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Großes Treffen der Familie namens Moritz

Rädigke Großes Treffen der Familie namens Moritz

Die Moritz-Forschung bringt immer wieder neue Erkenntnisse an den Tag. Immer neue Details bereichern die Arbeit der Hobby-Forscher. Beim zweites Treffen der Namensträger in der Fläming-Bibliothek kamen rund 20 Angehörige zusammen.

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Günther und Erika Belitz haben in zwei Jahren ihrer Ahnenforschung viele neue Personen ihrer Moritz-Familie gefunden. Die Ergebnisse haben sie in einer Ahnentafel auf einer 2,33 Meter langen Papierrolle mitgebracht.

Quelle: Johanna Uminski

Rädigke. In der einladenden Fläming-Bibliothek der Gaststätte von Rädigke sitzen Bernd Moritz und etwa 20 Gäste in einem gemütlichen Kreis, fachsimpeln und tauschen sich bei Kaffee und Kuchen aus. Bereits zum zweiten Mal fand das Moritztreffen statt, bei dem sich die Anwesenden mit ihren Vorfahren, genauer gesagt der Familie Moritz, auseinandersetzen.

Alle in dem Raum sind irgendwie miteinander verwandt, wenn auch vielleicht nur weitläufig. Kennengelernt und zusammengefunden haben sich die Moritzen aus Rädigke, Kranepuhl, Bad Belzig, Lehnsdorf, Fredersdorf, Schwanebeck, Wittenberg und Medewitz überwiegend über das Treffen, das vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde.

Zweites Moritz-Treffen

Das Moritztreffen in der Rädiger Gaststätte fand zum zweiten Mal statt.

Die Teilnehmer kamen aus Rädigke, Kranepuhl, Bad Belzig, Lehnsdorf, Fredersdorf, Schwanebeck, Wittenberg und Medewitz.

Gaststättenbesitzer Bernd Moritz besucht auf seinen Urlaubsfahrten gerne Orte, die mit seinem Familiennamen etwas zu tun haben. So war er bereits auf der Moritzburg in Halle, bei Dresden und in Österreich. Besuche in Moritzdorf bei Zerbst und auf Rügen waren auch dabei.

Da Familie Moritz ihre Urlaubsreisen noch ganz klassisch mit einer Autokarte planen, können sie so besser nach diesen Orten Ausschau halten und gegeben falls spontan einen Ausflug dort hin machen.

Bernd Moritz beschäftigt sich schon sehr lange mit der Ahnenforschung seiner Familie. Genau kann der Rädigker das nicht mehr beziffern. Vielleicht 25, vielleicht auch schon seit 30 Jahren. Etwa zehn Aktenordner mit Forschungsergebnissen und Dokumenten haben sich in den Jahren angesammelt. Die Suche nach seinen Vorfahren sei zwar nicht lebensnotwendig, aber eben sehr interessant, sagt der Rädigker. Laut einer alten Steuerliste konnte er Simon Moritz nachweisen, der um 1500 in Gömnigk lebte, so Bernd Moritz. „Aus dieser Linie hat sich Adam Moritz 1709 in Rädigke eingeheiratet.“

Wichtig bei der Auswertung der Daten sei immer auf die exakten Geburts- und Sterbeangaben zu achten, denn auch Namen haben sich in Laufe der Zeit leicht verändert. „Da muss man ganz genau hinschauen.“ Bei der Suche nach den Vorfahren begeben sich die Hobby-Forscher in die Standesämter, Kreisarchiv in Bad Belzig oder das Domarchiv in Brandenburg. Aber auch Kirchenbücher und Steuerlisten können wichtige Aufschlüsse und Hinweise liefern. „Bei der Suche wird einem klar, dass die Familie hier schon sehr lange gelebt hat und man kann sich mit der Sache besser identifizieren“, so Bernd Moritz.

Ein ungewöhnliches Familientreffen

Ein ungewöhnliches Familientreffen: Beim Moritztreffen in der Gaststätte Moritz in Rädigke trafen sich Moritze aus Rädigke, Kranepuhl, Bad Belzig, Lehnsdorf, Fredersdorf, Wittenberg, Schwanebeck und Mehdewitz.

Quelle: Johanna Uminski

Bei den Treffen geht es vor allem um den Austausch und neue Erkenntnisse. Dieses Mal hat Familie Belitz aus Kranepuhl Spannendes mitgebracht. Auf einer über zwei Meter langen Papierrolle stehen in einer Ahnentafel 207 zum Teil auch neue Personen. Eine beeindruckende Ausbeute der Forschungsergebnisse von Erika und ihrem Mann Günter Belitz.

Angefangen hat das Ehepaar mit ihrer Suche direkt in der Gegenwart ihrer Familie. „Wir haben viele Cousinen und Cousins“, sagt die Kranepuhlerin. Doch der Anstoß, sich intensiver mit den Vorfahren seiner Familie zu beschäftigen, gab ihnen vor zwei Jahren das erste Moritztreffen. „Danach waren wir infiziert“, schmunzelt die Rentnerin. „Ich finde es sehr spannend zu sehen, dass viele Moritze in der Region verwurzelt sind, weggezogen und zum Teil wieder zurückgekommen sind.“

Ein akribisch ausgeklüngeltes System

Die Ergebnisse notieren und sortieren die Teilnehmer entweder klassisch auf einem Blatt Papier nach einen akribisch ausgeklüngelten System, verwenden den Computer oder das Tablett, so wie Kristin Grünthal, die in ihrer Familie auch Moritze hat. „Man fängt an einer Spur nachzugehen, verläuft sich und landet dann wo ganz anders“, sagt die Schwanebeckerin über ihre Forschung.

Moritze sind in fast allen Orten nachzuweisen. „Wenn man weit zurückgeht und lange genug sucht, dann findet man die Verbindungen auch untereinander.“ Kristin Grünthal habe sich schon immer für ihre Familiengeschichte interessiert. „Auf der Suche sammelt man Puzzlestücke, die irgendwann ein Bild ergeben.“ Spannend sei es dann noch, wenn man auf interessante Geschichten stößt. „Ich habe durch die Forschung meiner Familie herausgefunden, dass meine Eltern weitläufig miteinander verwandt sind“, berichtet sie.

Von Johanna Uminski

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