Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Grundschulneubau bleibt wieder sitzen
Lokales Potsdam-Mittelmark Grundschulneubau bleibt wieder sitzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:48 24.02.2017
Soll soll der neue Grundschulbau mal aussehen. Quelle: Büro Enzmann
Anzeige
Brück

Schüler, Lehrer und Eltern müssen sich noch etwas länger als ohnehin schon gedulden. Die Planung für den seit Jahren dringend geforderten und aus Platzmangel benötigten Erweiterungsbau für die Brücker Grundschule wird wohl in eine weitere Warteschleife geschickt. Die meisten Mitglieder des Ausschusses für Infrastruktur, Stadt- und regionale Entwicklung konnten sich nach Jahren der Abwägung nicht dazu entschließen, nun die Planung an das Büro aus Bad Belzig zu vergeben. Für den mit rund 2,48 Millionen Euro geplanten Neubau wäre jetzt die Freigabe der Kosten von knapp 98 300 Euro für die Planungsphasen 1 bis 4 inklusive Bauantrag fällig.

Standort für Neubau schon gewählt

Die Stadtverordneten hatten sich längst für den Erweiterungsbau ausgesprochen und im Januar den Standort des multifunktionalen Erweiterungshauses bestimmt. Er soll zwischen Grund- und Oberschule zum Sportplatz in wachsen.

Der amtierende Bürgermeister, Michael Klenke (SPD), und andere Abgeordnete wollen nun jedoch zunächst die Entscheidung des Kreistages zum Standort einer Gesamtschule mit Abiturstufe in Treuenbrietzen oder Brück abwarten, „bevor wir später womöglich unbenötigte Investitionskosten produzieren“, so Klenke. Derzeit nutzt die Grundschule Räume der Oberschule, die Gesamtschule werden soll.

Seit Jahren fehlt der Platz

Seit Schuljahresbeginn 2015/16 nutzen Brücker Erstklässler drei Räume der Oberschule. Inzwischen räumte die Oberschule weitere Räume für Grundschüler.

Zudem zog die Stadtbibliothek von der Schule ins Ärztehaus.

Mit der Grundschule wird seit mehr als zwei Jahren ein zweistöckiger Erweiterungsbau erwogen für sieben Klassen, Fachkabinette sowie eine Aula auch für kommunale Aktivitäten.

Dazu schwebt der Brücker Arbeitsgruppe nun vor, einen Schulverbund mit allen Oberschulen der Region zu gründen. „Dann sollten die Sekundarstufen I am jeweiligen Ort verbleiben und die Sek. II in Brück angesiedelt werden“, erklärte Klenke.

„Bevor wir noch nicht wissen, wofür wir den Bau tatsächlich künftig benötigen, können wir die Ausgaben für die Planung jetzt nicht verantworten“, sagte auch Ausschusschef Lothar Koch (SPD). Selbst für eine Vergabe der Phasen bis zur Stufe 3 würden aktuell rund 33 000 Euro zu Buche schlagen.

„Horrorszenario“ befürchtet

„Die Entscheidung im Kreistag ist für uns essenziell“, sagte Bürgermeister Klenke, der selbst im Kreistag sitzt. Die Pläne für eine neue Schulform in Treuenbrietzen, die primär eine komplette Gesamtschule mit Abiturstufe vorsehen, bezeichnete er als „Horrorszenario für uns“. Er geht davon aus, dass an der Brücker Oberschule dann von den derzeit rund 265 Schülern rund 100 fehlen würden. „Das wäre aber auch ähnlich, wenn Treuenbrietzen eine eigene Oberschule bilden würde“, räumte Klenke ein.

Matthias Schimanowski (Pro Brück) plädierte dafür, die Planung für den Neubau zu beginnen, „um endlich die Raumprobleme der Grundschule zu lösen“. Die „Debatte dazu hängt schon viel zu lange“, befand auch Sascha Klemroth (SPD).

In der Januarsitzung ging Michael Klenke noch davon aus, dass „im März noch gar keine Entscheidung zum Thema unserer Gesamtschule fallen wird“. Daran erinnerte Schimanowski. „Vielleicht wird das ja auch erst im Herbst etwas“, sagte Klenke damals. Jedoch hatte der Bildungssausschuss des Kreistages das Thema jetzt beraten und für die Sitzung am 30. März vorbereitet.

Von Thomas Wachs

Potsdam-Mittelmark Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark) - Spendensammlung für neue Schwäne

Wegen der Geflügelpest bleibt der Wiesenburger Park noch bis einschließlich 5. März gesperrt. Zwei Schwäne waren dort Anfang Februar verendet, der Vogelgrippe-Erreger H5N8 ist inzwischen nachgewiesen. Derweil wird die nicht ganz einfache Ersatz-Beschaffung vorbereitet.

24.02.2017

Die umstrittene Praxis, neugeborenen Ferkeln den Schwanz zu kupieren, soll nach Ansicht des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark beibehalten werden dürfen. Das fordern sie auf ihrer jüngsten Mitgliedervollversammlung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium lässt derweil erforschen, warum sich Schweine gegenseitig in den Schwanz beißen.

27.02.2017

Das turbulente Wetter am Freitagmittag mit starkem Schneefall hat auf der Autobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Köselitz gleich zu zwei Unfällen geführt. Beide Male waren die Fahrzeuge zunächst in die Mittelleitplanke gekracht.

25.02.2017
Anzeige