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Gospelchor Brück vor heimischer Kulisse

Publikum und Sänger voll Vorfreude Gospelchor Brück vor heimischer Kulisse

Die Auftritte des Gospelchores Brück sind vor allem emotional. Tränen nicht ausgeschlossen, vor allem aber soll Freude herrschen. Am Wochenende tritt das Ensemble in der heimischen St.-Lambertus-Kirche auf. Es wird erfahrungsgemäß das längste Konzert des Jahres.

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Der Gospelchor Brück freut sich auf das wohl längste Konzert des Jahres

Quelle: Privat

Brück. Die Gesichter im Publikum strahlen wohl heller als jene von kleinen Kindern unter dem Weihnachtsbaum. Doch wenig später kullern plötzlich die Tränen. Die Zuhörer des Brücker Gospelchores erleben in diesen Tagen sehr vielseitige und vor allem emotionale Auftritte. Es sind Lieder wie der Gänsehaut-Klassiker „Hallelujah“ von Leonard Cohen, die der Chor sehr gefühlvoll und doch mit starkem Ausdruck darbietet, so dass die Augen zahlreicher Besucher nicht trocken bleiben. So erging es dem Publikum beim jüngsten Konzert in den Gemäuern der Burg Rabenstein.

„Es war eine sehr schöne Kulisse. Doch die Akustik war für einen Chor etwas undankbar, da es keinen Hall gab“, sagt Julia Wasmuth. Eine dankbare Kulisse mit kräftigem Hall wird es jedoch am kommenden Wochenende geben. Dann feiert der Chor mit seinem weihnachtlichen Heimspiel in der Brücker Lambertus-Kirche den Jahresabschluss. Hierfür hat das Ensemble um Leiter Ilja Panzer wieder ein vielseitiges und wohl auch wieder sehr emotionales Programm vorbereitet. „Es ist der unbestrittene Höhepunkt für uns. Es wird gewiss wieder das längste Konzert des Jahres“, sagt Julia Wasmuth.

Als Gegensatz zur beschriebenen Melancholie sollen ferner witzige vorgelesene Geschichten über missglückte Weihnachtsessen und fliegende Christbaumkugeln die Stimmung auflockern. Dann sollten Tränen der Freude, mindestens aber das Lächeln, die Oberhand gewinnen. „Vielseitigkeit trifft es wohl ganz gut“, sagt die Sängerin Julia Wasmuth und beschreibt damit den Charakter des Chores. „Wir achten nicht nur bei der Liederwahl auf einen großen Facettenreichtum. Es gibt unterschiedliche Elemente wie Einzeldarbietungen und Geschichten. Wir versuchen da gerne etwas neues“, so Wasmuth weiter. Auch die Tatsache, dass die einzelnen Stücke immer von unterschiedlichen Chormitgliedern angesagt werden, ist ein Element, dass es erst seit diesem Jahr gibt. „Abwechslung ist wichtig für uns, damit wir selbst Freude und immer wieder neue Herausforderungen haben“, sagt die Enthusiastin.

Gegründet als „Chor der Versöhnung“

Der Gospelchor Brück ist im Herbst 2008 gegründet worden. Seinerzeit hatten 40 Interessenten zunächst an einem Workshop mit Darryl S. Best teilgenommen. Der Amerikaner übernahm die Leitung des Ensembles neben Engagements in Berlin und Oranienburg.

Schon im Dezember war Premiere für den „Chor der Versöhnung“, wie er damals noch hieß. Er trat bei Höhepunkten wie „Titanen der Rennbahn“ auf, nahm an CD-Projekten teil und schließlich ist alljährlich die Weihnachtstournee im Hohen Fläming der krönende Jahresabschluss.

2012 hat Ilja Panzer _ damals 31 Jahre und lediglich vertretungsweise engagiert _ die künstlerische Leitung übernommen, weil der Vorgänger plötzlich und unerwartet verstorben war. Aktuell gibt es etwa 35 aktive Sänger und Sängerinnen. Fast 45 zählen zu der Gemeinschaft.

Weitere Mitstreiter sind willkommen. Geprobt wird mmer montags, 18 Uhr, in der Grundschule Brück.

Mit dieser Vorgabe geht der Chor durch die Weihnachtszeit. Für den Brücker Gospelchor ist diese neben der Hochzeitssaison, die zweite aufregende Zeit des Jahres. Hierfür wurde unter anderem im November auf dem Schloss Gollwitz geprobt, so dass selbst die treue Anhängerschaft einige neue Lieder im Repertoire erwarten darf.

„Für mich kommt durch das Singen zur Weihnachtszeit überhaupt erst so richtig festliche Stimmung auf“, bekräftigt Sopran-Sängerin Anne Hellner. In einer Dreier-Gruppe singt sie unter anderem ein Weihnachtslied über die Mutter Jesu. „Mary did you know?“ (Maria hast du das gewusst?). Er handelt von der Frage, ob Maria schon vor der Geburt geahnt haben könnte, dass ihr Kind ein Heiland sein und die Welt erlösen wird. Außerdem wird mit „Steal away“ („sich davonstehlen“, Anm. d. Red.) ein Lied zu hören sein, dass von plötzlichem Abschied und Trauer gleichermaßen handelt. „Hier habe ich schon einige Tränen kullern sehen. An Emotionen ist bei uns alles dabei“, sagt Hellner.

info: Konzert mit dem Gospelchor _ Sonnabend, 16.30 Uhr, St.-Lambertus-Kirche Brück. Der Eintritt ist frei.

Von Tobias Potratz

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