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Groß Kreutz Eine Lehre ist nicht das Ende der Karriere
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Eine Lehre ist nicht das Ende der Karriere
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17:06 26.04.2018
Schüler besuchen das Lehrkabinett für Landmaschinen im Zentrum für Gewerbeförderung in Götz beim alljährlichen Zukunftstag. In allen Branchen werden händeringend Lehrlinge gesucht. Quelle: Christine Lummert
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Götz

Es war noch nie so einfach einen Ausbildungsplatz im Handwerk zu finden. Diesen Satz haben die 14 Teilnehmer beim Zukunftstag im Zentrum für Gewerbeförderung in Götz am häufigsten gehört. Der Druck bei der Lehrstellensuche ist nicht mehr so hoch wie vielleicht noch vor zehn Jahren.

Sechs Werkstätten besichtigt

Die Entscheidung für den richtigen Beruf ist für manche trotzdem nicht ganz einfach. Bundesweit schwärmten deshalb am Donnerstag Schüler der siebten bis zehnten Klassen beim Zukunftstag aus in die Betriebe und Ausbildungszentren, um verschiedene Berufsbilder zu erkunden. In Götz war eine bunt gemischte Gruppe mit Jugendlichen aus Schulen von Treuenbrietzen bis Stahnsdorf mit Anita Henk von der Potsdamer Handwerkskammer unterwegs, um in sechs verschiedene Ausbildungswerkstätten hineinzuschnuppern.

Schüler beim Zukunftstag im Handwerkerzentrum Quelle: Christine Lummert

Dabei konnten unter anderem Friseur-Azubis beim Üben der richtigen Technik an der Schere über die Schulter geschaut werden oder angehenden Malergesellen bei der kunstvollen Gestaltung von kleinen Einrichtungsgegenständen für die Wohnung. In den Werkstätten für Tischler, Elektroniker, KFZ-Mechatroniker sowie Land- und Baumaschinenmechatroniker gaben die Lehrmeister ebenfalls hilfreiche Tipps zu den jeweiligen Ausbildungsgängen. „Wenn auch der Notenschnitt vielleicht nicht mehr ganz so wichtig ist, das Engagement und ein gewisses handwerkliches Geschick sind die Grundvoraussetzung, um bei einem Betrieb zu landen“, war unter den gestandenen Meistern die einhellige Meinung.

Elektroniker-Azubis berichten

In der Elektronikerwerkstatt gaben Azubis im ersten Lehrjahr kurz Auskunft über ihre Aufgaben und ihre Motivation für den Beruf. „Vor allem kann man mit diesem Job nicht nur Geld verdienen, sondern auch Geld sparen, weil man viele Arbeiten am eigenen Haus später einfach selbst ausführen kann“, erklärte ein Azubi den interessierten Schülern.

Eine Lehre, ganz gleich in welchem Handwerk, ist auch lange nicht das Ende der Karriereplanungen. Tischlermeister Norbert Kläre informierte unter anderem darüber, dass etwa ein Viertel aller Berufsfeuerwehrleute eine Tischlerlehre absolviert haben. „Ähnliche Zahlen gibt es auch bei den Berufssoldaten der Bundeswehr“, sagte Kläre.

Schüler beim Zukunftstag im Handwerkerzentrum im Gespräch mit Elektroniker-Azubis. Quelle: Christine Lummert

Wer bei seinem gelernten Handwerk bleiben will, hat die Möglichkeit eine Meisterausbildung anzuschließen. „Zukünftig soll diese sogar einem Bachelorstudium gleichgestellt werden. Und man kann mit seinem Meister, auch ohne Abitur, noch einen Masterstudiengang draufsatteln“, berichtete Kläre.

Praktikum ist wichtig

Für Pia Renz, die an der Lehniner Gesamtschule die zehnte Klasse besucht, hörte sich das alles interessant an. „Ich habe trotzdem vor, erst einmal mein Abitur zu machen, aber die Eindrücke in der Tischlerlehrwerkstatt und auch in der Abteilung für KFZ-Mechatroniker haben mir gut gefallen und später den ganzen Tag nur im Büro zu sitzen, wäre wirklich nichts für mich.“

Anita Henk von der Handwerkskammer betonte vor allem die Wichtigkeit der Praktikumswochen, die auf dem Lehrplan der Schulen stehen. „Sucht nicht nur eine Stelle aus, weil sie gleich bei euch um die Ecke liegt, sondern nutzt die Möglichkeit wirklich euren Interessen nachzugehen.“

Von Christine Lummert

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