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„Graue Maus“ wird wieder flott

Bauleute in Niemegker Schule „Graue Maus“ wird wieder flott

Energiesparen und Barrierefreiheit passen gut zusammen. Deshalb wird die Sanierung der Niemegker Robert-Koch-Grundschule zu einhundert Prozent vom Land gefördert. Stück für Stück wandelt sich das 33 Jahre Schulhaus nun von der „grauen Maus“ zum schmucken Lernort.

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Fleißig werkeln die Arbeiter am Schulgebäude – auch das Dach wird derzeit saniert.

Quelle: Uwe Klemens

Niemegk. Von wegen Ferien. In der Niemegker Robert-Koch-Grundschule wird auch in den Sommermonaten fleißig gearbeitet. Die Sanierung des Schulhauses liegt voll und ganz im Zeitplan. Ein Grund zu pausieren ist das für die Männer vom Bau aber noch lange nicht.

Jahrelang hatte sich die Stadt bemüht, Fördergelder für die Komplettsanierung unter energetischen Gesichtspunkten zu bekommen. „Immer vergeblich“, wie Bauamtsleiter Thomas Griesbach erzählt. Erst als vom Land der Vorschlag kam, die Schule zugleich komplett behindertengerecht umzugestalten und die Niemegker Stadtverordneten dem zustimmten, gab es auch für die erhofften Fördermittel grünes Licht. Im April diesen Jahres konnten die Arbeiten beginnen.

„Auch wenn es davor keine Mittel für eine energetische Sanierung gab, sind trotzdem in den zurückliegenden Jahren beträchtliche Summen in die Schule investiert worden“, sagt Griesbach. Auf insgesamt 200.000 Euro schätzt der Bauamtsleiter die Gesamtsumme aller Zuwendungen des Landes, die immer in die geforderten Brandschutzmaßnahmen flossen.

Auch ohne Flügel sind  die neuen Fenster nur was für „echte Kerle“

Auch ohne Flügel sind die neuen Fenster nur was für „echte Kerle“.

Quelle: Uwe Klemens

Mit 4,3 Millionen fällt die nun bewilligte Förderung deutlich höher aus. „Denn seit der Eröffnung vor 33 Jahren ist baulich hier praktisch nichts Größeres passiert“. Auch die nach der Wende installierte Heizungsanlage gehört mittlerweile zum alten Eisen und wird durch ein Blockheizkraftwerk ersetzt. Um dieses in den Keller des Schulhauses zu bekommen, musste der Keller freigelegt und ein großes Loch in die Wand gestemmt werden.

Zusammen mit dem etwa bereits zur Hälfe am größeren Vorderhaus und auf dem Dach angebrachten Vollwärmeschutz und der kompletten Fenstererneuerung sollen künftig Heizkosten gespart werden.

Behindertengerechte Toiletten

Überall im Vorderhaus herrscht deshalb Hochbetrieb. Währen die Fensterbauer die schlecht verbauten alten Fenster herausstemmen und die neuen durchs Schulhaus schleppen, werden Bohrlöcher für die neue Belüftungsanlage in die Fassade gefräst, Böden erneuert und Kabel verlegt.

Auch vor der Tür hat sich bereits viel getan. Der Rohbau des künftigen, vorgelagerten Foyers ist bereits fertig. Über zwei Fahrstühle wird man von hieraus künftig ins Tiefparterre und die oberen Etagen gelangen.

Der Einbau behindertengerechter Toiletten, farblich abgesetzte und somit für sehbehinderte leichter erkennbare Waschbecken gehören neben breiteren Türen und einem Farbleitsystem zu den Maßnahmen der Barrierefreiheit.

Ende Oktober, Anfang November könnte die Baumaßnahmen im Vorderhaus abgeschlossen sein, hofft der Baumamtsleiter. Dann ziehen die Flexklassen aus ihrem derzeitigen Notquartier im alten Schulhort zurück. Die Schüler der Klassen drei bis sechs wechseln ebenfalls vom Hinter- ins Vorderhaus, so dass die Arbeiten im kleineren Hinterhaus beginnen können. Bis zum Ende des kommenden Jahres soll die gesamte Schule saniert sein.

Von Uwe Klemens

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