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Potsdam-Mittelmark Grubo: Konzepte für ehemaligen Kindergarten
Lokales Potsdam-Mittelmark Grubo: Konzepte für ehemaligen Kindergarten
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02:15 13.02.2016
Der ehemalige Kindergarten in Grubo steht zum Verkauf. Quelle: René Gaffron
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Grubo

Wohnhaus für Heimkehrer, Quartier für eine Familienwohngruppe oder gar ein Hofladen mit Bistro am R 1-Wanderweg: Die Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark hat demnächst wohl die Qual der Wahl. Sie soll im Frühjahr jedenfalls entscheiden, an wen der ehemalige Kindergarten in Grubo verkauft werden soll. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates haben sich nicht weniger als drei Interessenten vorgestellt und schon einmal zu ihren Plänen damit geäußert.

Für Manuela Lüdge, geborene Bucher aus dem benachbarten Jeserig/Fläming, wäre es quasi die Heimkehr aus Berlin. Mit Ehemann Frank und den zwei kleinen Kindern habe sie sich bewusst für das Land und das 170-Einwohner-Dorf entschieden. In der vis-a-vis zum Objekt der Begierde gelegenen örtlichen Tagesstätte „Sonnenkinder“, die seit 1988 in Betrieb ist, hat die Heilpädagogin und Sozialarbeiterin einst schon ein Praktikum absolviert. Soll heißen: Weder die Tatsache, dass es in der Nachbarschaft zuweilen Trubel geben könnte, stört die Familie. Noch kann sie der marode Zustand des Hauses bremsen. Schrittweise soll es in Eigenleistung und mit heimischen Handwerkern instand gesetzt; erst unten, dann oben bewohnbar gemacht werden.

Bewusste Entscheidung für das Dorf

Die Herausforderung sieht mithin Angela Luft. Sie vertrat ihren Sohn Robert, der in Berlin und München arbeitet. Dessen Vorhaben sieht ebenfalls die Schaffung von Wohnraum, mithin aber auch eines Hofladens zum Vertrieb regionaler Produkte und eventuell einer Gastronomie, vor. Das Potenzial, das es – direkt am Europaradweg R 1 – abzuschöpfen gibt, ist augenscheinlich und würde der Kommune im besten Fall ein paar Steuereinnahmen und womöglich ein bis zwei Arbeitsplätze bringen. Schon Luft’s Partner, Hans-Georg Pannwitz, hatte vor einiger Zeit die Idee zur Herrichtung einer Herberge für Radfahrer bei der Kommune vorgetragen, doch kam es seinerzeit nicht zur Beschlussfassung.

Den dritten Vorschlag hat Christian Glück unterbreitet. Gemeinsam mit Ehefrau Anna betreut der Hagelberger nämlich Kinder, die nicht in ihren eigenen Familien aufwachsen können. Womöglich gibt es bald zusätzlichen Bedarf an Angeboten, sagt der 55-Jährige mit Blick auf zahlreiche Minderjährige, die aus Krisengebieten in den Hohen Fläming kommen.

Noch liegt keine Empfehlung vor

Der Ortsbeirat hat letztlich noch keine Empfehlung abgegeben. Ohnehin sollen die Bewerber erst ein Gebot beim beauftragten Makler einreichen. Als Orientierung dient dem Vernehmen nach ein Betrag von 21 700 Euro, der aus einem Verkehrswertgutachten von vor fast zehn Jahren stammt. Es herrschte Einigkeit in der Runde, dass sich die Substanz während des Leerstandes nicht verbessert habe.

Im Paket inbegriffen ist das Nachbargrundstück auf dem sich die einstige Trauerhalle befindet. „Sie ist ebenfalls ein Sanierungsfall“, erklärt Uwe Meyer, „wird aber auch nicht mehr benötigt.“ Wie der Ortsvorsteher berichtet, steht die Dorfkirche im Fall des Falles allen offen.

Von René Gaffron

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