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Groß Kreutz Feuerwehr löscht Brand am Götzer Berg
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Feuerwehr löscht Brand am Götzer Berg
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16:41 06.08.2018
Am Montagvormittag waren noch Glutnester zu bekämpfen. Quelle: Christine Lummert
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Götz

Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr war einer der größten touristischen Anziehungspunkte der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) nicht in Gefahr. Am Sonntagabend gegen 19 Uhr kam aus der Leitstelle die Nachricht, dass im Wald auf dem Götzer Berg, einige hundert Meter vom beliebten Aussichtsturm entfernt, ein Feuer ausgebrochen sei.

„Zuerst wurden die Wehren aus Götz, Jeserig, Groß Kreutz und Schenkenberg alarmiert, die übrigen Wehren der Gemeinde aus Bochow, Deetz, Krielow und Schmergow kamen als Verstärkung dann zu einem späteren Zeitpunkt dazu“, erklärte Kristian Titsch, der als Gemeindewehrführer von Groß Kreutz (Havel) den gesamten Einsatz koordinierte.

Alle Ortswehren der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) sowie weitere Kameraden aus der Region rückten zum Löschen eines Waldbrandes auf dem Götzer Berg aus. Insgesamt waren etwa 90 Feuerwehrleute im Einsatz.

Beim Eintreffen am Ort des Geschehens wurde ein Waldbodenbrand festgestellt, der sich auf eine Fläche von zwei Hektar ausgedehnt hatte. „Problematisch war besonders das schwierige Gelände am Götzer Berg“, erklärte Titsch. Die meisten Einsatzfahrzeuge konnten nicht direkt an den Brandort heranfahren. „Zu Fuß und ausgestattet mit Spaten, Hacken und Feuerpatschen mussten die Kameraden erst einmal einige hundert Meter Wegstrecke in den Wald zurücklegen“, sagte der Gemeindewehrführer.

Bergstraße war der Sammelpunkt

Sammelstelle und Anlaufpunkt für den Einsatz und die nachalarmierten Kameraden war die Bergstraße, etwa auf halber Strecke zwischen Götz und dem Gemeindeteil Götzer Berge. Von dort wurden auch die Löscharbeiten koordiniert, für die während der Nacht von Sonntag auf Montag bis zu 90 Feuerwehrleute aus der ganzen Gemeinde im Einsatz waren.

„Wasser haben wir zuerst im Pendelbetrieb aus drei Löschbrunnen geholt, damit ein großes Faltbecken an der Bergstraße befüllt und von dort nach oben an die Einsatzstelle zur Brandbekämpfung gepumpt“, erklärte Titsch das Vorgehen der Feuerwehrleute.

Landwirt und Entsorgungsfirma geben Unterstützung

Unterstützung kam auch von anderer Seite. Die Märkische Entsorgungsanlagen-Betriebsgesellschaft (MEAB) beteiligte sich ganz unbürokratisch nach einem Anruf von der Feuerwehr am Pendelbetrieb zu den Wasserbrunnen. „Alarmiert durch die weithin sichtbare Rauchwolke hat auch Bauer Timo Wessels aus Damsdorf Hilfe angeboten und wir haben die Unterstützung dankbar angenommen“, erklärte Titsch.

Drei Stunden konnten die Kameraden sich so behelfen, dann machte sich die lang anhaltende Hitzewelle aber auch bei der Beschaffung des Löschwassers bemerkbar. „Die Brunnen gaben nicht mehr her und wir haben parallel schon daran gearbeitet eine neue Versorgungsleitung aufzubauen, was mit hereinbrechender Dunkelheit auch nicht leicht war“, erklärte Titsch. Seit etwa vier Uhr in der Nacht konnte schließlich auf Havelwasser für die Löscharbeiten zurückgegriffen werden.

Wasser aus mehr als zwei Kilometern Entfernung

Über eine Strecke von etwa zwei Kilometern konnte mit Schläuchen und Pumpen genug Wasser an den Einsatzort auf dem Götzer Berg gebracht werden. Die meisten Flammen waren da schon gelöscht. „Es geht jetzt vor allem darum, noch vorhandene Glutnester abzulöschen“, sagte Titsch.

Die Polizei war ebenfalls vor Ort. Bei einer ersten Untersuchung des betroffenen Gebiets wurde eine illegale Müllentsorgungsstelle entdeckt und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dort der Brand seinen Ursprung hatte. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zum Verdacht einer fahrlässigen Brandstiftung.

Feuerwehren lösen sich gegenseitig ab

Die Kameraden aus der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) durften sich nach einer anstrengenden Nacht kurz nach sieben Uhr vom Einsatzort verabschieden. Zu ihrer Ablösung wurden Feuerwehrleute aus Wenzlow, Golzow, Derwitz, Damsdorf und Trechwitz alarmiert. „Die Kameraden sind jeweils zwei Stunden im Einsatz, dann dürfen sie sich eine Pause gönnen“, beschrieb der Einsatzleiter das Vorgehen. Bis zum Montagabend werden die Feuerwehrleute am Götzer Berg noch aktiv bleiben.

Von Christine Lummert

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