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Gömnigker befürchten Parkplatznot

Straßenbau Gömnigker befürchten Parkplatznot

Der geplante Baubeginn zur Sanierung der Ortsdurchfahrt in Brück-Gömnigk verschiebt sich in das vierte Quartal des nächsten Jahres. Zunächst gibt es unter anderem noch Klärungsbedarf zur Zahl der künftigen Parkplätze an der Bundesstraße. In der Kritik steht ferner die Umleitungsplanung.

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Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt der B 246 in Brück-Gömnigk wird der heute zum Parken genutzte Sommerweg wegfallen.

Quelle: Thomas Wachs

Brück-Gömnigk. Der Baubeginn zur Sanierung der Ortsdurchfahrt von Brück-Gömnigk wird sich wohl verzögern. Die Stadtverordneten stimmten zwar jetzt der Vereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen (LS) grundsätzlich zu. Jedoch wollen die Abgeordneten, bevor im Detail entschieden werde, mit den Einwohnern Rücksprache halten. Immerhin beträgt der Anteil der Stadt Brück am Ausbau rund 311 000 Euro, wovon mehr als die Hälfte auf die Anlieger umgelegt werden wird.

Parkplätze noch zu klären

Zu klären sind nach Ansicht der Stadtverordneten unter anderem noch Fragen zu den Parkplätzen entlang der Bundesstraße 246 im Ort. Bei dem Ausbau wird der bisher dafür genutzte Sommerweg verschwinden und 30 Parkplätzen im Bereich der Kirche weichen. Auf der Seite gegenüber wird der Bürgersteig erneuert. Auf beiden Straßenseiten wird ein Radstreifen markiert. Damit kann am Fahrbandrand nicht mehr geparkt werde.

Das Parken wird nur in den eingerichteten Parkbuchten erlaubt sein. Die geplanten 30 Stellplätze seien „zu wenig“, meint Matthias Schimanowski (Pro Brück). Er glaubt, dass gerade bei Beerdigungen die Stellplätze in Friedhofsnähe nicht ausreichen würden. Auch die fehlenden Stellplätze in Höhe der Gärtnerei Döring sorgten für Kritik. „Hier muss es zu Lösungen kommen“, forderte Michael Klenke (SPD). Er kritisierte, dass es dort einen 500 Meter langen Abschnitt ohne Stellflächen gibt, was einigen Gewerbetreibenden das Leben schwer machen dürfte.

Anlieger müssen zahlen

Die Ausbaukosten für die Ortsdurchfahrt Brück-Gömnigk tragen der Landesbetrieb Straßenwesen und die Stadt Brück.

Kalkuliert sind derzeit Gesamtkosten von rund 2,1 Millionen Euro. Auf die Kommune entfallen davon rund 311 000 Euro.

Die Stadt Brück reicht einen Teil ihrer umlagefähige Kosten an die Besitzer anliegender Grundstücke weiter.

Die Anteile sind per Satzung geregelt. Bei den Gehwegen entfallen 50 Prozent auf Anlieger, bei den Parkplätzen sind es 60 Prozent.

Joachim Schlinger vom Landesbetrieb Straßenwesen geht von einem Baustart im letzten Quartal des kommenden Jahres aus. „Dann werden die Arbeiten etwa ein Jahr bei Vollsperrung andauern. Da jedoch ein Teil der Durchfahrt als Bodendenkmal eingetragen ist, kann es durch archäologische Funde zur Verzögerungen kommen“, sagte Schlinger im Bauausschuss der Stadt Brück.

Er und der Planer Christian Kaula aus Potsdam stellten die Planungen vor für die Sanierung der Bundesstraße 246 zwischen der Ortseinfahrt aus Richtung Bad Belzig und der ersten Planebrücke am Abzweig nach Brück-Trebitz. Der rund 2,1 Millionen teure Ausbau soll in drei Abschnitten erfolgen. Geplant sind insgesamt vier Mittelinseln, eine an der westlichen Ortseinfahrt und drei im Ort selbst. Die erste Querungshilfe soll am Trebitzer Weg entstehen, die zweite in Höhe der Kirche und des Friedhofs und die dritte am Feuerwehrgerätehaus.

Umleitungsstrecke in der Kritik

Starke Kritik schlug Joachim Schlinger bei der geplanten Umleitungsempfehlung entgegen. Der Durchgangsverkehr in Richtung Bad Belzig soll über die Autobahn bis zur Abfahrt Niemegk geleitet werden. Innerorts soll eine Durchfahrt lediglich für Anlieger und Busse über die Eisenbahnstraße erfolgen. Diese soll dafür aufgeschottert und aufgrund der Enge der Verkehr per Ampel geregelt werden. Doch könnte es sich der Landesbetrieb auch vorstellen, sich am Ausbau der Niemegker Straße zu beteiligen, wie Schlinger auf Drängen Schimanowskis zugestand.

Anwesende Einwohner kritisierten vor allem die Verlegung der Bushaltestelle von der heutigen Wendeschleife an den Fahrbahnrand in Richtung Bad Belzig. „Eine Haltestelle direkt an der Straße ist gefährlicher, als heute an der Wendeschleife“, sagte Anwohner Marco Köhler. Er musste sich jedoch belehren lassen, dass dies die einzige sichere Möglichkeit sei. „Der Bus muss mit den Hinterrädern parallel zum Bord stehen und das geht an der Schleife nicht“, betonte Planer Christian Kaula. Er erinnerte daran, dass auch Niederflurbusse so halten können müssen, dass Rollstuhlfahrer in den Bus gelangen.

Von Andreas Koska

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