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Potsdam-Mittelmark Großes Interesse für neue Schulform
Lokales Potsdam-Mittelmark Großes Interesse für neue Schulform
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15:13 12.11.2017
Großer Andrang herrschte bei der ersten Elternversammlung zur neuen Gesamtschule mit Abiturstufe in Treuenbrietzen. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Die Erwartungen an die neue Gesamtschule mit Abiturstufe für den Süden des Landkreises Potsdam-Mittelmark sind hoch. Das wurde am Freitagabend bei der ersten Versammlung am Gymnasium in Treuenbrietzen deutlich. Rund 200 Eltern und Schüler – nicht nur aus der Stadt selbst – wollten sich in der voll besetzten Stadthalle über den bislang in der Region noch nicht verfügbaren Bildungsweg informieren. Nach vier Jahren des engagierten Ringens vor Ort war nun im Oktober – noch vom zurückgetretenen Bildungsminister Günter Baaske (SPD) – die Genehmigung erteilt worden. Die bei Eltern und Schülern allgemein im Land immer beliebter werdende Schulform kann nun zum nächsten Jahrgang 2018/19 starten.

Start mit vier siebten Klassen angestrebt

„Wir sterben einen Beginn mit vier siebten Klassen und rund 100 bis 120 Schülern an“, erklärte Michael Knape (parteilos), Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen. Sie ist seit 1991 Träger des Gymnasiums „Am Burgwall“, das parallel und schrittweise nun zur Gesamtschule werden soll. „Wir wachsen nach dem Start im nächsten Schuljahr langsam auf, das ist gut für alle Beteiligten“, sagte Gerd Ulbrich. „Ich bin überzeugt von der neuen Schulform, die aus pädagogischer Sicht viele Vorteile bietet“, so der Schulleiter. „Das war ein gute Entscheidung der Politik bei Land, Kreis und Kommune für die gesamte Region“, sagte der Direktor.

Er geht davon aus, „dass wir von den Kapazitäten her jeden aufnehmen können, der sich bewirbt“. Anders als beim Gymnasien gibt es keine Zugangsvoraussetzungen. Die Absicherung der zunächst zusätzlich nötigen drei Lehrerstellen zum Startjahr sei gegeben. „Es gibt schon viele Bewerbungen von Kollegen, die hier arbeiten wollen“, sagte Ulbrich.

Für die Besucher des Informationsabends bot die Schülerfirma des Gymnasiums Stärkung an. Quelle: Thomas Wachs

Die Stadt hat zunächst maximal eine Fünfzügigkeit beschlossen. Immerhin müssen in den nächsten Jahren zur weiteren Entwicklung der Schule mit am Ende dann circa 600 Schülern auch Schritt für Schritt bauliche Anpassungen erfolgen. „Dazu haben wir Machbarkeitsstudien auf den Weg gebracht. Dabei sollen Architekten an den Standorten des Gymnasiums wie auch der Grundschule Entwicklungsmöglichkeiten ausloten“, sagte Bürgermeister Knape. Zum Schulstart sei die vorgeschriebene Größe der Räume vorhanden.

Eltern, die auch aus dem Raum Beelitz, Brück und Borkheide sowie Jüterbog zum Informationsabend erschienen waren, interessierten sich auch für den künftigen Schülerverkehr. Die Stadtverwaltung sowie Eltern derzeitiger Schüler des Gymnasiums verwiesen dazu auf gute Erfahrungen mit angemessenen Fahrzeiten bisher. „Erste Gespräche mit den Verkehrsbetrieben zur neuen Situation sind geführt“, erklärte Bürgermeister Michael Knape. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark stelle sich aktiv seiner Verantwortung und seiner Pflicht, jeden Schüler der Region dann zur nächstgelegenen Gesamtschule zu transportieren. „In Teltow-Fläming braucht es da noch etwas Unterstützung und Überzeugungsarbeit“, so der Bürgermeister.

Informationen nicht überall erwünscht

Er bedauerten zudem, „dass wir für die Vorstellung unserer Pläne für die neue Gesamtschule gar nicht in allen Grundschulen der Region willkommen sind“, so Knape. Das beklagen auch interessierte Eltern, wie betroffene Mütter aus Borkheide sowie aus Beelitz beim Elternabend berichten.

Termine für Informationen und Schuppertage

Auf einer Gesamtschule können Schüler alle Bildungsabschlüsse bis hin zum Abitur erreichen.

Informationsabende an Grundschulen finden statt am 15. November in Niemegk, am 21. November in Blönsdorf, am 27. November in Treuenbrietzen sowie am 5. Dezember in Brück – dort gemeinsam mit der örtlichen Oberschule.

Schuppertage mit Probeunterricht gibt es am 28. November und am 6. Dezember sowie einen Tag der offenen Tür am Sonntag, 21. Januar.

Frank Schiffmann (SPD), Ortsvorsteher in Neuendorf bei Brück und Stadtverordneter, bedauerte das Scheitern der zwischenzeitlich angestrebten Kooperation mit der Oberschule Brück. „Das war eine gut Idee“, sagte er beim Elternabend. Er fürchte Probleme für die Oberschulen in Brück und Beelitz. Doch werde es in der Praxis Kooperationen geben. „Dazu gab es am Freitagnachmittag in Brück konstruktive Gespräche für vertragliche Regelungen“, erklärte Knape. Genutzt werden sollen die ausgezeichneten Erfahrungen der dortigen Oberschule zur Berufsvorbereitung. „Wir sind für die Oberstufe der Gesamtschule ja auch auf alle Oberschulen der erweiterten Region angewiesen und streben bis zur zehnten Klasse eine möglichst wohnortnahe Bildung an, die danach einen Wechsel möglich macht“, sagte Bürgermeister Michael Knape.

Von Thomas Wachs

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