Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Göttinsee gehört jetzt Werder
Lokales Potsdam-Mittelmark Göttinsee gehört jetzt Werder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 16.08.2015
Staatssekretärin Daniela Trochowski übergibt Vizebürgermeister Christian Große die Urkunde. Quelle: Greiner
Anzeige
Werder

Als 49. See übergab das Land Brandenburg am Donnerstag eine 21 Hektar große Teilfläche des Göttinsees im Ortsteil Töplitz an die Stadt Werder. 80 Prozent des Göttinsees in der Gemarkung Ketzin ist im Besitz einer Stiftung.

„Um den öffentlichen Zugang zu den Seen zu erhalten, hatte sich das Land Brandenburg beim Bund gegen eine Privatisierung und für eine kostenlose Übertragung der Seen eingesetzt“, sagt Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski am Donnerstag zur Übergabe des Sees an Werders Vizebürgermeister Christian Große (CDU). Zuvor hatte es über viele Jahre Diskussionen und Proteste gegen eine mögliche Privatisierung von Gewässern im Land Brandenburg gegeben. Werders Stadtverordnete haben sich bereits 2014 für die Übernahme des Sees entschieden, als ihnen das Land Brandenburg ein entsprechendes Angebot unterbreitet hat.

Die Badewiese und der idyllisch gelegene Göttinsee im Ortsteil Töplitz sind bei Einheimischen und Gästen des Erholungsortes beliebt. Doch die Sichttiefe und der Sauerstoffgehalt halten sich in Grenzen, sagt der Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes Lars Dittmann auf Nachfrage der MAZ. „Um den See zu entlasten, haben wir einen Durchstich als Verbindung zur Havel durchgesetzt. Zwei weitere Zuflüsse sollten folgen“, sagt Dittmann. „Damit nicht wieder die Fische im See ersticken.“ Hinzu kommt, dass alljährlich im Herbst bis zu 10 000 Wildgänse auf dem See rasten, das Gewässer einer harten Belastungsprobe ausgesetzt ist.

Bevor das Land Brandenburg die insgesamt 126 Seen an die Kommunen übertragen kann, musste sich das Finanzministerium mit der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH (BVVG) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) einigen. Im Ergebnis hatte das Land für die Gewässer 6,35 Millionen Euro an den Bund zu zahlen. „Unter den politischen Rahmenbedingungen halte ich es für richtig, die vom Bund angebotenen Seen zu kaufen, um damit auch künftig den öffentlichen Zugang zu diesen Gewässern zu gewährleisten und eine Privatisierung zu verhindern“, sagt die Staatssekretärin. „Die Übernahme eines zweiten Teils des sogenannten dritten Gewässerpaketes steht noch aus.“

19 Seen aus dem sogenannten ersten Gewässerpaket wurden der Landesnaturschutzflächenverwaltung und der Landesforstflächenverwaltung zugeordnet. Sie hatten Bedarf angemeldet. Für diese Gewässer ist laut Staatssekretärin vorgesehen, dass sie auf Antrag der jeweiligen Kommune und nach Prüfung durch das Ministerium an die Orte übertragen werden können.

Von Regine Greiner

Potsdam-Mittelmark Polizeibericht für das Potsdamer Umland am 13. August - Kind in Stahnsdorf angefahren

Glimpflich ging ein Verkehrsunfall in Stahnsdorf aus. Ein Junge wollte mit seinem Fahrrad zwischen zwei parkenden Autos die Straßenseite wechseln und wurde von einem Autofahrer zu spät gesehen. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem er Elfjährige verletzt wurde – zum Glück nur leicht.

13.08.2015
Potsdam-Mittelmark Umweltauflagen vor Tagebauerweiterung - Hoffnung auf Badesee bei Reetz gebremst

Die Röben-Klinkerwerke-GmbH & Co KG hat den geforderten Ausgleich für die in den vergangenen 20 Jahren erfolgten Eingriffe in die Umwelt geschaffen. Ein Teil davon muss jetzt aber verlagert werden, weil sie der Tagebau-Erweiterung bei Reetz/Reetzerhütten im Wege sind. Die Einheimischen wünschen sich einen Badesse, doch dessen Realisierbarkeit ist fraglich.

16.08.2015
Potsdam-Mittelmark Akademie 2. Lebenshälfte der Region Teltow startet diesjährige Sommerakademie - Mehr Angebote für Berufstätige

Mit einem Tag der offenen Tür startet die Akademie 2. Lebenshälfte am 17. August ihre diesjährige Sommerakademie. Mit der Bildungsreihe will sie Stammkunden auf die bevorstehende Herbstsaison einstimmen und gleichzeitig neue Interessenten an den Angeboten gewinnen. Im vergangenen Jahr besuchten rund 200 Teilnehmer die Veranstaltungen der Sommerakademie.

13.08.2015
Anzeige