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Potsdam-Mittelmark Gemeinschaft besingt Lebensfreude
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19:25 01.11.2015
Himmlische Stimmen im Gotteshaus: In Frankfurt (Oder) gründete Holger Pätzeldt 2001 die „Heavenly Voices“. Quelle: Archiv
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Stahnsdorf

Weil die Stahnsdorfer vielleicht sonst nicht viel zu lachen haben, will ihnen der autodidaktische Chorleiter Holger Pätzeldt mehr Frohsinn und Freude bringen. Der frühere Zehlendorfer, der im März dieses Jahres nach Stahnsdorf zog, will in der Gemeinde einen Gospelchor aufbauen. Der Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Stahnsdorf freute sich, als Pätzeldt sein Anliegen vor einigen Wochen vortrug. Der Kirchenchor, der sich mehr dem klassischen Liedgut gewidmet hatte, löste sich inzwischen wieder auf, wurde dem Neustahnsdorfer berichtet. Beim ersten Treffen der 15 Interessenten, die sich bis jetzt gemeldet haben, will Pätzeldt die künftigen Chormitglieder am Mittwoch, dem 4. November, im Gemeindehaus am Dorfplatz zunächst erst einmal „casten“. Die Interessenten sind unter anderem ehemalige Mitglieder des früheren Kirchenchores oder Zugezogene wie Pätzeldt.

„Es kann jeder mitmachen, der Freude am Singen hat und diese auch offen zeigen kann“, sagt der Chormanager. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass jemand einen musikalischen Ton klar halten kann und auch ein sicheres Rhythmusgefühl hat. Pätzeldt will einen reinen A-cappella-Chor aufbauen, der einen drei- bis vierstimmigen Chorsatz singen kann. Leute, die den Gospel singen, geht es gut und Leuten, die den Gospel hören, ebenfalls, lautet seine Philosophie. Der Neustahnsdorfer hat darin jahrzehntelange Erfahrung. Seit 1999 gibt er verschiedene Workshops oder wird zu diesen eingeladen. In Frankfurt (Oder) hat er 2001 die „Heavenly Voices“ – die „Himmlischen Stimmen“ – gegründet, und in Berlin-Wilmersdorf befindet sich ebenfalls auf Pätzeldts Initiative hin ein Gospelchor im Aufbau. Für die Stahnsdorfer Singgemeinschaft wird übrigens noch ein origineller Name gesucht.

Wer im Stahnsdorfer Gospelchor mitsingen möchte, muss nicht unbedingt konfessionell gebunden sein, sollte aber auch kein Problem mit der Kirche haben. Notenkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, aber von Vorteil, so der Chorgründer. Er wird aus Tausenden von Gospelsongs aus seinem privaten Archiv ein eigenes Programm für die Stahnsdorfer Sänger zusammenstellen („Ich muss mal sehen, was passt.“). Mit dabei soll auch der sogenannte Pop-Gospel sein, eine relativ junge Richtung dieser Musik. Gesungen wird traditionell in englisch. „Es ist schon schwierig genug, die schwarze Musik weiß zu machen, aber dann noch mit deutschen Texten – das funktioniert einfach nicht“, versichert Pätzeldt. Er hofft, seinen Stahnsdorfer Chor etwa in einem halben Jahr auftrittsreif zu haben.

Holger Pätzeldt leitet und managt seine Gospelchöre, singt aber nicht selbst in ihnen mit. Für den eigenen Gesang ist er mit seiner Bassstimme und seinem kleinen privaten Ensemble „Seven PM“ unterwegs, in dem auch die Ehefrau mitsingt – zur Abwechslung mal Pop, Jazz oder Blues.

Die Wurzeln des Gospel liegen im Spiritual, Blues und Jazz

Der Gospel hat sich am Anfang des 20. Jahrhunderts als afroamerikanische Musikrichtung aus dem Negro Spiritual sowie aus Elementen des Blues und Jazz entwickelt.

Die „Heavenly Voices“ aus Frankfurt (Oder) geben am 6. Dezember, 18 Uhr, in der Dorfkirche Stahnsdorf ein Konzert. Der Eintritt ist frei.

In Fichtenwalde gründete die Berlinerin Antje Ruhbaum im Dezember 2011 die „Gospel Glades“.

Der Stahnsdorfer Chor trifft sich erstmals am 4. November um 19 Uhr im Gemeindehaus am Dorfplatz in Stahnsdorf.

Von Heinz Helwig

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