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Göttliche Zwiegespräche mit Ahne in Rädigke

Arne Seidel präsentiert aktuelles Buch Göttliche Zwiegespräche mit Ahne in Rädigke

Arne Seidel hat in der Fläming-Bibliothek Rädigke sein aktuelles Buch präsentiert. Bei der gut besuchten Lesung kommt der als Ahne bekannte gewordenen Schriftsteller aus Berlin auch nicht ohne Passagen seiner bekannten „Zwiegespräche mit Gott“ aus. Allerdings zeigt er im voll besetzten Saal auch ganz neue Seite Seiten seiner humoristischen Kreativität.

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Arne Seidel – bekannt als Ahne – hat in der Fläming-Bibliothek zu Rädigke sein aktuelles Buch und Zwiegespräche mit Gott präsentiert.

Quelle: Josephine Mühln

Rädigke. Wie schon bei seinem Auftritt vor zwei Jahren, habe er auch für diesen Abend wieder ein sechsstündiges Programm vorbereitet, sagt Arne Seidel mit einem Gesichtsausdruck, der keine Zweifel zulässt. Klar ist: Das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Fläming-Bibliothek hätte ihm ohne müde zu werden auch so lange zugehört.

Mit seinem neuen Buch „Ab heute fremd“ war der Schriftsteller und Lesebühnenautor Arne Seidel – besser bekannt als Ahne – am Freitagabend Gast in Rädigke. Mit dabei hatte er außerdem Lieder, Gedichte und natürlich einige seiner Zwiegespräche mit Gott – bis 2015 war er damit regelmäßig im Radio zu hören.

Auf zwei Seiten des Mikrofons in Aktion

„Gott“, sagt Ahne augenzwinkernd, „kann heute Abend leider zum ersten Mal nicht dabei sein.“ Und so müsse er eben auch dessen Text sprechen. Eine kleine Hilfestellung gab’s trotzdem: „Wenn ich hier stehe, bin ich das und wenn ich hier stehe, ist es Gott“, erklärt der Autor in feinstem Berliner Dialekt und dreht sich dabei von der einen Seite des Mikrofons auf die andere.

Mit dem Allmächtigen spricht er schließlich über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, Flüchtlinge oder auch die Terrorgefahr im Alltag und wie er sich dagegen schützen könne. „Vielleicht, indem ich ein Liedchen pfeife“, überlegt er. „Ich meine, ich bin noch nie beim Liedchen pfeifen in die Luft gesprengt worden.“

Inspiriert von Modern Talking

Musikalisch wurde es dann wirklich. Oder wie Ahne es ausgedrückt hat: „Jetzt steht die erste Härteprobe an, ich singe ein Lied.“ Die Melodie habe er sich ausgeborgt. Von welcher Band, das wird spätestens bei den Zeilen „Du bist mein Herz, du bist meine Seele – du bist der Grund, dass ich mich aus dem Bett quäle“ klar. Dieter Bohlen und Thomas Anders, in den 1980er-Jahren als Pop-Duo „Modern Talking“ unterwegs, hatten Ahne offensichtlich zu diesen Zeilen inspiriert. Ihr Hit „You’re my heart, you’re my soul“ – du Deutsch: „Du bist mein Herz, du bist meine Seele“ – führte 1985 die Musikcharts an.

Keine Badewanne für den Esel

Einmal, erzählt Ahne dann, habe er während der Urlaubszeit auf die Tiere seiner Freunde aufgepasst. Springmäuse, Hamster, Schildkröten, Hunde und Esel – seine Liste ist lang. Auf Zetteln habe er aufgeschrieben, was bei welchem Tier zu beachten sei. „Nur leider habe ich vergessen dazuzuschreiben, welcher Zettel für welches Tier ist. Muss ich eine Schildkröte baden? Oder den Esel? Wo zum Teufel soll ich so eine große Badewanne hernehmen?“

Zwei Stunden unterhielt der 1968 in Berlin-Buch geborene Seidel das Publikum und war auch danach keineswegs auf dem Sprung. „Wir können jetzt gerne noch ein Bier zusammen trinken“, schlug er vor. Da ließen sich seine Fans im Gasthaus Moritz nichts zweimal bitten.

Von Josephine Mühln

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