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Grünes Licht für den Nieplitzpark

Beelitz Grünes Licht für den Nieplitzpark

Die Beelitzer Stadtverordneten haben dem Bau des Nieplitzparkes und der Erweiterung des Ärztehauses ihren Segen gegeben. Mit ihren Grundsatzbeschlüssen machten sie auch den Weg frei, um Fördermittel für die beiden Vorhaben zu sichern. Die Stadt hat gute Chancen, insgesamt eine Million Euro an Zuschüssen für die Projekte zu bekommen.

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Die Entwürfe für den Park sehen unter anderem einen gläsernen Pavillon an der Nieplitz vor.

Quelle: Plancontext

Beelitz. Die Beelitzer Stadtverordneten haben Dienstagabend mit Grundsatzbeschlüssen den Weg frei gemacht, um Fördermittel für zwei Großprojekte zu sichern. Mit großer Mehrheit gaben sie grünes Licht für den Bau des Nieplitzparkes und einstimmig votierten sie für die Erweiterung und Sanierung des Ärztehauses in der Trebbiner Straße.

Die Spargelstadt wird nun 758 000 Euro an Zuschuss aus einem EU-Topf für ländliche Entwicklung für das Anlegen des Nieplitzparkes beantragen. Die Chancen stehen gut, weil die Lokale Aktionsgruppe Fläming-Havel in einer ersten Runde die Förderung des Projekts bereits positiv bewertet hat. Das Vorhaben, für das Beelitz 250 000 Euro Eigenanteil aufbringen muss, ist damit in der Endrunde. Gleiches gilt für den Umbau und die Sanierung des Ärztehauses, für das 245 000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt sind.

Der Nieplitzpark war Kernstück in der Beelitzer Bewerbung für die Landesgartenschau 2019, für die allerdings Wittstock den Zuschlag bekam. Mit den Fördermitteln soll das Vorhaben nun in kleinerer Variante für eine Million Euro doch umgesetzt werden. Laut Bauamt soll der Park bis Ende 2018 fertiggestellt werden. Beim Grundsatzbeschluss zum Vorhaben gab es zwei Gegenstimmen von der GFT-Fraktion. Hartwig Frankenhäuser (GFT) hatte wiederholt dafür plädiert, das Geld besser für die Sanierung des Schwimmbades oder des Wasserturmes einzusetzen. „Am Schwimmbad muss etwas passieren“, sagte er der MAZ.

Die Mehrheit der Stadtverordneten will den Nieplitzpark. „Wenn wir als Stadt die Chance haben, sollten wir das Fördergeld auch nutzen. Damit wird ein Riesenwert für die Bürger geschaffen“, so Jürgen Jakobs (UKB/BBB). „Schwimmbäder werden nicht über dieses Förderprogramm gefördert“, sagte Christel Niederland (Linke). Das habe auch die Kommunalaufsicht so mitgeteilt. Entwürfe, wie der Nieplitzpark aussehen könnte, hat das Berliner Büro Plancontext erarbeitet. Sie sehen unter anderem vor, die Festwiese mit einem gläsernen Pavillon an der Nieplitz mit Wasserzugang, Uferbepflanzung und Blumenbeeten zu gestalten. In dem Pavillon sollen auch Trauungen möglich sein.

Auf die Frage des GFT-Fraktionschefs Gerhard Thiele nach den Folgekosten für den Park sagte Bürgermeister Bernhard Knuth: Einige Bereiche dort würden schon jetzt gepflegt. Hinzu kämen noch vier Beete mit Wechselbepflanzung und Wiesenbereiche, die noch gemäht würden. „Der Mehraufwand wird sich in Grenzen halten“, so Knuth. Umbau und Sanierung des Beelitzer Ärztehauses sollen 2018 abgeschlossen werden, sagte Stadtsprecher Thomas Lähns. Die Planungen waren bereits vor etwa drei Jahren mit den Nutzern abgestimmt worden, die ihre Vorstellungen mit eingebracht haben. Seit dem 23. November 2016 liegt die Baugenehmigung vor. Die Ärzte bekommen durch einen Anbau mehr Platz zur Verfügung gestellt. Außerdem soll im kommunalen Gesundheitszentrum ein OP-Raum für den Augenarzt entstehen.

Das Haus, in dem sich frei praktizierende Ärzte eingemietet haben, soll bei laufenden Betrieb saniert und erweitert werden. Im städtischen Haushalt sind für 2017 etwa 915 000 Euro dafür eingestellt.

Von Jens Steglich

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