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Potsdam-Mittelmark Großer Applaus für die Kleine Bühne
Lokales Potsdam-Mittelmark Großer Applaus für die Kleine Bühne
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00:34 25.04.2018
Zum Geburtstag gab es auch eine Hommage an die ersten Inszenierung aus dem Jahr 2007: „Minna Magdalena“ – hier mit Christine Hofer und Paul Barrett. Quelle: Jens Steglich
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Michendorf

Als sich 2007 die ersten Enthusiasten fanden, um zum 100-jährigen Bestehen von Wilhelmshorst ein Theaterstück aufzuführen, konnte keiner ahnen, was für eine ungewöhnliche Geschichte daraus entstehen würde. Eine Geschichte, die alles zu bieten hat, um selbst eines Tages zum Stoff für ein Theaterstück zu werden: viele Erfolge und eine Niederlage, Freude, Lachen und Kunstgenuss, aber auch Tränen und Tragik.

Ortrud Meyhöfer, Vorsitzende des Theatervereins „Kleine Bühne Michendorf“, sprach am Samstag in einer Rückschau von einem Wagnis, damals ohne Spielstätte, ohne Eintrag ins Vereinsregister loszulegen. Nur getragen von einer enormen Spielfreude und der Lust auf Theater begann eine kleine Erfolgsgeschichte, sagte sie im Langerwischer Gemeindezentrum, dem Ort, an dem das zehnjährige Bestehen der „Kleinen Bühne“ gefeiert wurde, die zum 100. Geburtstag von Wilhelmshorst ihre Geburtsstunde hatte.

In Langerwisch ließen Freunde und Mitstreiter des Theaterensembles die zehn Jahre Revue passieren – mit Bildern, Liedern, Zeitungskritiken und einer Hommage an die erste Inszenierung aus dem Jahr 2007, dem Curt-Goetz-Werk „Minna Magdalena“.

Wer als Außenstehender zwischen den Jahren das Geschehen aus den Augen verloren hatte, durfte sich mehrfach die Augen reiben und eingestehen: „Märchen können auch wahr werden.“ Es klingt jedenfalls wie ein Märchen, wenn man davon erzählt, wie in der kleinen Gemeinde Michendorf ein Theaterensemble entsteht und 2010 auch noch ein eigenes Theaterhaus. Dem Unkundigen muss man dann noch erklären, warum der zehnte Geburtstag der Kleinen Bühne nicht dort, sondern in Langerwisch gefeiert wurde. Und schon ist man beim Drama, das sich 2014 hinter den Kulissen abspielte und zum Streit und zum Bruch zwischen Theatererbauer Siegfried Patzer und der Kleinen Bühne führte.  Seither hat die Gemeinde zwei Theater.

Eine Wiedervereinigung ist nicht in Sicht, sagte Ortrud Meyhöfer, die Schelte vermied und unterschwellig sogar eine kleine Laudatio auf die Leistungen Siegfried Patzers hielt. Theater brauche aber auch eine gehörige Portion Liebe, Intimität und Distanz. „Und es erfordert Respekt, gegenseitigen Respekt“, sagte sie in ihrer Geburtstagsrede.

„Wir sind vor zehn Jahren mit viel Begeisterung gestartet. Die Begeisterung ist geblieben“, sagte Klaus-Dieter Becker, ein Mime der ersten Stunde. Ihr Stammpublikum haben die Akteure der Kleinen Bühne auch behalten, obwohl sie seit 2015 keine feste Spielstätte mehr haben. Auch am Samstag gab es großen Applaus für die „Kleine Bühne“ . Becker nennt das Konzept von Vorteil, Theater für Leute vor Ort von Leuten vor Ort zu machen. „Die Zuschauer sehen, was ihre Nachbarn und Bekannten für ein Talent haben.“

Die langfristige Vision bleibt, wieder eine eigene Spielstätte zu haben, sagte Ortrud Meyhöfer. Kurzfristig tun sich auch neue Möglichkeiten auf: Im Ex-Sensconvent-Hotel soll der Theaterverein einen Proberaum bekommen und im Michendorfer Bahnhof könnte sich eine Tür für eine Spielstätte öffnen. „Wir haben gute Gespräche mit dem Bahnhofsinvestor geführt“, so die Vereinschefin. Im Kellergewölbe des Stationsgebäudes könnte Theater gespielt werden, wenn die Brandschutzauflagen es zulassen.

Von Jens Steglich

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