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Potsdam-Mittelmark Glienecke feiert seine bewegte Geschichte
Lokales Potsdam-Mittelmark Glienecke feiert seine bewegte Geschichte
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16:56 19.06.2017
Kleider aus den 50-er und 60-er Jahren zeigen die Glienecker Frauen beim Umzug zur 800-jährigen Dorfgeschichte. Quelle: Silvia Zimmermann
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Glienecke

„Das war ein tolles Fest und ein schöner Festumzug. Da haben sich die Glienecker sehr viel Mühe mit den Vorbereitungen gemacht und so etwas Schönes für die Besucher geboten“, klang es am Wochenende aus vielen Mündern während des rauschenden Festwochenendes. Drei Tage lang wurde bei herrlichem Wetter auf dem Festplatz gefeiert. Viele Besucher strömten aus Nah und Fern nach Glienecke und erfreuten sich an den dargebotenen Höhepunkten.

Das Fest begann mit einer Festsitzung und dem eigens dafür von Clemens Bergstedt geschriebenen Theaterstück. Ortsteilbürgermeister Mathias Laube lobte in seiner Festansprache das gesellschaftliche Engagement der Bürger. Die Glienecker hätten viele Epochen überstehen müssen und dachten dabei stets an das Wohl aller. Auch die Festredner, wie der Vizelandrat Christian Stein gaben den Anwesenden kund, dass der Ort und das Amt Ziesar für den Landkreis sehr wichtig seien, auch wenn der kleine Ortsteil von Ziesar der westlichste Teil Brandenburgs sei. Amtsdirektor Norbert Bartels und Ziesars Bürgermeister Dieter Sehm hielten Grußworte. Beide Redner drückten aus, dass sie stolz auf die Arbeit der Glienecker seien und spendierten zwei Fässer Bier.

Viel Applaus bekamen die zehn Laiendarsteller für ihre Aufführung des Stücks „Das Versprechen oder warum sauer Wein die Schlacht bei Glienecke entschied“. Das Publikum war begeistert. Vino, ein Weinhändler aus Franken, gespielt von Clemens Bergstedt, glaubte mit wenig Einsatz den Sieg bei der Schlacht bei Glienecke und Ricke, die Tochter des Dorfschulzen, zu bekommen. Der Betrug flog auf. Ricke bekam ihren geliebten Hauptmann.

Höhepunkt am Sonnabend war der historische Festumzug. Die Dorfbewohner zeigten in einem gewaltigen Festumzug die Geschichte Glieneckes. Der Umzug wurde von hunderten Zuschauern verfolgt.

Mit unters ziehende Volk mischte sich die Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt (SPD) und reihte sich bei den Raubrittern ein, die von der Bruderschaft der Askanier aus Berlin, darstellten wurden. Die Organisation des Festumzug lag bei Hardy Mahlow, Karl-Heinz Höpfner und Wolfgard Preuß. Die Frauen schlüpften in tolle Kleider, die Jäger verkleideten sich wie Jäger und Sammler vor 3000 Jahren.

Im Festzelt sorgten das Jugendblasorchester Ziesar für Unterhaltung. Die Cammer-Tänzer präsentierten Polkas und Walzer. Der fünfjährige Ole Utermark zeigte als Zirkusdirektor, das er seine Löwentruppe von der Tagesmutter Teddybär aus Ziesar unter Kontrolle hatte. Der kleine Zirkus bekam viel Applaus von den Zuschauern. Marian Krüger animierte bei der Kinderdisco die Kleinsten zum Mitmachen. 50 selbst gebackene Kuchen fanden reißenden Absatz. Wer es sich zutraute, probierte sich im Bogenschießen. Am Abend spielte die Band Ragged Glee. Es wurde ausgiebig getanzt, gerockt und gesungen bis der Morgengrauen kam.

Sonntagmorgen wurde es beim Hähnekrähen des Rassegeflügelzuchtverein Ziesar lauter als sonst im Dorf. 19 Hähne krähten um die Wette. Mit 94 Anschlägen gewann der Antwerpender Bartzwerge Han von Ingo Jericho aus Grüningen.

Von Silvia Zimmermann

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