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Groß Kreutz Schulen haben genug Kinder in den nächsten fünf Jahren
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Schulen haben genug Kinder in den nächsten fünf Jahren
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09:28 09.12.2018
Die Radeweger Schule muss sich in den nächsten Jahren keine Sorgen um die Zukunft machen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Mittelmark

Trotz regionaler Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung werden sich die Schülerzahlen im Landkreis in den kommenden Jahren mindestens konstant oder weiter steigend entwickeln. Das besagen Berechnungen im neuen Schulentwicklungsplan, den der Kreistag verabschiedet hat. Derzeit gibt es zwischen Havelland und Fläming rund 24 300 Schüler. Das sind über 2000 Mädchen und Jungen mehr als im Jahr 2011. Damals erreichte die Schülerzahl einen Tiefpunkt.

73 Schulen im Landkreis

Der Schulentwicklungsplan wird für einen Planungszeitraum von fünf Jahren aufgestellt. Dazu erfolgt eine jährliche Schuldatenabfrage bei allen Schulen des Landkreises. Außerdem gibt es Abfragen bei den Einwohnermeldeämtern bezüglich der künftigen Einschulungsjahrgänge.

In Potsdam-Mittelmark gibt es derzeit 73 Schulen und Schulzentren. Darunter sind 36 Grundschulen in Trägerschaft der Städte, Gemeinden und Ämter. Es existieren acht Gymnasien. Der Landkreis betreibt davon fünf Gymnasien, ferner drei Förderschulen und zwei Oberstufenzentren. Acht Bildungseinrichtungen befinden sich in freier Trägerschaft.

Grundschulen müssen mindestens eine Einzügigkeit mit mindestens 15 Kindern je Klassenstufe aufweisen. „Kleine“ Grundschulen könnten darunter liegen, wenn eine jahrgangsübergreifende Klasse gebildet wird. Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien müssen zweizügig mit mindestens 20 Schülern je Klasse sein.

Im Moment plant der Landkreis bis einschließlich des Schuljahres 2023/24. Eine Grundlage für die Ermittlung der Einschüler bilden die Meldungen der Einwohnermeldeämter über bereits Geborene bis zu einem Alter von sechs Jahren. Der Altkreis Brandenburg wird in der sogenannten Planregion 3 erfasst, wo sich fast ausschließlich nur Grundschulen befinden. Die einzigen weiterführenden Schulen sind in Ziesar und Lehnin.

Ziesars Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule gilt als sicherer Standort. Noch als Außenminister hat der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Schule besucht. Quelle: JACQUELINE STEINER

Im Amt Beetzsee stufen die kreislichen Schulplaner alle drei Grundschulen als sichere Standorte ein. Allerdings gehen die Einschülerzahlen bis 2023/24 wieder zurück. Zum Beispiel in Radewege von aktuell 38 auf dann 25 und in Pritzerbe von 32 auf 24. In Roskow bleibt es bei dem Status einer „Kleinen“ Grundschule bei zunächst noch steigenden Zahlen an Einschülern. Und zwar von jetzt acht auf 19 im Schuljahr 2020/21. Deshalb können sogar jahrgangsweise Klassen eingerichtet werden. Wegen Zu- und Wegzüge sind die Zahlen des Einwohnermeldeamtes jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Positive Entwicklung in Wollin

Wusterwitz gilt als sicherer Standort für eine zweizügige Grundschule bei stabilen Einschülerzahlen. Allerdings sollen es 2023/24 nur noch 36 sein. In den Jahren davor sind es durchweg über 40. Im Amt Ziesar haben beide Grundschulstandorte in Ziesar und Wollin in ihrer jetzigen Form und Zügigkeit weiter Bestand. Die „Kleine“ Grundschule Wollin kann möglicherweise ab 2021/22 Klassen jahrgangsweise statt jahrgangsübergreifend einrichten. Im Grundschulteil in Ziesar wird die Zahl der Einschüler über die Jahre leicht sinken – von jetzt 24 auf dann 17.

Der Lehniner Grundschulteil wird noch viele Einschüler begrüßen können. Rund 80 Prozent von ihnen wechseln später als Siebtklässler auf die eigene Gesamtschule. Quelle: schule

Auch in Groß Kreutz (Havel) haben beide Schulstandort eine sichere Perspektive. Die Jeseriger Grundschule bleibt zweizügig. Die Groß Kreutzer Schule dürfte ihre Zweizügigkeit dank steigender Schülerzahlen stabilisieren. Verschiebungen in der Zügigkeit sind laut Schulentwicklungsplan nicht ausgeschlossen, weil die Schulbezirke deckungsgleich sind. Bekanntlich will die Kommune in Jeserig in einen Anbau investieren. Weitere Gelder fließen in Sanierungen.

Mehr Schüler in Lehnin

Eine sichere Zukunft für die nächsten Jahren haben auch die Grundschulstandorte in Kloster Lehnin. Die Damsdorfer Schule bleibt ein- bis zweizügig. Der Grundschulteil in Lehnin erhöht seine Zügigkeit auf bis dreizügig. In der Tendenz sinken jedoch die Zahlen der Einschüler. Die höchste Zahl wird in Lehnin mit 66 Einschülern im Schuljahr 2022/23 prognostiziert, fällt aber ein Jahr später auf 48 ab. Die Grundschüler aus Krahne und Reckahn gehören zum Schulbezirk der „Kleinen“ Grundschule Golzow. Auch dieser Schulstandort ist weiterhin sicher.

Wusterwitz ist ein sicherer Standort für eine zweizügige Schule. Quelle: Frank Bürstenbinder

Bei den weiterführenden Schulen gilt die Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule in Ziesar als sicherer zweizügiger Standort. 68 Prozent der eigenen Grundschüler wechseln auf die Oberschule. Andere kommen aus Wollin und Wusterwitz. Eine steile Entwicklung nimmt die Grund- und Gesamtschule Heinrich Julius Bruns in Lehnin. Die Zahl der Siebtklässler wird sich bis 2023/24 auf 154 erhöhen. Derzeit sind es 111. Rund 80 Prozent der Grundschüler wählen ihre eigene Gesamtschule an. Zum Schuljahr 2020/21 findet der erste Übergang zur wieder eingerichteten gymnasialen Oberstufe statt. Die Gemeinde Lehnin reagiert auf die hohe Nachfrage im kommenden Haushaltsjahr mit einer Erweiterung der Unterrichtsräume.

Von Frank Bürstenbinder

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