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Potsdam-Mittelmark Grippe verschont auch den Hohen Fläming nicht
Lokales Potsdam-Mittelmark Grippe verschont auch den Hohen Fläming nicht
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10:30 01.03.2018
Altenpflegerin Franziska Schüler vom Senioren-Wohnpark in Bad Belzig weiß, wie wichtig es ist, regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Während der sogenannten Grippesaison sollte das öfter als sonst geschehen. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Die aktuelle Grippewelle macht auch vor Potsdam-Mittelmark nicht Halt. Im Gegenteil: Laut einer Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist im hiesigen Landkreis eine stark erhöhte Grippe-Aktivität zu verzeichnen. In Zahlen ausgedrückt heißt das 245 gemeldete Fälle seit dem 11. Februar, wie Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert mitteilt. An die Erkrankungen vom Vorjahr reicht das jedoch noch nicht heran. Da waren im Zeitraum 2. Januar bis 26. Februar 444 Fälle gemeldet worden. Vermehrte Nachfragen zur Grippeimpfung seien im Fachdienst Gesundheit des Kreises aktuell nicht zu verzeichnen.

„Natürlich war der Krankenstand in den vergangenen Wochen nicht gering, das ist jetzt einfach eine schwierige Zeit“, berichtet auch Martina Winkler, Pflegedienstleiterin im Senioren-Wohnpark Belzig. „Gefühlt ist er etwas höher, als in den vergangenen Jahren, aber belegen kann ich das nicht.“ Bei den Bewohnern seien die Erkrankungen bis jetzt noch in einem normalen Bereich. „Klar haben wir ein paar Erkältete, aber das ist nicht verwunderlich, weil auch einige Angehörige verschnupft sind“, sagt Winkler. Der Großteil der Bewohner sei jedoch geimpft, daher könne sie in ihrem Haus nicht von einer Grippewelle sprechen.

In Schulklassen durchschnittlich drei Schüler krank

Davon, dass die Zahl der Erkrankungen im normalen Bereich sei, berichtet auch Cornelia Scholla, Schulleiterin der Bad Belziger Krause-Tschetschog-Oberschule. „Natürlich gibt es ein paar Klassen, bei denen man merkt, dass sich die Schüler womöglich gegenseitig angesteckt haben – da fehlen dann mal zwei drei Leute mehr“, sagt Scholla. „Aber wir haben keine vermehrten Meldungen, es ist alles noch im Rahmen.“

An der Oberschule in Brück sind nach Aussage von Schulleiterin Barbara Neupauer aktuell fünf von 31 Lehrern krank gemeldet. „Das ist schon beträchtlich, aber noch nicht akut.“ In den Klassen seien im Durchschnitt drei Schüler krank. „Und ich sehe, dass bei den Sekretärinnen, wo die Anrufe reinkommen, heute schon eine ganze Seite vollgeschrieben ist. Aber solche Wellen gibt es immer mal – wir mussten noch nicht schließen, das kriegen wir alles noch hin“, sagt Neupauer weiter und lacht.

Grippe-Hotline noch bis Freitag

Die Barmer-GEK-Niederlasszung in Bad Belzig hat eine medizinische Hotline zur aktuellen Grippewelle eingerichtet.

Wer medizinischen Rat zum Thema Grippe sucht, kann sich an die dort erreichbaren Teledoktoren wenden.

An der Hotline beraten Ärzte zum Beispiel darüber, wie sich Grippe und die eher harmlose Erkältung unterscheiden, wie man sich durch Schutzimpfungen und andere Maßnahmen gegen die Grippe wappnen kann oder was zu tun ist, wenn man selber oder ein Angehöriger doch die Grippe bekommen hat.

Die Hotline ist noch bis Freitag täglich in der Zeit von 9 bis 21 Uhr unter 0800/8 48 41 11 erreichbar.

Die Beratung ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.

Das Blatt gewendet hat sich am Mittwoch in der Niemegker Kita „Spatzennest“. „Bis jetzt hätte ich gesagt, dass nur unsere Krippenkinder betroffen sind“, berichtet Leiterin Ines Maager. „Aber nun sind auch die ersten Kita-Kinder nach Hause geschickt worden.“ Bei den Ein- bis Zweijährigen seien etwa 15 Kinder betroffen. „Beim Personal sind wir aber gut aufgestellt – noch“, sagt Maager.

Im Land Brandenburg waren bis 11. Februar insgesamt 1809 Grippe-Fälle gemeldet worden. Im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen sind nach Aussage von Sprecherin Ina Tessnow seit Januar zwei bis drei Fälle behandelt worden. Deutlich mehr waren es im Bad Belziger Ernst-von-Bergmann-Klinikum. „Seit Anfang des Jahres haben wir circa 25 Patienten mit Influenza behandelt. Es sind hauptsächlich ältere und gesundheitlich vorbelastete Patienten“, sagt Sprecherin Damaris Hunsmann. „Die Fälle bewegen sich im Rahmen eines saisonal typischen Verlaufs sowohl was die Anzahl der behandelten Patienten als auch die schwere der Verläufe betrifft.“

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Von Josephine Mühln

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