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Globalisierungsgegner künftig in Bad Belzig aktiv

Lokaler Protest Globalisierungsgegner künftig in Bad Belzig aktiv

Josef Lucas Hebeda bereitet die Gründung einer Attac-Gruppe in Bad Belzig vor. Den 17-Jährigen treiben Sorgen um die Zukunft der Welt an. Noch mehr der Optimismus, die Entwicklung beeinflussen zu können. Aktuell liegt das Augenmerk darauf, Leute für den Protest gegen die Freihandelsabkommen zu gewinnen. Denn sie könnten wohl drastische Auswirkungen vor Ort haben.

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Josef Lucas Hebeda

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Die Sorge um das ökonomische und ökologische Gleichgewicht in der Welt treibt Josef Lucas Hebeda aus der Kur- und Kreisstadt um. Noch größer scheint sein Optimismus, die Entwicklung positiv beeinflussen zu können. Deshalb engagiert er sich seit einiger Zeit bei Attac und plant die Gründung einer Gruppe in Bad Belzig. „Es gibt ein großes Interesse im Hohen Fläming, wie aus Gesprächen und Korrespondenzen hervorgeht“, sagt der 17-Jährige. Bisher besteht im Land Brandenburg eine Hand voll Basisorganisationen der Globalisierungskritiker, jedoch noch nicht auf dem Lande.

Symbolpolitik schon in 300 Kommunen

„Der Rückzug der Politik aus vielen Aufgaben führt letztlich dazu, dass sich die Leute nicht mehr von ihr vertreten sehen“, sagt Helga Reimund. Die Aktivistin aus Berlin erklärte bei einer Informationsveranstaltung am Samstagabend im Bürgerhaus, warum Attac gerade Widerstand gegen die in Rede stehenden Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA leistet.

Für die Städte und Gemeinden prognostiziert sie aus den transatlatntischen Verträgen erhebliche Einschränkungen der kommunalen Selbstverwaltung beispielsweise durch Investorenschutzklauseln oder Regularieren bei Anschaffungen. Praktisch könnten sie darauf keinen Einfluss nehmen, bestätigt die Expertin. Dennoch bestärkt sie die hiesigen Mitstreiter, in den lokalen Parlamenten entsprechende Beschlüsse zu initieren. „Das ist Symbolpolitik. Aber 300 Kommunen und Landkreise in der Bundesrepublik haben das bereits gemacht.“

Mehr Informieren als Protestieren

Auf Anregung der Linken hatte der Kreistag Potsdam-Mittelmark nach einigen Anläufen im vergangenen Jahr eine entsprechende Resolution verabschiedet. Nicht zuletzt sei eine teilweise irreparable Privatisierung von Aufgaben der Daseinsvorsorge sowie die Bevorzugung kommerzieller Interessen gegenüber den kommunalen absehbar. „Mithin geht es aber um Belange wie Umweltschutz oder Arbeitsrecht, die jeden Einzelnen betreffen“, sagt Jan Eckhoff. Der Kreisparteichef sieht deshalb eine wesentliche Herausforderung darin, mehr Leute für die Thematik zu sensibilisieren.´ „Wenn Protest nötig ist, sind Demonstrationen wie jene mit 250 000 Teilnehmern in Berlin ein geeignetes Mittel“, sagt Josef Lucas Lebeda. Sein Hauptaugenmerk beim Einsatz vor Ort will er mehr auf Information über die komplexen Zusammenhänge legen.

Von Rene Gaffron

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