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Grundschule nach Ursula Wölfel benannt

Schule des Diakonissenhauses Teltow bekommt Namen von Schriftstellerin Grundschule nach Ursula Wölfel benannt

Ihre Helden waren Kinder, die zuweilen auch selbstbewusst gegenüber der Erwachsenenwelt auftreten. Im vergangenen Jahr verstarb die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Ursula Wölfel. Jetzt ziert ihr Name die Evangelische Grundschule in Teltow-Seehof.

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Die Schriftstellerin Ursula Wölfel.

Teltow. Die Grundschule des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin an der Lichterfelder Allee in Teltow-Seehof trägt nun den Namen „Evangelische Ursula-Wölfel-Grundschule Teltow“. An dem Festakt zur Namensgebung nahm am Mittwoch auch die Tochter der im vergangenen Jahr verstorbenen Schriftstellerin teil. „Meine Mutter hat nie ein Denkmal gewollt, dafür war sie viel zu bescheiden“, sagte Bettina Wölfel. „Aber dass nun ein Ort des Miteinanders, des gemeinsamen Lernens und Wachsens ihren Namen trägt, das hätte ihr gefallen.“ Die Schüler trugen mit einem bunten Programm rund um die Namenspatronin zum Festakt bei und feierten anschließend ihr Sommerfest.

Ursula Wölfel arbeitete als Sonderschullehrerin in Darmstadt, bevor sie 1959 ihre schriftstellerische Karriere begann. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet. Ihr Vater war Dirigent und ihre Mutter Lehrerin. Schon als Kind schrieb Ursula Wölfel kurze Geschichten. Zu ihren bekanntesten Büchern gehören „Feuerschuh und Windsandale“, „Fliegender Stern“ und „Joschis Garten“. Viele ihrer Texte wurden in Schulbücher aufgenommen. Neben lustigen Geschichten, Gedichten, Bilderbüchern und historischen Romanen schrieb sie realistische Kinderbücher, in denen es um psychische Probleme von Kindern, um Sozial- und Gesellschaftskritik geht. Für ihr Gesamtwerk erhielt Wölfel 1991 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises.

„Unsere Schüler haben über den neuen Namen ihrer Schule mitentschieden“, sagte die kommissarische Schulleiterin Sabine Oster. „In den vergangenen Wochen haben sie sich mit dem Leben und dem Werk Ursula Wölfels auseinandergesetzt. Dass sie jetzt die Tochter der Autorin kennen lernen konnten, ist für sie ein besonderes Ereignis.“

Die Grundschule des Diakonissenhauses nahm zum Schuljahr 2009/2010 mit zwei ersten Klassen den Schulbetrieb auf. Insgesamt lernen hier heute rund 300 Schülerinnen und Schüler in zwölf Klassen.

Von Konstanze Wild

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