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Groß Kreutz Dorfjubiläum mit Löschangriff und Hähnekrähen
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Dorfjubiläum mit Löschangriff und Hähnekrähen
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17:23 16.09.2018
Die Kinder- und Jugendfeuerwehr aus Jeserig zeigte einen Löschangriff. Quelle: Privat
Jeserig

Vor Jahrzehnten hat ein gebürtiger Jeseriger noch ein Klagelied angestimmt, als er zurück in die alte Heimat kam. Die Zeitenläufe hätten seinem Dorf übel mitgespielt und allerorten sei noch viel Verfall zu sehen. Nachzulesen war die Elegie in einer Ausstellung zur Geschichte des Dorfes.

Zusammengestellt wurde die Rückschau mit Fotos, historischen Postkarten sowie alten Texten und Karten anlässlich der großen 650-Jahr-Feier. Über ein ganzes Festwochenende strömten hunderte Jeseriger und ihre Gäste zum Festplatz rund um das Gerätehaus der Feuerwehr . Von trüber Stimmung und Verfall war dabei absolut nichts zu merken. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Hunderte Gäste strömten zum Festplatz in Jeserig, um gemeinsam den 650. Geburtstag des Ortes zu feiern. Über ein Jahr haben Vertreter aller Vereine, der Kita und Grundschule unter der Regie des Ortsbeirates das Fest geplant.

Jeserig wächst und gedeiht und vor allem kommen stetig neue Einwohner hinzu. Ortsvorsteher Andreas Gohlke hofft, das es im Oktober endlich wie geplant mit dem Bau der neuen Kita losgeht. In der Schule wird es auch immer enger. „1267 Menschen leben zurzeit in Jeserig, denn im Zuge unserer Ausstellung zur Geschichte habe ich die Zahl extra noch einmal in der Gemeindeverwaltung erfragt“, sagt Gohlke.

Anita Heinze und Marina Baum haben tatkräftig bei der Zusammenstellung der historischen Fakten und überlieferten Geschichten mitgeholfen. Um die Jeseriger ein bisschen zu animieren, etwas genauer hinzusehen, haben die Organisatoren die Ausstellung gleich mit einem Quiz zur Dorfgeschichte verbunden. Am Ende gab es sogar Preise zu gewinnen.

Ausstellung bleibt noch vor Ort

„Die Ausstellung soll auch noch ein bisschen vor Ort bleiben, denn so können unsere Senioren der Volksolidaritätsgruppe ganz in Ruhe noch einmal auf die alten Fotos schauen“, sagte Baum.

Zum Fest waren aber erst einmal die Backkünste der Damen aus der Volkssolidarität gefragt. Unter anderem zusammen mit den Jägern aus Jeserig waren sie für die Versorgung der Menschenmassen zuständig. Gereicht hat es am Sonnabend trotzdem nur knapp. „Zuerst war das Backschwein alle und um halb vier waren die 50 Kuchen gegessen“, sagte Dirk Kuhröber aus dem Verein der Rassegeflügelzüchter, die am Sonntagvormittag ihren großen Auftritt hatten.

Gefeiert und getanzt bis in die Nacht

Während beim Hähnekrähen 23 Federtiere ihr Bestes gaben, blinzelten einige Jeseriger noch verschlafen in den neuen Morgen. Gefeiert und getanzt wurde am Sonnabend bis in die Nacht. Und davor stand noch eine Menge auf dem Programm.

Die Kita präsentierte sich mit einem kleinem Programm und die Kinder der Jeseriger Grundschule rückte gleich mit einem ganzen Zirkus an. Zum Nachmittagsprogramm der Schule gehört eine Zirkus-AG und die zeigte unter anderem beim Einrad fahren ihr Können. Getrommelt und getanzt haben die Schüler ebenfalls, bevor am späten Nachmittag das Blasorchester aus Premnitz die musikalische Unterhaltung übernahm.

Die Mitglieder des Jeseriger Angelvereins betreuten die Kegelbahn und auf einem großen Trödelmarkt konnte jeder fündig werden. Der Line-Dance-Verein Fire Boots, dessen Mitglieder jede Woche in ihren Klubräumen in Jeserig trainieren, hatte ebenfalls einen großen Auftritt vorbereitet.

Erstaunlich viele Besucher

„So viele Besucher habe ich noch bei keinem Fest in Jeserig gesehen“, sagte Kuhröber. Da waren die Sonntagsgäste noch gar nicht eingerechnet, die zuerst beim Hähnekrähen zuhörten. 112 meldete sich der lauteste Vertreter, ein Zwergwyandottenhahn, der allerdings in Wusterwitz zu Hause ist. Die Hähne aus Jeserig gingen es ruhiger an. Viele meldeten sich nicht ein einziges Mal während der ausgeschriebenen Krähzeit von einer Stunde.

Am Sonntag füllte sich der Festplatz zudem noch einmal, weil Pfarrerin Christiane Klußmann zu einem Gottesdienst unter freiem Himmel eingeladen hatte.

Von Christine Lummert

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