mittelmark Gipfelstürmer werden mit Burg-Diplom belohnt
Lokales Potsdam-Mittelmark Gipfelstürmer werden mit Burg-Diplom belohnt
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18:25 01.04.2016
Die Burg Eisenhardt in Bad Belzig ist ein beliebtes Ausflugsziel von Gästen aus Nah und Fern. Quelle: Michael Greulich
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Raben

Wanderfreunde aufgepasst: Wer mindestens drei von vier Türmen der Burgen im Naturpark Hoher Fläming besteigt, kann sich im Naturparkzentrum „Alte Brennerei“ seine persönliche Burgturm-Diplom-Urkunde abholen. In der vergangenen Saison ohne die ganz große Werbung eingeführt und mehr oder weniger getestet, wird die Aktion jetzt zunehmend von Einheimischen und Besuchern nachgefragt. Das Dokument erhält nämlich, wer sich die Visite auf der Bad Belziger Burg Eisenhardt, der Burg Rabenstein, des Schlosses Wiesenburg und der Burg Ziesar auf einer Stempelkarte bestätigen lässt.

„Im vergangenen Jahr haben 28 Wanderer ihre Stempelkarte abgegeben und dafür eine Urkunde bekommen“, berichtet Juliane Wittig vom Naturparkverein Hoher Fläming. „Dreizehn Leute haben tatsächlich alle vier Ziele angesteuert, 15 haben nur drei Burgen besucht – wobei immer Ziesar gefehlt hat.“ Insgesamt habe der Naturparkverein 2 500 Karten mit dem Turm-Quartett drucken lassen, von denen einige ausgegeben werden und nicht zurückkommen.

Dass gerade die ehemalige Bischofsresidenz bei den Wanderungen oft ausgelassen wurde, könne daran liegen, „dass Ziesar etwas weiter weg liegt und sicherlich auch nicht so bekannt ist wie die Burg Rabenstein oder das Schloss Wiesenburg“, mutmaßt Wittig. Auswirken könne sich auf die Wanderrouten ferner, dass die Burgenbuslinie der Belziger Verkehrsgesellschaft das Fienerstädtchen nicht anfahre.

Eine, die gemeinsam mit Freunden alle vier Fläming-Burgen besucht hat, ist Ute Leovsky aus Leipzig. Die Truppe war im Mai vergangenen Jahres auf dem Burgenwanderweg unterwegs. „Am besten gefallen hat es mir in Ziesar, weil wir da eine wunderbare Führung hatten“, erinnert sich Leovsky. „Uns wurde alles sehr gut erklärt und das Museum ist schön anschaulich gestaltet.“ Dass anschließend ein Diplom verliehen wurde, sei witzig und ein netter Gag. „Unsere Freunde haben uns gleich geschrieben: ’Ich bin jetzt übrigens diplomierter Burgenwanderer’“, sagt Leovsky. Obendrein hat sie bei einem Gewinnspiel einen Premiums-Erholungstag gewonnen und wird demnächst erneut nach Bad Belzig reisen.

Der Weg zum Diplom

Die Stempelkarten für das Burgturm-Diplom gibt es jeweils auf den Burgen sowie im Naturparkzentrum Hoher Fläming in Raben.

Wer drei oder vier Stempel gesammelt hat, kann sich im Naturparkzentrum in Raben die persönliche Burgen-Turmdiplom-Urkunde abholen. Alternativ kann die Stempelkarte auch per Post eingeschickt werden.

Wer möchte, kann außerdem noch an einer Verlosung der Steintherme Bad Belzig teilnehmen. Jeweils bis Jahresende können die abgestempelten Karten im Naturparkzentrum abgegeben werden. Zum Jahresbeginnen werden dann zwei Gewinner gezogen.

„Die Ursprungsidee für die Einführung des Zertifikats war, dass die Burgen sich über diese Stempelkarte miteinander vernetzen und ihre Gäste dazu animieren, die jeweils anderen historischen Gemäuer in der Nachbarschaft besuchen“, erläutert Wittig. Laut ihrer Kollegin Katja Draeger kommt das Diplom super bei den Gästen an: „Die immer ganz stolz, wenn sie ihr Diplom in Empfang nehmen.“ Es gebe sogar einen Burg-Besteiger, der solche Auszeichnungen sammle und schon mehrere Exemplare sein Eigen nennt.

Für das laufende Wanderjahr gibt Wittig eine positive Prognose ab: „Es hat sich eine Wandergruppe aus Hannover mit 35 Männern und Frauen angemeldet und sich Burgturm-Diplome zuschicken lassen. Im April wollen sie die Stationen abarbeiten.“ Die Teilnehmerzahlen aus dem Vorjahr zu übertrumpfen, sollte 2016 also kein Problem darstellen.

Der Burgenwanderweg schlängelt sich auf 147 Kilometern Länge durch die waldreiche Hügellandschaft des Hohen Flämings. Zu Beginn des Jahres ist er zum dritten Mal für weitere drei Jahre als Qualitätsroute bestätigt worden. Doch ist es keine Bedingung, dass die Türme auf Schusters Rappen angesteuert werden müssen.

Von Josephine Mühln

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