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Potsdam-Mittelmark Großer Druck durch engen Zeitplan
Lokales Potsdam-Mittelmark Großer Druck durch engen Zeitplan
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16:33 30.06.2017
Das 1723 errichtete Alte Herrenhaus, das zum Ensemble des Reckahner Schlosses gehört, soll ein Gemeinde- und Kongresszentrum werden. Quelle: Marion von Imhoff
Reckahn

So groß die Freude und Euphorie auch sind über die beginnende Sanierung des Renaissance-Baus in Reckahn, es hat sich Ernüchterung hinzugesellt. Der Grund: Der Zeitplan, in dem das 2,5-Millionen-Euro-Projekt des Jugend-, Kultur-, Gemeinde- und Konferenzzentrums baulich abgeschlossen werden muss, ist kaum noch zu schaffen. Offen gesteht Hanno Schmitt, Vorsitzender der Stiftung „Der Kinderfreund“, die Eigentümer des Objektes ist, die große Sorgen ein. Die Angst ist groß, dass das Fördergeld verloren geht.

Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner (SPD) bestätigt: „Dass wir es nicht schaffen, will ich so zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, schwierig aber wird es, ja.“ Bis zum 31. Dezember 2018 muss der Bau nicht nur fertig gestellt, sondern gegenüber der Förderstelle auch abgerechnet sein. Bis dahin muss ein fast abrissreifes im Kern rund 400 Jahre altes Gebäude grundsaniert sein. „Wir wussten, dass wir zeitlich sehr unter Druck sind“, so Brückner.

Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner (SPD) bei der feierlichen Grundsteinlegung im Reckahner Renaissance-Bau im Mai. Quelle: JACQUELINE STEINER

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass es nun doch nicht, wie geplant, einen Keller geben wird. „Wir müssen umplanen und eine Alternative überlegen, um die räumlichen Kapazitäten einzurichten.“ Denkbar sei ein Anbau oder ein Wintergarten.

Zwar wurde im Mai die Grundsteinlegung gefeiert, seitdem ruht jedoch der Bau. Architekt Stephan Heinlein vom zuständigen Architekturbüro Behrens& Heinlein in Potsdam kündigte den Beginn der Bauarbeiten in spätestens vier Wochen an. „Die Feinabstimmungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege sind abgeschlossen.“ Auch er sagt: „Schaffen wir es nicht, die Fördermittel bis Ende 2018 abzurechnen, gehen sie uns verloren.“

1,12 Millionen Euro vom Bund und 1,4 Millionen von der Gemeinde

Tatsächlich geht es um 1,12 Millionen Euro vom Bund. Die übrigen 1,4 Millionen Euro kommen von der Gemeinde Kloster Lehnin, die auch für die Baubegleitung verantwortlich ist. Es ist die größte Investition im derzeitigen Haushalt der Kommune. Dass das Bundesfördergeld bewilligt wurde, ist dem Engagement des heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu verdanken, zu dessen früherem Bundestagswahlkreis Reckahn gehört.

Der erdrückende Zeitplan ist auch verantwortlich dafür, dass nun die Kellerpläne begraben werden. Die Sorge ist, dass „Dinge da im Boden sind, die den Zeitplan noch mehr beeinträchtigen“, sagt Brückner. Niemand wisse, was für mögliche Gewölbe oder andere, dann zu sichernde Funde, bei Erdarbeiten unter dem Gebäude ans Licht kämen.

Behutsames Vorgehen kostet Zeit

Der Bauzustand des 1723 errichteten früheren Herrenhauses erfordert behutsames Vorgehen. Es ist nicht zu vergleichen mit dem Hochziehen eines Neubaus. Schmitt jedoch gibt sich kämpferisch nach dem Motto, es kann nicht sein, was nicht sein darf: „Die Fördergelder werden bis Ende 2018 abgerechnet werden.“ Andernfalls „verfällt das Geld“. Brückner sagt es so: „Die Firmen müssen flott hintereinander arbeiten. Es darf jetzt einfach nichts mehr passieren.“

Von Marion von Imhoff

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