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Potsdam-Mittelmark Großes Geheimnis bis zum Premierenabend
Lokales Potsdam-Mittelmark Großes Geheimnis bis zum Premierenabend
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18:22 18.03.2018
Im Projektzirkus Sperlich haben Wiesenburger Schüler in der Manege viel gelernt und ihre diversen Talente bewiesen. Quelle: Christiane Sommer
Wiesenburg

Eine Woche lang hat der Projektzirkus von André Sperlich neben der Wiesenburger Sporthalle Quartier bezogen. Für die Schüler der benachbarten Grundschule „Am Schlosspark“ ist damit ein großes Abenteuer verbunden. Anstatt in den Rängen zu sitzen und von dort zusehen zu müssen, haben sie die Zirkusshow selbst präsentiert. Zuvor jedoch musste über drei Tage hinweg intensiv trainiert werden. Mathe und Deutsch dürfen ausnahmsweise ausfallen. Denn Artistik steht dann auf dem Lehrplan. „Der Zirkus ist mittlerweile zum dritten Mal bei uns“, erzählt Schulleiterin Ilona Zehnsdorf.

Im Zirkusprojekt haben Wiesenburger Grundschüler ihre diversen Talente bewiesen. Zum Abschluss gab es eine tolle Vorstellung in der großen Manege. Tolle Kostüme und schöne Fotomotive gab es zu bewundern.

Was von den Jungen und Mädchen im Zirkusrund einstudiert wird, bleibt bis zum Premierenabend ein streng gehütetes Geheimnis. Während das Publikum zu später Stunde in Richtung Zirkuszelt strömt, begegnen ihm bereits Feuerspucker, Piraten, Fakire, Magier, Dresseure und Akrobaten. Sie flitzen von der Turnhalle, die zur großen Garderobe umfunktioniert ist, in das Chapiteau.

Eltern, Großeltern und Geschwister bekommen durch diese Begegnungen einen kleinen Vorgeschmack auf das mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitete Programm. Im Zirkuszelt werden sie sodann von Poppkorn- und Zuckerwatteduft umwabert.

Große Aufregung hinter den Kulissen

„Unsere Jungen haben kein einziges Wort erzählt. Ich lass mich überraschen“, sagt Edith Schulze aus Medewitzerhütten, nachdem sie einen Platz mit guter Sicht im Zirkuszelt ergattert hat. Dann fiebert die Ruheständlerin der Revue entgegen – gespannt auf die Urenkel, die Teil der Show sein werden.

Hinter den Kulissen geht es zu diesem Zeitpunkt nicht minder aufgeregt zu. Endlich ist es soweit. Mit einer Lasershow wird die Aufführung eröffnet. Die Mädchen und Jungen treten in die bunte Zirkuswelt ein. Ihr Zirkustraum mit Clownerie, Jonglage, Artistik und Zauberei beginnt. Über zwei Stunden sind die Grundschüler, die beim Tüchertanz noch Unterstützung durch die angehenden ABC-Schützen des örtlichen Kindergartens bekommen, die Stars der Manege. Während der Darbietungen werden sie durch das Zirkusteam und das Lehrerkollegium unterstützt. Jeder Auftritt wird zu einem Erfolg und mit viel Applaus bedacht.

Begeisterte Besucher sparen nicht mit Beifall

Auch Edith Schulze spart nicht mit Beifall. „Da gibt es heute Abend noch viel zu erzählen“, sagt sie sichtlich stolz auf die beiden Urenkel. Den zehnjährigen Simon hat sie als Pirat im Programm ausgemacht, den siebenjährigen Rodney in der Taubendressur. „Es war wunderbar“, zollt die Großmutter allen Schülern Anerkennung.

Im Publikum ist auch des neunjährige Hugo Kamradt. Er lernt an der Geschwister-Scholl-Grundschule in Bad Belzig und erzählt, dass er nach Wiesenburg gekommen ist, um seinen Freund Oskar im Zirkusprogramm zu erleben. „Es war toll, mir hat das Programm sehr gut gefallen. Aber schade, dass der Zirkus noch nie bei uns in Bad Belzig war“, so sein Fazit.

Erfolgskonzept für den Zirkus

Unter dem offiziellen Namen „1. Ostdeutscher Projektzirkus“, sind die Sperlichs, die aus dem Zirkus Hein hervorgegingen, inzwischen in ganz Deutschland unterwegs und an vielen Schulstandorten gute Bekannte. Auch im Fläming, wo die Zirkusleute bisher alle Schulen besucht haben – bis auf die in der Kur- und Kreisstadt. Aus ihrer Idee, den Zirkus in die Schule zu bringen, ist ein Erfolgskonzept geworden.

INTERVIEW

Ilona Zehnsdorf ist Leiterin der Grundschule „Am Schlosspark“ in Wiesenburg Quelle: MAZ-Archiv

Ilona Zehnsdorf ist Leiterin der Grundschule „Am Schlosspark“ in Wiesenburg. Für sie ist das Zirkusprojekt keine Premiere.

Frau Zehnsdorf, der Projektzirkus besucht die Grundschule bereits zum dritten Mal. In welchem Abstand?

Ilona Zehnsdorf: Alle fünf Jahre ist der Zirkus zu Gast. Wir planen so, dass jedes Kind das Zirkusprojekt während seiner Schulzeit einmal erlebt. Die Kinder, die bereits während der Kita-Zeit dabei waren, haben Glück und erleben das Abenteuer zweimal.

Ist das ein Wunsch der Schüler oder auch der Lehrer?

Unser aller Wunsch. Wir sprechen jetzt schon über das nächste Mal und werden uns einen Termin in fünf Jahren vormerken lassen.

Wie erfolgt die Einteilung der Kinder?

Die Schüler können einen Erst- und einen Zweitwunsch äußern. Wenn es mit dem ersten nicht klappt, dann jeweils mit dem zweiten. So gibt es nie Probleme.

Wie wird das Zirkusprojekt finanziert?

Den Mammutteil übernimmt der Schulförderverein. Der Rest wird über die Eintrittskarten aus drei Vorstellungen finanziert. Sozial schwache Familien können außerdem einen Zuschuss aus dem Sozialfonds erhalten.

Von Christiane Sommer

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