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Potsdam-Mittelmark Grünes Licht für Marina am Kanal
Lokales Potsdam-Mittelmark Grünes Licht für Marina am Kanal
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09:51 22.10.2013
Wo heute Schlepper schippern, sollen künftig Freizeitkapitäne einen Hafen ansteuern. Quelle: Christel Köster
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Teltow

"Der Stadthafen wird den Standort Teltow künftig maßgeblich mitbestimmen. Die Marina birgt große Perspektiven für die Stadt", betonte Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) vor der Abstimmung noch einmal in einer leidenschaftlichen Rede. Zupass kam ihm dabei die Nachricht, dass die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) pünktlich zur Sitzung einen Fördermittelbescheid über eine Million Euro ausgereicht hatte. 17 Stadtverordnete unterstützten das Hafenprojekt, sechs stimmten dagegen, bei einer Enthaltung. Steffen Heller (Linke/Umweltaktive) nannte das Hafenprojekt schlicht "eine Sache der Infrastruktur. Wenn wir weiter hochkarätige Unternehmen ansiedeln wollen, ist das die Zukunftsinvestition für unsere Stadt".

Kritikern des Projekts, die vor allem die noch unklaren Kosten in den Vordergrund stellten, entgegnete Heller: "Wir haben nie Abstriche bei den Kindern gemacht." Und Thomas Schmidt rechnete vor, dass Teltow seit 2004 immerhin 25 Millionen Euro in Schulen, Kitas und Sportanlagen investiert habe. "Das ist nicht selbstverständlich". Auch das Argument von Reinhard Frank (Linke/Umweltaktive), man habe die Bevölkerung zu wenig mitgenommen, ließen die Hafenfreunde nicht gelten. Jeder Bürger habe die Möglichkeit, Planungsunterlagen bei der Auslegung einzusehen, hieß es.

Maritime Träume sollen wahr werden: Die Animation zeigt den kleinen Stadthafen mit Liegeplätzen und einer Fußgängerbrücke am Hafeneingang. Quelle: Wiefering & Suntrop

Am Teltowkanal an dem künftigen Gewerbe- und Sondergebiet Hafen soll auf rund 10000 Quadratmetern ein kleiner Hafen mit 39 Liegeplätzen, darunter auch ein barrierefreier Bereich entstehen. 20 Plätze sind als Gastlieger konzipiert und 19 sind Dauerplätze. Hinzu kommen Abstellplätze für Boote und Bootsregale, Sanitäranlagen, samt Waschcenter für die Freizeitkapitäne sowie passende Gastronomie.

In einem Eckpunktepapier haben Mitglieder des "Beirats zur Entwicklung der Kanalaue" zudem in monatelanger Arbeit einen Konsens gefunden, wie das Gebiet des östlichen Teils der Kanalaue entwickelt werden kann. Dem Beirat gehören Vertreter der Fraktionen, der Lokalen Agenda, Fachleute in Sachen Architektur und Umwelschutz sowie Vertreter von Klöster Baustoffwerke an. Sie haben sozusagen den kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden, an dem sich Planer und Architekten jetzt orientieren sollen, fasst die 1.Beigeordnete Beate Rietz zusammen. So soll es dort Wohnbebauung geben, passendes Gewerbe, aber keine reinen Bürogebäude; viel Grün ist angesagt sowie tourismusaffine Projekte, wie Gastronomie. "Wir wollen das Gebiet so gestalten, dass es zum Flanieren einlädt", sagte Rietz. Dabei werde man sich aber auch hüten, "den Architekten ein zu enges Korsett anzulegen. Kreativität ist wichtig, vieles erschließt sich erst, wenn man Planungen auch bildlich vor sich hat". Als nächstes werden die Stadtverordneten sich nun positionieren, ob das Hafenprojekt in diesem Sinne weiter geplant werden soll. Anschließend folgen teils europaweite Ausschreibungen. Die Stadt setzt derzeit auf einen Baustart im zweiten Halbjahr 2014. Über die Kosten wollte gestern im Rathaus niemand konkret reden. Zuvor war von fünf bis sechs Millionen Euro die Rede. Rietz betonte, dass man die Gelder ja bereits für die nächsten Jahre beschlossen habe. Unklar blieb, ob darin auch etwa die Kosten für die Fußgängerbrücke am Hafeneingang bereits enthalten ist.

Von Konstanze Wild

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