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Groß Kreutz Groß Kreutz (Havel) will wolfsfrei werden
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16:01 29.08.2018
Marco Hintze ist Gemeindevertreter in Groß Kreutz . Ihm wurden schon zahlreiche Kälbchen vom Wolf gerissen. Quelle: Heiko Hesse
Groß Kreutz (Havel)

Die Gemeinde Groß Kreutz (Havel) will wolfsfreie Zone werden. Die Gemeindevertreter haben am Dienstagabend mehrheitlich dafür gestimmt, einen entsprechenden Antrag beim Land Brandenburg zu stellen. Eingebracht hatte den Vorschlag Gemeindevertreter Marco Hintze, Landwirt aus Krielow und Präsident des Bauernbundes Brandenburg. Ziel des Antrages ist die Bejagung des Wolfes außerhalb von Schutzzonen. Derzeit stehen Wölfe unter strengem Schutz und dürfen nicht gejagt werden. Tierhaltern und Jägern soll das Recht gegeben werden, angreifende Wölfe zu erschießen, so heißt es im Antrag. Es gehe darum, die Population zu verringern. Der Wolf sei in seiner Art nicht mehr bedroht, sondern breite sich aus. Nur auf Naturreservaten, Truppenübungsplätzen und Tagebaukippen solle der Wolf bleiben dürfen. „Das Thema geht uns auf dem Land alle an“, so Hintze. Der Beschluss wurde mit 13 Ja- und vier Nein-Stimmen verabschiedet. Vorausgegangen war eine kontroverse Debatte. Alexander Stein, Gemeindevertreter aus Groß Kreutz, sagte, er könne dem Antrag nach reiflicher Überlegung nicht zustimmen.

Kurz musste sich Hintze rechtfertigen, den Antrag eingebracht zu haben. Ob er dies als Kommunalpolitiker oder Präsident des Bauernbundes mache, war die Frage. Doch eingangs der Sitzung hatte der Gemeinderat den Antrag per Abstimmung auf die Tagesordnung zugelassen.

Der Bauernbund Brandenburg trägt die Initiative wolfsfreie Zone. Auch die Buckautaler Gemeindevertreter haben beantragt, die Ortsteile Steinberg, Buckau und Dretzen zu wolfsfreien Zonen zu erklären. Elf Gemeinden insgesamt haben laut Hintze einen solchen Beschluss bereits getroffen. Letztlich gehe es auch darum, den Druck auf das Land zu erhöhen, damit dieses gegen die weiter zunehmende Population an Wölfen etwas unternehme, sagte der Vorsitzende der Gemeinderatsversammlung, Franz Herbert Schäfer. mai

Von Marion von Imhoff

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