Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -9 ° Schneeschauer

Navigation:
Große Rettungsaktion am zugefrorenen See

Hubschraubereinsatz in Ferch Große Rettungsaktion am zugefrorenen See

Zwei herrenlose Fahrräder am Ufer des Schwielowsees haben einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und DLRG ausgelöst. Passanten hatten Alarm geschlagen, weil sie befürchteten, Menschen seien ins Eis eingebrochen. Es kamen Erinnerungen an 2009 hoch – vor allem, als ein damaliger Retter und der damals Gerettete auftauchten.

Voriger Artikel
Audi verwüstet Autobahnabfahrt
Nächster Artikel
1000 Akten unter der Lupe

Die Suchaktion verlangte den Einsatzkräften viel ab. Zum Glück war aber niemand, wie befürchtet, eingebrochen.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Ferch. Zwei herrenlose Fahrräder an einer wilden Badestelle in Ferch-Mittelbusch am Schwielowsees haben am Dienstag gegen 14 Uhr zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr Schwielowsee und Tauchern aus Potsdam geführt. Auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft war vor Ort. Passanten hatte die Leitstelle informiert, weil sie befürchtet haben, dass Unbekannte das vermutlich dünne Eis des Sees betreten hatten und möglicherweise eingebrochen waren. Mehr als 45 Einsatzkräfte und ein Hubschrauber waren wenige Minuten nach dem Notruf vor Ort und suchten im Uferbereich den See ab.

Schnell hatte sich herum gesprochen, dass bereits 2009 in der Nähe des Einsatzortes ein Mann eingebrochen war und damals von zwei Rettern in einer dramatischen Aktion mit einer langen Stange aus dem Wasser gezogen worden war. Auch diesmal war einer der Retter, der 75jährige Heinz Franzke wieder vor Ort. „Ich war mit meinem Hund unterwegs und habe mich über den Großeinsatz gewundert“, sagte Franzke am Dienstagabend nach dem Einsatz auf Nachfrage der MAZ. Während der Suchaktion am Dienstag am Schwielowsee sollte sich dann herausstellen, dass der Mann, der damals eingebrochen war, wieder auf dem See unterwegs war. „Andere ruft der Berg, mich der See“, war von dem Freizeit-Eishockeyspieler zu hören, als er mit seinem Sohn von seinem Ausflug auf dem Eis zurückkehrte und sich über das Großaufgebot der Polizei und Feuerwehr am See wunderte. Franzke und der Eisläufer kennen sich, sie sind fast Nachbarn. Zum Glück musste Franzke seinen Nachbarn diesmal nicht aus dem See retten. Die Befürchtungen der Passanten hatten sich nicht bestätigt. Es hätte aber auch anders kommen können. Die Polizei warnt immer wieder vor dem Betreten der Eisflächen. Und der Einsatz der Polizei war sehr aufwendig, den Zeugen sitzt jetzt noch der Schreck in den Gliedern.

Von Regine Greiner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg