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Potsdam-Mittelmark Göhlitzsee-Gärten sollen erblühen
Lokales Potsdam-Mittelmark Göhlitzsee-Gärten sollen erblühen
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02:17 20.07.2015
Eine Ansichtskarte aus Rädel aus DDR-Zeiten. Unten sind Aufnahmen vom ehemaligen Ferienlager am Gohlitzsee zu sehen. Quelle: Sammlung Susann Golke
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Rädel

Gohlitzsee-Gärten sollen in Rädel entstehen. Ein gleichnamiger gemeinnütziger Verein hat sich gegründet, der noch ins Register eingetragen werden muss. „Wir sind knapp 25 erwachsene Mitglieder und ähnlich viele Kinder“, erklärt Felix Hoffmann. Der Berliner stellte das Projekt, das von ehrenamtlichem Engagement lebt, jetzt im Bauausschuss der Gemeinde Kloster Lehnin vor.

Den ehemalige Gohlitzhof in Rädel habe er vor drei Jahren ersteigert. Seitdem seien einige Naturprojekte, Handwerker- und Fotogramm-Workshops mit Kindern durchgeführt worden. Auf dem Gelände wurden Beete, Pflanzstreifen und eine Streuobstwiese mit 30 Bäumen angelegt. „Wir wollen Natur erlebbar machen“, erklärt Hoffmann. „Aber nicht dozierenderweise, sondern mit Kindern und Jugendlichen pflanzen und ernten, vom Samen bis zum Kochtopf alles durchexerzieren.“

Erste Kontakte geknüpft

Aus dieser Erfahrung heraus sei der Wunsch entstanden, einen größeren Kreis einzubeziehen. Daher will man Tages- und Wochenend-Workshops für Kinder aus Berlin, Brandenburg und der Region anbieten und das Areal auch tageweise für Einwohner öffnen. Es gebe bereits Gespräche mit Kooperationspartnern wie der C/O Berlin, einer Stiftung, die ein Ausstellungshaus betreibt und Erfahrungen mit künstlerischen Kursen hat. Hoffmann, selbst Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, ist dort Chef-Kurator. Auch die Universität Hildesheim habe zugesagt. Ebenso seien erste Kontakte zu Schulen zum Beispiel in Werder, Kreuzberg und Lehnin geknüpft.

Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sich Baustadtrat Hahn den Gohlitzhof als Alterssitz errichten. Im April 1945 brannte die Villa nieder. Quelle: Sammlung Golke

Das direkt am Gohlitzsee gelegene 49 000 Quadratmeter große Wald- und Wiesengrundstück ist von 1968 bis 1972 als Ferienlager bebaut und als solches bis zur Wende vom VEB Messgerätewerke Quedlinburg genutzt worden, später von der gemeinnützigen Kinder- und Jugendhilfe. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Baustadtrat Hahn sich auf einer Anhöhe den Gohlitzhof als Alterssitz geschaffen. Nach dem Einmarsch der Sowjetarmee brannte die Villa Ende April 1945 ab. Dabei kam wohl auch das kinderlose Ehepaar ums Leben. Nach dem Krieg wurden die Gebäudereste abgetragen und das Grundstück an den Gärtner der Hahns verkauft.

B-Plan auf eigene Kosten

„Ein Teil der 25 Hütten soll abgerissen werden und unweit des alten Gärtnerhauses ein Küchengebäude entstehen, um die Ernte zu verarbeiten“, erklärt Hoffmann. Eine enge Kooperation mit dem Hofgut Rädel sei geplant. In einem zweiten Schritt sollen zwei weitere Gewächshäuser errichtet werden. Der Verein strebt auf eigene Kosten einen Bebauungsplan an, „um das Grundstück im Dialog mit der Gemeinde zu entwickeln“, erläutert Hoffmann. Man habe keine Ressourcen gegen Widerstände zu laufen. „Wir wissen dass das Areal im Außenbereich liegt, aber wir glauben daran.“

Kosten wurden noch nicht genannt. „Wir sind bei der Prüfung.“ Die Bausumme soll über Kredit und Eigenleistung; die Workshops aus Spenden, Fördermitteln und Einnahmen gedeckt werden. Im Bauausschuss wurde das Projekt begrüßt, das für Kloster Lehnin Synergieeffekte bringen könnte.

Von Claudia Nack

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