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Glocke für Mörzer Kirche ist angekommen

Mörz Glocke für Mörzer Kirche ist angekommen

Der Guss der neuen Glocke in der Manufaktur Lauchhamer ist gelungen. Nach einer Ehrenrunde im Dorf wurde das 307 Kilogramm schwere Schmuckstück nun in die Kirche Mörz gehievt. Bis zur festlichen Einweihung in zwei Wochen bleibt aber noch viel Arbeit.

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Die Lutherglocke im Schlepp: Fred Moritz bei der Ankunft auf dem Mörzer Kirchhof.

Quelle: Christiane Sommer

Mörz. „Der Glockenguss für unsere Kirche ist auf den Punkt genau gelungen.“ Das verkündet Jörg Frenzel am Freitagabend. Obwohl die Kirchentür weit geöffnet ist, hat sich die Gemeinde mit ihm auf dem Hof versammelt. Als um 18.30 Uhr das Geläut erklingt, startet Fred Krüger auf seinem Gehöft in der Dorfstraße den Traktor des Pfarrers. Auf dem Anhänger: Die Mitte Juni in Lauchhammer neu gegossene Glocke. Nur diejenigen, die sie auf den Anhänger geladen und geschmückt hatten, haben sie schon gesehen. Entsprechend groß ist die Neugierde unter den meisten Mörzern, die am Friedhof erwartungsvoll auf die Ankunft der 307 Kilogramm schweren Attraktion warten.

Als sich das Traktorengeräusch nähert, werden Fotoapparate und Handys gezückt. Fred Krüger wird an diesem Abend der meistfotografierte Mörzer. Lachend umrundet er die Kirche in der Ortsmitte um dann, langsam über den Friedhof die Kirchentüre anzusteuern. Ihm folgt, Fritz Block jr. mit einem Radlader. Minuten später sorgt Block dafür, dass die kostbare Fracht durch die Kirchentüre gehievt und im Vorraum der Kirche abgestellt werden kann. „Willkommen in Mörz“, flüstert Vera Moritz der Glocke entgegen, als dieselbe endlich zur Bewunderung freigegeben ist.

Spendenaktion im Dorf machte Glockenguss möglich

Der Pfarrer lädt ein, das Glas zu erheben. Anschließend wird in der Kirche ein kleiner Film gezeigt, der während des Glockengusses in Lauchhammer gedreht wurde. Für die, die nicht dabei sein konnten und für die, die noch immer vom Erlebten fasziniert sind.

Prost

Prost! Das neue, alte Schmuckstück ist da, darauf kann man ruhig mal anstoßen.

Quelle: Christiane Sommer

Doreen Labitzke und Grit Krüger vom Gemeindekirchenrat strahlen mit der Glocke um die Wette. Vor drei Jahren hatten sie den Entschluss gefasst, dass das Geläut nach 100 Jahren wieder vervollständigt werden soll. Dass dies mit einer einmalige Spendenaktion im Dorf gelungen ist, sorgt verständlich für Emotionen.

Glockenweihe am 30. Juli

In den nächsten Tagen wird die bronzene Schönheit, von der es heißt sie hätte eine wunderbare Stimme, noch im Vorraum der Kirche zu bewundern sein. Dann wird die Glocke mit Klöppel und Joch komplettiert, ihren Platz in der noch freien Glockenstube im Turm einnehmen und an die elektrische Läuteanlage angeschlossen werden. Bis zur Glockenweihe in zwei Wochen sollen sämtliche Arbeiten erledigt sein.

Bevor die Gemeinde auseinander geht, ist der Blick nochmals auf die schmucken Reformationsglocke - sie trägt die Lutherrose und die Inschriften „Eine feste Burg ist unser Gott“ und „Mörz 2017“ als Zier - gerichtet. Magisch zieht sie Aufmerksamkeit an. Zum Festgottesdienst wird dann erstmals das neue Dreiergeläut erklingen, welches nicht alle Tage in Mörz zu hören sein wird. „Der Gemeindekirchenrat muss über eine neue Läuteordnung diskutieren“, sagt Jörg Frenzel.

Glockenweihe ist nun am Sonntag, 30. Juli, ab 14.30 Uhr in der Dorfkirche Mörz, im Anschluss sind Besichtigungen im Turm möglich.

Von Christiane Sommer

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