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Potsdam-Mittelmark Gott Apoll ist nach Beelitz zurückgekehrt
Lokales Potsdam-Mittelmark Gott Apoll ist nach Beelitz zurückgekehrt
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11:16 30.09.2015
Gott Apoll steht wieder am Fuße des Wasserturms. Quelle: Thomas Lähns
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Beelitz

Der Antiken-Gott Apoll ist nach Beelitz zurückgekehrt. Er hat dort seinen angestammten Platz am Fuße des Wasserturms wieder eingenommen – und rundet damit die kürzlich erfolgte Rekonstruktion der historischen Treppenanlage hinauf zum Beelitzer Wahrzeichen ab. „Die Statue ist das i-Tüpfelchen für den gesamten Park“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. Vor einem Jahr hatten die Arbeiten zur Wiederherstellung der damals kaum noch erkennbaren Treppenanlage begonnen.

„Die ursprüngliche Skulptur, die zur Entstehungszeit des Parks 1928 aufgestellt worden war, ist verschollen – ebenso wie Informationen über den Künstler“, weiß Stadtsprecher Thomas Lähns. Der Apoll, der in der Mythologie als Gott des Lichts gilt, hat in Beelitz vermutlich noch bis in die 1960er Jahre an seinem Platz gestanden. „Möglicherweise ist er im Zuge der Bebauung früherer Parkteile mit Wohnhäusern verschwunden“, sagte Lähns. Das einzige, was noch an die Skulptur erinnert hatte, waren historische Fotos. Anhand derer musste zunächst ermittelt werden, wer darauf überhaupt dargestellt ist. „Gemeinsam mit den Staatlichen Museen Berlin konnten wir klären, dass es sich um Apoll handelt“, so Sabine Hummel, die das Projekt in der Beelitzer Bauverwaltung koordinierte. Mehr als die Fotos hatte man auch der Firma „Garden Forest“ nicht zur Verfügung stellen können. Über mehrere Monate wurden Entwürfe hin und hergeschickt, korrigiert und angepasst. Auf das Unternehmen im norditalienischen Pieve a Nievole war Bürgermeister Knuth bei seinem jüngsten Urlaub gestoßen. Hergestellt wurde der Apoll aus italienischem Sandstein. Die Skulptur ist über 800 Kilogramm schwer und musste mit Spezialtechnik aufgestellt werden.

Viele Beelitzer hätten noch den einstigen Zustand vor Augen, die Erinnerung vieler Menschen an ihre Kindheit und Jugendzeit würde an der Skulptur hängen, sagte Knuth. Bereits während der Apoll aufgestellt wurde, hatten Spaziergänger und Anwohner staunend zugeschaut.

Von Jens Steglich

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