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Potsdam-Mittelmark Grüner Grund könnte Arboretum werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Grüner Grund könnte Arboretum werden
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00:18 08.06.2017
Revierförster Lutz Hausig (l.) und Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) finden die Idee eines Arboretums im Grünen Grund prima. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Der Grüne Grund hat das Zeug zu einem Arboretum. Hinter dem aus dem Lateinischen stammenden Begriff verbirgt sich die Ansammlung von verschiedenen Gehölzen, die auf einem Baumbestimmungspfad zu entdecken sind. „Ich habe dort bisher 55 Gehölze, davon 32 Laubgehölze und 13 Nadelbaumarten festgestellt“, erklärt Helmut Stamann, ehemaliger Revierförster in der Kur- und Kreisstadt. Gemeinsam mit seinem Amtsnachfolger Lutz Hausig warb er während der diesjährigen Pflanzaktion zum „Baum des Jahres“ erstmals für die Idee des Arboretums. „Hört sich gut an“, so das Fazit von Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos).

In dem ins Auge gefassten Areal wachsen neben Traubeneichen, Rosskastanien, Winterlinden und Robinien auch amerikanische Linden, Colorado Tannen, Riesenlebensbäume, Küsten- und Hemlocktannen sowie Bergulmen. Einige davon hat Stamann selbst gezüchtet und in den zurückliegenden Jahren in Absprache mit der Stadtverwaltung im Grünen Grund gepflanzt. Andere Bäume kamen während der jährlichen Aktion hinzu oder wurden dem Förster während seiner Berufstätigkeit von Bad Belzigern anvertraut. „So wie diese Blautanne, die als getopfter Weihnachtsbaum zu mir kam“, erinnert sich der Un-Ruheständler. „Nach den Feiertagen, als die Leute nichts mehr mit ihr anfangen konnten.“ Der alte, teilweise weit über 100 Jahre alte Bestand, könnte wiederum durch Pflanzungen in den nächsten Jahren weiter aufgewertet werden.

Eine fast 150 Jahre währende Initiative

Helmut Stamann vermutet, dass der 1875 in der Stadt gegründete Verschönerungsverein, der die Anpflanzungen auf dem Bricciusberg veranlasste, mithin im Grünen Grund wirkte und damals den Grundstock für die heutige grüne Vielfalt legte. Weitere Anpflanzungen kamen dazu, als die ehemals in der Wallstraße lebende Familie Korn um 1900 das Ausflugslokal „Korns Garten“ nahe des alten Hagelberger Weges aus der Taufe hob sowie als von 1973 bis 1976 durch den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb dort ein Naturlehrpfad angelegt wurde.

Weil heute Panorama- und Kunstwanderweg, Barfuß- und Fernwanderweg, Rundwander- und Terrainkurwege das reizvolle Idyll durchqueren, könnte die Umsetzung der Idee finanziell günstig gelingen. Stamann glaubt, dass die Kosten für die Unterhaltung der Einrichtungen des Arboretums erschwinglich sind, da der Waldcharakter erhalten bleibt und das vorhandene Wegesystem mit seinen Rastplätzen und Bänken ohnehin schon gepflegt wird. Lediglich für die Anfertigung von neuen Informationstafeln werden ersten Schätzungen zufolge 5000 bis 6000 Euro erforderlich.

Biologieunterricht im Grünen Grund möglich

Als Einstieg in das Arboretum bieten sich nach dem Konzept des Experten gleich vier Standorte mit vorhandener Parkmöglichkeit an. Dort soll jeweils die Ausschilderung beginnen – inklusive eines Leitsystems zum Arboretum, sowie einer Wandertafel mit Karte. Geplant ist, ausgewählte Bäume entlang der Route mit Zahlen zu kennzeichnen. Im Zentrum des Arboretums, an einem Rastplatz nahe dem früheren Ausflugslokal „Korns Garten“, soll eine Übersichtstafel die einzelnen Zahlen und damit die vorkommenden Arten erklären.

„Für den Biologieunterricht in den Schulen ist so ein Arboretum hervorragend geeignet“, wirbt der Revierförster im Ruhestand für die Idee und verweist gleichzeitig auf die örtliche Nähe zu den einzelnen Schulstandorten. Auch bietet sich seiner Einschätzung zufolge, nach erfolgter Sanierung des Stadtgrabens, die einmalige Gelegenheit, das Arboretum in diesen einzubeziehen und damit Anschluss zur historischen Altstadt herzustellen

Von Christiane Sommer

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