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Groß Kreutz Gerangel um Gebietsaustausch geht weiter
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Gerangel um Gebietsaustausch geht weiter
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11:20 30.08.2018
Die Kastanienallee: Rechts liegt Schenkenberg, der unbebaute linke Teil gehört zu Trechwitz. Quelle: Marion von Imhoff
Schenkenberg/ Trechwitz

Die Gemeinde Kloster Lehnin ist erneut gescheitert im Versuch, mit der Nachbarkommune Groß Kreutz (Havel) rund 25.000 Quadratmeter Land auszutauschen. Damit geht das Gerangel um ein Flurstück an der Kastanienallee in Schenkenberg in die nächste Runde.

Auf der unbebauten Fläche, die zur Gemarkung Trechwitz gehört und direkt an Schenkenberg grenzt, würde Kloster Lehnin gerne ein Wohngebiet für 15 Doppel- und Einfamilienhäuser entwickeln. Anschließend würde das Gebiet der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) gehen. Doch dafür möchte Kloster Lehnin 24.000 Quadratmeter im Bereich des Kiefernweges in Neu Bochow gerne in sein Gemeindegebiet übernehmen. Betroffen wäre ein Teil der Straße. Einen entsprechenden Vorschlag hat Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner (parteilos) seinem Amtskollegen von Groß Kreutz (Havel), Reth Kalsow (CDU), unterbreitet.

Gemeindevertreter schmettern Vorschlag ab

Dieser ließ den Vorschlag, wie es nötig ist, von der Gemeindevertretung abstimmen. Das Ergebnis ist eindeutig: Einstimmig votierten die Kommunalpolitiker gegen den Vorschlag Kloster Lehnins. Bürgermeister Kalsow fand dafür die markigen Worte: „Nur Acker gegen Acker.“ Nun muss es weitere Gespräche geben.

Der Kiefernweg in Neu Bochow liegt nah an der Gemarkung von Damsdorf und Göhlsdorf, die zu Kloster Lehnin gehören. Es geht dabei auch um ein knapp 9000 Quadratmeter großes Wohngebiet mit acht Wohneinheiten. Doch auf diese Fläche will Groß Kreutz (Havel) nicht verzichten.

Da derzeit das Trechwitzer Gebiet an der Kastanienallee reine Ackerfläche ist, sieht der Groß Kreutzer Bürgermeister keinen Grund, gegen dieses Areal nichts anderes als ebenfalls einen Acker zu tauschen.

Brückner will Bauland schaffen

Brückner argumentiert, dass im Sinne von Bauwilligen der Bebauungsplan „Kastanienallee“ zu Ende entwickelt werden sollte.

Die Fläche an der unbebauten Seite der Kastanienallee gehört zwar zu Trechwitz, ist aber von der Ortslage mehrere Kilometer entfernt. Die Häuser auf der anderen Straßenseite gehören bereits zu Schenkenberg.

Dem Vorschlag Brückners sind monatelange Verhandlungen vorausgegangen. Der Schenkenberger Ortsbeirat hatte zudem schon im vorigen Jahr den Entwicklungsplänen des Areals eine Absage erteilt. Das Argument damals: Die Häuslebauer würden in Kloster Lehnin Steuern zahlen, aber wegen der Nähe Einrichtungen der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) wie Kita und Schule nutzen.

Die Pläne für das neue Wohngebiet an der Kastanienallee indes wirken, abgesehen von den Gemarkungsproblemen, stimmig. Das Ortsbild Schenkenbergs würde abgerundet. Hinter den neu zu errichtenden Häusern würde nach den derzeitigen Plänen eine dem Wohngebiet entsprechend ebenso großes Streuobstwiese entstehen.

Von Marion von Imhoff

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