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Potsdam-Mittelmark Görzke lehnt Anschluss an Wiesenburg ab
Lokales Potsdam-Mittelmark Görzke lehnt Anschluss an Wiesenburg ab
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19:49 16.08.2017
Wiesenburg liegt – was hier nicht ablesbar ist – näher. Dennoch will Görzke wohl beim Amt Ziesar bleiben. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg/Görzke

Die Gemeinde Wiesenburg/Mark flirtet mit Görzke. Denn der Verwaltungschef in der „Perle des Flämings“ hofft so jene Größenordnung zu erreichen, die wahrscheinlich die politische Selbstständigkeit sichern könnte – selbst wenn nach der Kreisgebietsreform 2019 neue Maßstäbe auf der Ebene darunter gesetzt werden sollten. Gemeinsam hätte man am Flämingrand 5500 Einwohner zu bieten, die auf 300 Quadratkilometern verteilt leben.

„Das wäre dann die größtmögliche zumutbare Ausdehnung – sowohl für die Verwaltung als auch für die Bürger“, erklärt Marco Beckendorf (die Linke). Im Anschluss an eine Klausurberatung von Verwaltungsspitze mit Parlamentariern zur Zukunft der Gemeinde Wiesenburg/Mark fühlte er sich aufgefordert, mit dem ehrenamtlichen Kollegen im Nachbarort die gemeinsamen Perspektiven auszuloten. Seiner Meinung nach sollte im Handwerkerdorf die Fusion durchaus in Betracht gezogen werden.

Visitenkarten der Gemeinden

Die Gemeinde Wiesenburg/Mark zählt derzeit 4300 Einwohner.

Sie sind in 14 Ortsteilen zu Hause.

Sie verteilen sich auf 220 Quadratkilometern.

Die Gemeinde Görzke hat 1200 Einwohner, einschließlich Börnecke, Dangelsdorf, Hohenlobbese und Wutzow.

Die Fläche der Kommune beträgt 76 Quadratkilometer.

Denn erst gemeinsam käme man auf die nennenswerte Einwohnerzahl, bei der die Pro-Kopf-Zuweisungen mit einem Faktor „veredelt“ würden. In den Genuss kommen demnacherst Gemeinden mit mindestens 2500 Einwohnern – Görzke also nicht. „Wiesenburg/Mark erhält 80 000 Euro, zusammen könnten 160 000 Euro kalkuliert werden“, sagt der Verwaltungschef.

Für Jürgen Bartlog, der erst mit seinem Ortsparlament den Austausch über das Treffen suchen will, scheint der Betrag allerdings nicht verlockend genug. Ganz im Gegenteil. Denn die Bedingung wäre, dass Görzke seine politische Eigenständigkeit preisgibt und lediglich Ortsteilstatus in der neuen Kommune erhielte. Mehrere gleichberechtigte vergleichsweise kleine Kommunen unter einem Verwaltungsdach sind nicht mehr gewollt, weiß er aus langjähriger Mitarbeit in den Gremien des Städte- und Gemeindebundes.

„Gleichwohl hat das Amt Ziesar vorerst Bestand. Die Verwaltung hat sich ganz gut eingespielt“, schätzt der Chef des Töpferortes ein. Derzeit stehe keine Aufgabe der Daseinsvorsorge zur Disposition. „Aber wir haben letztlich noch die Entscheidungshoheit“, so Jürgen Bartlog. „Die Einflussnahme in der großen Gemeinde wäre begrenzt“, sagt er und verweist beispielsweise auf die jüngsten Kontroversen um die Friedhofsgebühren. Tendenzen, dass Ziesar und Wusterwitz – nach einem möglichen Wechsel des Amtes Beetzsee ins Havelland – enger zusammenrücken wollen und das Handwerkerdorf im Süden abgehängt werden könnte, hat er bislang nicht ausgemacht.

Dass es zur Ämterbildung in der Mark in den 90er-Jahren schon nicht zum Miteinander von Wiesenburg/Mark und Görzke kam, entmutigt Marco Beckendorf nicht. „Jetzt wäre noch Gelegenheit, die Zukunft selbst zu gestalten“, hofft er auf ein Umdenken.

Von René Gaffron

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