Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Gisela und Erhard Hein feiern Eiserne Hochzeit
Lokales Potsdam-Mittelmark Gisela und Erhard Hein feiern Eiserne Hochzeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:25 07.04.2016
„Wir sind froh, dass wir uns noch haben“, sagt das Jubelpaar. Quelle: Eva Loth
Anzeige
Reetz

Eine Eiserne Hochzeit erlebt nicht jeder. Für Gisela und Erhard Hein aus Reetz aber, steht sie kurz bevor. Das Schönste sei, dass sie beide gemeinsam ihren Lebensabend genießen können, so gut es gehe, meint das Paar.

Damals sei es Liebe auf den ersten Blick gewesen. Gisela und Erhard lernten sich auf einem „Vergnügen“ – wie Tanzveranstaltungen damals genannt wurden – in Deetz (Sachsen-Anhalt) kennen. Erhard Hein machte dort gerade seine Lehre als Fleischer. Er forderte seine Gisela zum Tanz auf und sofort habe es gefunkt, erinnert er sich. Zwei Jahre später wurde geheiratet – am 7. April 1951.

Nach der Hochzeit ins Elternhaus des Mannes gezogen

„Da war es schon passiert, ich war schwanger“, sagt Gisela Hein schmunzelnd. Und wie es früher üblich war, hieß es dann: Jetzt müsst ihr heiraten! So zog die junge Frau mit in das Elternhaus ihres Mannes nach Reetz. Zehn Jahre später wurde ihr zweiter Sohn geboren. „Das hättet ihr auch kurz hintereinander machen können“, habe ihre Schwiegermutter damals augenzwinkernd gesagt.

Gisela Hein hat zeit ihres Lebens in der Landwirtschaft gearbeitet. Erst zu Hause bei den Eltern, dann bei den Schwiegereltern und schließlich in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) in Reetz. Die letzten Arbeitsjahre war sie als Reinigungskraft im Mahlsdorfer Kinderheim angestellt. Erhard Hein war als Fleischer sehr gefragt. Er war in den Fleischereien Weckewitz in Wiesenburg und Zimmermann in Görzke angestellt und arbeitete auch einige Jahre in der Ziegelei. Nebenbei ging er bei vielen Leuten privat schlachten – damals versorgten sich noch sehr viele Einwohner selbst. Ein 300 Kilo Schwein sei da keine Seltenheit gewesen. „Aber es war auch eine ganz schöne Quälerei, das Schwein auf die Schlachteleiter zu bekommen“, erinnert sich Erhard Hein.

Ein Wegeunfall machte dem Arbeitsleben ein jähes Ende, bereits mit 55 Jahren wurde Erhard Hein Invalide. Besonders die erste Zeit sei schwer gewesen, sagt er. Er habe zusehen müssen, wie seine Frau morgens zur Arbeit ging – während ihm selbst nur der Sessel am Fenster blieb, weil er nicht viel machen konnte. Da seien so manchmal die Tränen gekommen und auch heute werden bei den Erinnerungen die Augen feucht.

Besonders gern besuchte das Paar den Karneval im Dorf

Trotzdem nahmen beide immer an den Veranstaltungen des Dorfes teil, sei es das Dorffest oder die Rentnerfahrt. Besonders gern seien sie zu den Karnevalsveranstaltungen gegangen, erzählt das Paar – und schwärmt noch heute davon. Wenn abends das Vieh versorgt war, seien alle raus auf die Straße gegangen, um mit den Nachbarn ein Schwätzchen zu halten. „Früher war da noch ein richtig guter Zusammenhalt unter den Nachbarn“, sagen die beiden. „Das fehlt heutzutage oft und macht irgendwo auch traurig, wenn jeder nur auf den anderen neidisch guckt.“

Heute mache die Gesundheit nicht mehr so mit, so dass das Paar vorwiegend zu Hause sei. „Aber wir sind froh und stolz, dass unser jüngster Sohn da ist und uns in allem unterstützt“, sagen die Heins. Aber vor allem seien sie froh, dass sie sich beide noch haben.

Von Eva Loth

Es ist eine Erfolgsgeschichte - das Kreisentwicklungsbudget. Reiche Kommunen helfen armen Gemeinden, finanziert aus dem Gesamthaushalt. Ein Konzept, das„einen Beitrag zum gerechten Ausgleich der unterschiedlichen Belastungen der Ämter und Gemeinden leistet“. 750.000 Euro hat der Kreistag 2016 für diesen Zweck freigegeben. Eine Deckelung gibt es nicht.

10.04.2016
Ausbildung & Beruf Von Teltow nach Brandenburg - Rektor wird Schulrat

Christof Kürschner ist von der Teltower Mühlendorf-Oberschule jetzt zur Schulaufsicht in die Stadt Brandenburg gewechselt. Er ist nun dort für die sieben weiterführenden Schulen an der Havel zuständig und betreut den Themenschwerpunkt Migration/Berufsorientierung für den Schulamtsbezirk.

09.04.2016
Bauen & Wohnen Die Zeit des Provisoriums ist bald vorbei - Neuer Mädchentreff in Teltow

Der neue Treffpunkt für die Mädchenzukunftswerkstatt Teltow ist nach knapp neun Wochen Umbau bezugsfertig. Die Mädchen können am 18. April ihre neuen Räume in der Käthe-Niederkirchner-Straße 2 beziehen. Das bisherige Objekt in der Oderstraße konnte aus Sicherheitsgründen nicht länger vermietet werden.

06.04.2016
Anzeige