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Potsdam-Mittelmark Grundschule bereitet sich auf Projektstart vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Grundschule bereitet sich auf Projektstart vor
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19:29 12.03.2018
Die Klasse 3c der Zille-Grundschule in Stahnsdorf freut sich, dass ihre Schule ab Herbst am Konzept „Gemeinsames Lernen“ teilnimmt. Quelle: K. Kobel-Höller
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Stahnsdorf

„Das ist ein ganz wichtiger Tag für unsere Schule“, sagte Anke Rettig, Leiterin der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Grundschule, beim gestrigen Besuch von Heike Noll erfreut. Die zuständige Schulrätin für Grund- und Förderschulen im Landkreis Potsdam-Mittelmark überbrachte die offizielle Bestätigung, dass die Zille-Schule ab dem kommenden Schuljahr 2018/19 am Landeskonzept „Gemeinsames Lernen“ teilnehmen darf.

Noll zeigte sich vom Entscheidungsprozess in der Stahnsdorfer Grundschule beeindruckt: Die Bewerbung fürs Programm sei nicht über den Kopf aller Beteiligten hinweg beschlossen worden. Vielmehr sei der Prozess über rund eineinhalb Jahre offen vorangetrieben worden. Benannt wurden zudem Chancen und Probleme. Selten habe sie erlebt, dass der Abschluss dieses Vorganges so gemeinsam erlebt werde, wie hier. Neben Rettig waren die Elternvertreterinnen Berit von Hören und Judith Ohlsen, Schulsprecher Felix, die beiden Sonderpädagoginnen sowie die kommissarische Co-Rektorin zur Übergabe des Bescheides erschienen. Ebenfalls mit dabei: Karsten Wark vom Fachbereich Schule der Gemeinde Stahnsdorf. Ihn machte Noll darauf aufmerksam, dass die richtigen Rahmenbedingungen nötig seien, um ein differenziertes Arbeiten mit Schülern zu ermöglichen: „Für den Schulträger ist es eine anspruchsvolle Aufgabe, diese zu schaffen. Ich danke Ihnen für den Mut, diesen Schritt mit der Schule zu gehen.“

Grundschule erhält zwei weitere Sozialpädagogen

Durch die Teilnahme am Konzept „Gemeinsames Lernen“ werde das Kollegium der Grundschule ab dem nächsten Schuljahr von zwei weiteren Sonderpädagogen unterstützt – Bewerbungen dafür lägen bereits vor, so Noll. Auch eine Assistenz-Teilzeitstelle komme dazu und die Kinderhöchstzahl pro Klasse werde von 28 auf 25 gesenkt. Sonderpädagogin Claudia Lingnau erklärte: „Wir werden deswegen aber nicht mehr Kinder mit Förderbedarf aus unserem Einzugsbereich bekommen, aber mehr Personal haben.“ Immer wieder hätten ihre Kollegin Ines Salewski und sie gute Ideen nicht umsetzen können – das soll in Zukunft anders werden. Noll mahnte an: „Jedes Kind hat das Recht, so angenommen und gefördert zu werden, wie es am besten ist. Das Konzept enthält auch stärkere Förderung von Schülern mit besonderen Begabungen. Es wird oft vergessen, das zu kommunizieren, doch der Anspruch ist berechtigt. Oft kümmern wir uns nur um das, was noch nicht da ist, statt auf das, was man stärken könnte.“

Bildungseinrichtung kämpft mit massivem Platzmangel

Mit der Zusage bewirbt sich die Schule um Fördergelder: Um das Konzept erfolgreich umsetzen zu können, müssen bestimmte räumliche Vorgaben vorhanden sein. Die Zille-Schule kämpft jedoch mit massivem Platzmangel: Es fehlen schlicht fünf Klassenzimmer. Auch bei einer Förderung muss improvisiert werden – bis hin zu Kartenraum und Lehrerzimmer wird alles genutzt, was frei ist. Durch die Überbauung des Säulenganges können Räume gewonnen werden – doch die Finanzierung musste sichergestellt werden. Da nun die Erweiterung für die Teilnahme am Projekt „Gemeinsames Lernen“ nötig ist, könnte es eine Unterstützung von bis zu 45 Prozent der Baukosten über das kommunale Infrastrukturprogramm (KIP) geben. Insgesamt wurden die Gesamtkosten im Herbst auf bis zu drei Millionen Euro geschätzt, der Antrag auf die Unterstützung ist von der Gemeinde Stahnsdorf fristgerecht eingereicht worden.

Von Konstanze Kobel-Höller

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