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Große Pläne für den September

Fredersdorf Große Pläne für den September

Fredersdorf (Potsdam-Mittelmark) will im September als Gastgeber der Aktion „48 Stunden Fläming“ und des 14. Flämingmarktes ganz groß rauskommen. Dafür laufen die Vorbereitungen bereits jetzt auf Hochtouren. Nicht nur eine echte Bauernhochzeit wird es geben, auch auf der Theaterbühne geht es zur Sache. Dabei ehrt das Stück eine lang gepflegte Tradition.

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Schön hier in Fredersdorf: Silke Frohnsdorf, Jannik Kaase, Maria Sternberg und Heidi Siebert (vordere Reihe von links) und Bodo Sternberg, Joachim Muschert und Thomas Kaase (hintere Reihe von links) freuen sich bereits auf das erste Septemberwochenende.

Quelle: Christiane Sommer

Fredersdorf. Der Bekanntheitsgrad von Bad Belzigs Ortsteil Fredersdorf dürfte im Herbst weiter wachsen. Denn am zweiten Septemberwochenende ist das 380 Seelen-Dorf Gastgeber der Aktion „48 Stunden Fläming“ und zugleich Ausrichter des 14. Flämingmarktes. „Wir erwarten zwischen 4000 und 5000 Besucher“, erklärt Ortsvorsteher Bodo Sternberg. Aktuell laufen die Vorbereitungen. Dafür arbeitet das Dorf eng mit dem Veranstalter – der Lokalen Aktionsgruppe Fläminghavel – zusammen.

Außerdem haben die Fredersdorfer ihrerseits ein zehnköpfiges Festkomitee gegründet, das im Dorf die Fäden der Organisation und Vorbereitung in den Händen hält. „Wir setzen dabei auf unser bewährtes Komitee, das bereits 2013 bei der 700-Jahrfeier hervorragend gearbeitet hat“, sagt der Ortsvorsteher. Angst, dem Besucheransturm nicht gerecht zu werden, hat niemand in der Gruppe. „Wir haben 20 Jahre das Bettenrennen organisiert und in Spitzenjahren bis zu 12 000 Besucher hier gehabt“, sagt Silke Frohnsdorf und zeigt sich zuversichtlich.

Viel los bei der Aktion

60 Stände sollen im historischen Dorfkern und vor dem Freibad aufgebaut werden. Mittendrin präsentieren die Fredersdorfer ihren Heimatort. In der Kirche sind Ausstellungen und viel Musik geplant. „Und am Sonnabend erwartet die Besucher eine echte Bauernhochzeit“, verrät Silke Frohnsdorf. Die wird aber keinesfalls für die 48 Stunden-Aktion nachgestellt, sondern findet real statt. Mit allem drum und dran – von den Blumenkindern, die vor den Brautleuten gehen, bis hin zur Hochzeitskutsche.

Den Brautleuten dürfte auf dem Weg zum Altar damit eine gehörige Portion Aufmerksamkeit zuteil werden. „Nur für einen kurzen Moment, wenn sie sich das Ja-Wort geben, bleibt die Kirche für die Öffentlichkeit geschlossen“, ergänzt Maria Sternberg.

Im Dorf wird bis heute die heimische Mundart gepflegt

Einen weiteren Höhepunkt kündigt die Gruppe für Sonntag an. Im Dorf wird bis heute die heimische Mundart gepflegt: das Fredersdorfer Platt. „Maria hat eine neue Geschichte aufgeschrieben und die wird aufgeführt“, verrät Bodo Sternberg. In der Gruppe macht sich ein verschmitztes Grinsen breit. Bereits zum Ortsjubiläum 2013 hatte die schreibfreudige Fredersdorferin mit Unterstützung weiterer Enthusiasten eine ganze Reihe von Begebenheiten aus dem Dorfalltag in der Sprache der Altvorderen zu Papier gebracht.

„Die neue Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich Anfang der 1980er Jahre zugetragen hat“, erklärt Maria Sternberg. „Einige Dorfbewohner erinnern sich noch daran.“ Mehr wird jedoch nicht verraten. Nur noch soviel: Die Episode wird als Zwei-Personen-Stück aufgeführt.

Platt wie eine Fremdsprache

Die Darsteller sind Thomas Kaase und Sohn Jannik. Die beiden gehören deshalb zum kleinen Kreis der Eingeweihten. Schließlich muss das „Fräesdörp platt“ noch ordentlich geübt werden. Während Thomas Kaase mit der heimischen Mundart über seine Großeltern noch aufgewachsen ist, ist sie für den Neunjährigen eine Fremdsprache. Auf die Frage nach dem Schwierigkeitsgrand bemerkt er dennoch lachend: „Es geht.“

Joachim Muschert, im Dorf als Experte für Riesenkürbisse bekannt, verspricht rekordverdächtige Giganten. Inklusive Kürbiswein, Kürbisbowle und Kürbissuppe. Ausgewählte Kerne sind gesät, jetzt heißt es abwarten und gießen. „Heidi Siebert lädt außerdem zu Rundgängen durch die alte Wassermühle und unsere Wanderleiter zu Wanderungen auf dem Biberwanderweg ein“, ergänzt Bodo Sternberg, der sich über das Engagement der Einwohner freut.

Die Aufzählung der Fredersdorfer Beiträge zum Gelingen der Großveranstaltung könnte er noch weiter fortsetzen. Der Ortsvorsteher sieht dem Großereignis im September auf jeden Fall sehr zuversichtlich entgegen.

Von Christiane Sommer

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