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Großes Angebot im kleinen Dorfladen

MAZ zu Hause ... in Töplitz Großes Angebot im kleinen Dorfladen

Der kleine Einkaufsmarkt am Töplitzer Dorfplatz ist seit 34 Jahren im Besitz der Familie Zosky – Mutter Gisela und Tochter Kathrin stehen heute zumeist noch zusammen im Laden. Wer in Töplitz etwas braucht, kommt hierher. Das Angebot ist über die Jahre immer größer geworden und neuerdings werden hier auch Angler fündig.

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Carla Herrmann, Kathrin Zosky und Gisela Zosky (v.l.) schätzen die familiäre Atmosphäre im Einkaufsladen.

Quelle: Franziska Appelt

Töplitz. Egal ob Hausschuhe, Briefmarken, Blumen oder seit Neuestem auch Angelbedarf – wer in Töplitz etwas benötigt, kommt zu Kathrin Zosky (50) in den Einkaufsmarkt am Dorfplatz. Auf der 135 Quadratmeter großen Verkaufsfläche wird jeder Bedarf gedeckt: „Hier gibt es alles“, sagt Petra Schimpf von der Kindertagespflege und kauft rasch einen A5-Briefumschlag für 20 Cent. Es ist ein verregneter Donnerstagvormittag, trotzdem kommt die Kundschaft im Zehn-Minutentakt, zwischendurch klingelt das Telefon und die Post wird gebracht.

Jeder Kunde wird von der Inhaberin persönlich, meist mit Umarmung, begrüßt, bedient oder in ein Gespräch verwickelt. Elke Borgmann wurde von ihrem Mann geschickt, um zwei Dübel zu kaufen. Auch diese bekommt sie direkt zum Ausprobieren mit nach Hause. „Es ist unser Kommunikationszentrum. Man erfährt hier alles Wichtige“, sagt die Töplitzerin. Auch die halbtags angestellte Floristin Carla Herrmann schätzt das persönliche Verhältnis im Laden: „Ich kenne jeden Kunden und weiß, welche Blumen er mag“, sagt die 45-Jährige.

Einst im Angebot: Dünger, Baustoffe und Futter

Auch die Töplitzer schätzen das Angebot des Einkaufsmarktes sehr. Erst Ende Februar, zu Zoskys 50. Geburtstag, kamen hundert Gratulanten in das kleine Geschäft und rührten die Besitzerin damit zu Tränen.

Seit 1983 existiert der Markt in Töplitz‘ Zentrum und übernimmt die Versorgung der Bewohner. Seit 34 Jahren ist er im Familienbesitz. Früher wurden vor allem Dünger, Baustoffe und Futter gehandelt. Heute sind es die Vielfalt an Waren und verschiedenste Dienstleistungen, die der Einkaufsmarkt nach und nach integriert hat, da sich die einzelnen Geschäfte im Dorf nicht rentierten.

Neben der Post und Lotto gibt es einen Wäsche- und Schusterservice, Gasflaschen können ausgetauscht, Angelkarten gekauft und Blumengestecke bestellt werden. Früher hätte es gereicht, wenn eine Kaffeemaschine vorrätig war und innerhalb von wenigen Tagen wurde neue Ware bestellt. Hinter der Verkaufstheke stapeln sich nun die Kartons wie ein Mosaik. „Wenn ich die Maschine nicht in grün und mindestens sieben verschiedene Anbieter im Sortiment habe, kauft der Kunde nicht“, berichtet Zosky von der aktuellen Verkaufslage.

Unterstützung von Mutter Gisela Zosky

Noch wird sie von Mutter Gisela im Verkauf unterstützt. Die 72-Jährige ist ein Töplitzer Urgestein und seit Eröffnung des Ladens Verkäuferin. Die beiden sind ein gutes Team und ergänzen sich seit jeher im Laden und zu Hause. Tochter Kathrin wollte eigentlich Kindergärtnerin werden. Als dieser Plan scheiterte, fand sie ihre wahre Leidenschaft als Wirtschaftskauffrau und schließlich im eigenen Laden, in den sie ihre ganze Energie steckt.

Als Ausgleich singt sie im Kirchenchor und arbeitet in ihrem Garten. Urlaub hatte sie jedoch seit fünf Jahren nicht mehr als drei Tage, schließlich hat der Laden sogar Samstagvormittag geöffnet. Die Töplitzerin plant nun einen halben Schließtag am Dienstagvormittag.

Töplitz wird in diesem Jahr 704 Jahre alt

1738
Menschen leben im Ortsteil Töplitz (Stand 2016, Melderegister Werder), darunter 909 Männer und 829 Frauen. Der Gemeindeteil Leest gehört zu Töplitz und beherbergt 293 Einwohner.

Politik: Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2014 lag bei 51,7 Prozent. Stärkste Kraft ist Bürger Bund Töplitz (BBT) mit 67,3 Prozent, gefolgt von der CDU mit 16,4 Prozent, der Fraktion Grüne mit 9,8 Prozent und der SPD mit 6,5 Prozent. Ortsvorsteher ist Frank Ringel (BBT).

Von Franziska Appelt

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