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Goldene Ehrennadel für 50 Jahre Sport-Engagement

Seddin Goldene Ehrennadel für 50 Jahre Sport-Engagement

Jutta Hahn lebt seit Jahrzehnten für den Sport und gibt ihre Leidenschaft seitdem auch an Menschen in ihrer Gemeinde weiter. Für ihr ehrenamtliches Engagement erhielt sie jetzt die Ehrennadel des Landessportbundes in Gold.

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Freudig überrascht: Jutta Hahn in Seddin.

Quelle: M. Schmidt

Seddin. Sie war den Tränen nahe und sichtlich überrascht, denn sie wusste von nichts: Als Jutta Hahn am Dienstag gegen 18 Uhr in das Café Seeblick kam, sah sie all ihre Eifrigen von der Sportgruppe nicht im Trainingsdress, sondern fein gekleidet. Sie wollte „wie immer mit ihrer Gruppe Sport machen“. Aber dann wurde sie ausgezeichnet. Für 50 Jahre engagierten Einsatz für Sport und Gesundheit vieler Menschen in Seddin und Kähnsdorf bekam sie die goldene Ehrennadel von Peter Bohnebuck, Präsidiumsvertreter des Landessportbundes, überreicht. Gerührt nahm sie die Auszeichnung entgegen. Bescheiden wie man sie in der Gemeinde seit 1966 kennt, meinte die Mittsiebzigerin, dass sie die sportliche Betreuung „immer gern gemacht“ und es sie „nie eine Mühe“ gekostet habe.

Jutta Hahn mit ihrer Urkunde – in die Mitte genommen von Peter Bohnebuck (l/Landessportbund) und Michael Schmidt (DCS)

Jutta Hahn mit ihrer Urkunde – in die Mitte genommen von Peter Bohnebuck (l./Landessportbund) und Michael Schmidt (DCS).

Quelle: G. Vieth

Immer sei sie bestrebt gewesen, „ ihre Vorliebe für den Sport nicht nur bei sich, sondern auch in der eigenen Familie, im Interesse ihrer Kollegen, der Kinder und der Senioren der Orte Seddin und Kähnsdorf beispielhaft vorzuleben“, würdigte Michael Schmidt, Vorsitzender des Dorv Club Seddin, der die Sportlerin für die Ehrung vorgeschlagen hatte. Bereits in den 60er, 70er und 80er Jahren hatte sie aktiv dazu beigetragen, dass im Entenkombinat Seddin eine Betriebssportgemeinschaft entstand, Frauensportgruppen tätig wurden und jährliche Sportfeste ausgerichtet wurden, an denen nicht nur die Betriebsangehörigen, sondern auch viele Einwohner aus den Gemeinden Seddin und Kähnsdorf teilnahmen. Ganz besonders hat sie sich dafür eingesetzt, dass die Kinder früh einen Ehrgeiz entwickelten und Spaß am Sport hatten. Sie organisierte z.B. die „Kleine Friedensfahrt“ und Kinderwettbewerbe bei den Sportfesten. „Ihrer Initiative war es zu verdanken, dass viele Frauen den Weg in den aktiven Sport fanden und so auch regelmäßig etwas für ihre Gesundheit taten“, erinnerte der Ex-Entenkombinats-Chef Werner Sommerfeld. Darüber hinaus habe sich Jutta Hahn jahrzehntelang um alte Menschen im Dorf gekümmert. Auch nach der Wende hat sie den wöchentlichen Sport in den Gymnastikgruppen verlässlich weitergeführt. Für eine sachgemäße Durchführung ihres Sports erwarb sie mehrere Zertifikate z.B. als Übungsleiterin im Breitensport.

An den seit sechs Jahren vom Dorv-Club organisierten Boule-Turnieren mit jeweils 72 Spielern im Alter von 6 bis 92 Jahren beteiligte sich Jutta Hahn von Anbeginn regelmäßig mit ihren Sportgruppen. Sie leitet eine reine Seniorengruppe (das älteste Mitglied ist 91) und eine gemischte Gruppe mit zum Teil noch berufstätigen Sportlern. An den Geräten für Jung und Alt im Aktivgarten des Dorv-Clubs leitet sie Kinder und Erwachsene bei der sachgerechten Nutzung an, was auch noch mit Spaß verbunden ist, weil die doppelt ausgelegten Geräte die paarweise Nutzung erlauben. Bei den jährlichen Kinderfesten werden unter ihrer Regie sportliche Wettkämpfe ausgetragen mit immer neuen Ideen. Darüber hinaus motiviert sie „ihre Damen“ regelmäßig zu Boule-Turnieren außer der Reihe (z.B. Dorv-Club gegen die Feuerwehr Seddin oder gegen den Verein des ehrgenerationenhauses in Rehbrücke). „Auch bei der Gartenpflege im Aktivgarten Seddin um das Dorv-Zentrum herum und bei Einsätzen im Findlingsgarten können sich die Verantwortlichen immer auf ihre Bereitschaft verlassen, bei der Verschönerung dieser Juwelen unserer Gemeinde mitzuhelfen“, so Michael Schmidt.

Der Abend im Kreise von etwa 30 Gästen war geprägt von Dankbarkeit und Rückschau. Für die fitte Frau gab es Blumen und Geschenke und immer wieder viele lobende Worte über ihren Spaß und ihr Engagement beim Sport.

Von Claudia Krause

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