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Großgarage für Oldtimer hinterm Grenzturm

Zuwachs für Kleinmachnower Europarc Großgarage für Oldtimer hinterm Grenzturm

Das letzte freie Grundstück in dem renommierten Gewerbepark Dreilinden, das direkt an der Autobahn neben Porsche & Co. liegt, ist verkauft. Ein Berliner Investor will dort einen Viergeschosser errichten lassen, in dem Liebhaber-Karossen untergestellt und gepflegt werden.

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Investor Moritz Gädeke will hinterm alten Grenzturm bauen – mit 32 Meter Abstand zum denkmalgeschützten DDR-Relikt.

Quelle: C. Krause

Kleinmachnow. Das letzte freie Grundstück des Europarc Dreilinden direkt an der Autobahn 115 ist verkauft. Eigentümer ist die Gädeke & Sons GmbH Berlin. Moritz Gädeke (30) einer der beiden Söhne des Firmengründers Dirk, ist Geschäftsführer der extra gegründeten GbR Projektgesellschaft, die dort auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Grundstück eine „Aufbewahrung für Oldtimer und Antiquitäten“ errichten lassen will – direkt neben dem alten, denkmalgeschützten Grenzturm, der vom Verein Checkpoint Bravo als Museum genutzt wird. Die künftige Oldtimer-Großgarage befindet sich dann zwischen der gerade eröffneten Hauptvertriebszentrale von BB by Berlin (Parfüm und Kosmetik) und dem Vertriebs-, Miet- und Servicezentrum von Liebherr, einem der größten Baumaschinenhersteller der Welt.

Die besondere Lage und der Wunsch, „noch einmal etwas anderes zu machen“, haben den 30-Jährigen zu dem Projekt in dem renommierten Gewerbepark animiert. „Ich bin hier oft vorbei gefahren und fand es sehr passend“, sagte Moritz Gädeke der MAZ. Der Spross des Berliner Familienunternehmens Gädeke & Sons ist selbst sehr an Oldtimern interessiert und teilt dieses Interesse mit vielen anderen in der Region um Berlin. Da sich seiner Beobachtung nach Ältere als Wertanlage immer öfter Oldtimer beziehungsweise Antiquitäten leisten, oft aber nicht den Platz zu deren Unterbringung haben, will Gädeke eine Aufbewahrung für eben diese Wertgegenstände schaffen. Die Oldtimer-Garage soll Platz zum Lagern von Autos und Motorrädern bieten, aber auch einen Service für deren Reinigung und Restaurierung – „alles aus einer Hand“, wie Gädeke sagt. Seine Projektgesellschaft wolle das Haus später selbst betreiben. Voraussichtlich 15 Arbeitsplätze könnten damit geschaffen werden.

Geplant ist in Dreilinden ein Gebäude mit voraussichtlich vier Etagen. Im Erdgeschoss sollen die Werkstatt, ein Showroom zur Präsentation von Werken regionaler Künstler sowie eine Kaffee-Lounge mit Frühstücks- und Mittagsangeboten für Kunden und Besucher eingerichtet werden. Auf den drei Parkgeschossen könnten sich 130 Miet-Stellplätze – abgeriegelte Boxen – für Autos und zusätzlich etwa 25 Flächen für Motorräder befinden. Gedacht ist zudem an eine Penthouse-Wohnung und Eventflächen für Tagungen oder Feiern. Mit interessierten Kooperationspartnern will Gädeke zudem wechselweise Fahrzeuge ein- und ausstellen, „die über uns verkauft werden“. Gleiches gelte für ausgestellte Kunstwerke.

Über den Investitionsrahmen der Großgarage sei in der Unternehmensfamilie noch nicht entschieden worden, so Gädeke. Mit dem Architekten Peter Kempchen plant der 30-Jährige ein Haus, dessen zwei Untergeschosse im Factory-Look mit Backsteinen und die oberen in hellem Putz gehalten sind. Der Bauantrag werde gerade vorbereitet; Baubeginn könnte „spätestens im Mai 2016“ erfolgen, so Gädeke und die Eröffnung „wäre im Frühjahr 2017 sehr schön“.

Bevor jedoch gebaut wird, müssen die Zauneidechsen abgesammelt und in ein gemeindeeigenes Ersatzhabitat hinter dem Porsche-Areal gebracht werden. 58 Tiere wurden bereits umgesiedelt.

Familienunternehmen Gädeke

Seit 40 Jahren beschäftigt sich das Familienunternehmen Gädeke & Sons mit hochwertigen Bauprojekten.

Durch den Gründer Dirk Gädeke wurden seitdem eine Reihe von Shoppingcentern, Hotelimmobilien und Bürohäusern realisiert.

1989 entwickelte die Gruppe Gädeke & Sons eines der weltweit ersten Designhotels – das „art`otel Kudamm“ in Berlin. Hieraus entwickelte sich eine weitgehende Kompetenz in der Entwicklung und Errichtung von Hotels, die sowohl im eigenen wie auch im Namen anderer Hotelmarken und Investoren zur Errichtung einer Vielzahl von Gasthäusern geführt hat.

Seit die Söhne Felix und Moritz im Jahr 2007 weitergehende Verantwortung im Familienunternehmen übernahmen, engagiert sich die Gruppe verstärkt im Bereich Wohnen.

Neben Hotelprojekten sind mehrere Geschoss- und Eigentumswohnungsbauprojekte in Vorbereitung.

Gädekes haben aber auch beim Polo ihre Erfahrungen. Die Familie schuf die renommierte Anlage in Phöben. Moritz Gädeke richtet gemeinsam mit seiner Mutter Sylvia seit sechs Jahren den Maifeld Cup am Berliner Olympistadion aus, an dem Gädeke jun. auch selbst antritt.

Während der Saison von Mai bis September trainiert Moritz Gädeke auf dem Phöbener Spielfeld. Dort hat auch der 2003 gegründete Preußische Polo & Country Club Berlin-Brandenburg e.V. sein Domizil.

Moritz Gädeke widmet sich mit dem Projekt im Europarc Dreilinden, dem zweiten Brandenburger Standort, nun einer etwas anderen Sparte.

 

Von Claudia Krause

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