Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Göttinsee gehört jetzt Werder

Baden im Grünen Göttinsee gehört jetzt Werder

Eine 21 Hektar große Teilfläche des Göttinsees im Ortsteil Töplitz übergab am Donnerstag Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski der Stadt Werder. Der größte Teil des Sees in der Gemarkung Ketzin ist in Besitz einer Stiftung. Das Land Brandenburg hat in den vergangenen Monaten bereits 49 Seen an Kommunen übergeben, damit sie öffentlich zugänglich bleiben.

Voriger Artikel
Kind in Stahnsdorf angefahren
Nächster Artikel
Land will Hilfe für Ferienanlage prüfen

Staatssekretärin Daniela Trochowski übergibt Vizebürgermeister Christian Große die Urkunde.

Quelle: Greiner

Werder. Als 49. See übergab das Land Brandenburg am Donnerstag eine 21 Hektar große Teilfläche des Göttinsees im Ortsteil Töplitz an die Stadt Werder. 80 Prozent des Göttinsees in der Gemarkung Ketzin ist im Besitz einer Stiftung.

„Um den öffentlichen Zugang zu den Seen zu erhalten, hatte sich das Land Brandenburg beim Bund gegen eine Privatisierung und für eine kostenlose Übertragung der Seen eingesetzt“, sagt Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski am Donnerstag zur Übergabe des Sees an Werders Vizebürgermeister Christian Große (CDU). Zuvor hatte es über viele Jahre Diskussionen und Proteste gegen eine mögliche Privatisierung von Gewässern im Land Brandenburg gegeben. Werders Stadtverordnete haben sich bereits 2014 für die Übernahme des Sees entschieden, als ihnen das Land Brandenburg ein entsprechendes Angebot unterbreitet hat.

Die Badewiese und der idyllisch gelegene Göttinsee im Ortsteil Töplitz sind bei Einheimischen und Gästen des Erholungsortes beliebt. Doch die Sichttiefe und der Sauerstoffgehalt halten sich in Grenzen, sagt der Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes Lars Dittmann auf Nachfrage der MAZ. „Um den See zu entlasten, haben wir einen Durchstich als Verbindung zur Havel durchgesetzt. Zwei weitere Zuflüsse sollten folgen“, sagt Dittmann. „Damit nicht wieder die Fische im See ersticken.“ Hinzu kommt, dass alljährlich im Herbst bis zu 10 000 Wildgänse auf dem See rasten, das Gewässer einer harten Belastungsprobe ausgesetzt ist.

Bevor das Land Brandenburg die insgesamt 126 Seen an die Kommunen übertragen kann, musste sich das Finanzministerium mit der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH (BVVG) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) einigen. Im Ergebnis hatte das Land für die Gewässer 6,35 Millionen Euro an den Bund zu zahlen. „Unter den politischen Rahmenbedingungen halte ich es für richtig, die vom Bund angebotenen Seen zu kaufen, um damit auch künftig den öffentlichen Zugang zu diesen Gewässern zu gewährleisten und eine Privatisierung zu verhindern“, sagt die Staatssekretärin. „Die Übernahme eines zweiten Teils des sogenannten dritten Gewässerpaketes steht noch aus.“

19 Seen aus dem sogenannten ersten Gewässerpaket wurden der Landesnaturschutzflächenverwaltung und der Landesforstflächenverwaltung zugeordnet. Sie hatten Bedarf angemeldet. Für diese Gewässer ist laut Staatssekretärin vorgesehen, dass sie auf Antrag der jeweiligen Kommune und nach Prüfung durch das Ministerium an die Orte übertragen werden können.

Von Regine Greiner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg