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Potsdam-Mittelmark Grundstein für nächstes Jahrhundert gelegt
Lokales Potsdam-Mittelmark Grundstein für nächstes Jahrhundert gelegt
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02:15 06.03.2017
Im Park des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen wurde am Freitag feierlich der Grundstein für einen neues Gebäude gelegt. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Der Grundstein ist gelegt. Und mit der großen Kupferrolle voller Erinnerungsstücke und Dokumente gingen am Freitag im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen auch aktuelle Ausgaben der MAZ als Zeitdokumente mit in die Zukunft ein. Von nun an soll es beim Neubau für den multifunktionalen Kliniktrakt des Fachkrankenhauses schnell nach oben gehen.

Das Krankenhaus Treuenbrietzen wird um zwei Anbauten erweitert. Für den ersten (re.) ist am Freitag der Grundstein gelegt worden. Quelle: Planungsbüro Prof. Vogt Leipzig

Neun Millionen Euro investiert das Krankenhaus in den Ausbau. Er markiert den Auftakt für Investitionen im Gesamtumfang von 26 Millionen Euro, die bis zum Jahr 2023 mit diversen Bauarbeiten folgen. Entstehen wird dabei auch ein neuer Trakt für die Klinik für Psychiatrie am Haus 4.

Zunächst geht es jedoch um den Neubau für das Haus 2a. „Im September wird der Rohbau stehen und zum Jahresbeginn 2019 soll das Haus arbeitsfähig sein“, kündigte Werner Vogt während des Festaktes vor mehreren Hundert Gästen an. Der Architekt aus Leipzig ist mit seinem Team von bis zu 40 Mitarbeitern auf den Bau von Krankenhäusern spezialisiert. Projektiert hat der Professor für den historischen Klinikkomplex, der inzwischen 101 Jahre alt ist und seit 1996 unter Denkmalschutz steht, einen modernen zweigeschossigen Anbau. Für die Bruttogeschossfläche von 4500 Quadratmetern sollen in dem 100 Meter langen Neubau 70 Tonnen Stahl sowie 2750 Kubikmeter Beton verbaut werden, „was 180 bis 200 Lastwagenfuhren entspricht“, sagte der Architekt.

In dem Neubau werden 78 Betten sowie verschiedene Funktionsabteilungen ihren modernen Platz finden, „um den weiter steigenden Zahlen von Patienten Rechnung tragen zu können“, sagte Klinik-Geschäftsführerin Brigitte Scharmach.

Doppelt gefeiert wurde am Freitag, 3. März, im Park des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen. Zur Nachfeier für 100 Jahre Klinikkomplex ist zugleich der Grundstein für einen komplett neuen Kliniktrakt gelegt worden. Der neun Millionen Euro teure Bau markiert den Auftakt für weitere Investitionen im Gesamtumfang von 26 Millionen Euro bis zum Jahr 2023.

In ihren Grußworten anlässlich der 100-Jahrfeier, die am Freitag beim Festakt zur Grundsteinlegung nachgeholt wurde, würdigten zahlreiche Redner allgemein das Engagement des Johanniter-Ordens bei der seit 1994 in seiner Regie erfolgenden Entwicklung des Krankenhausstandortes. Diese sei auch immer wieder von Bauarbeiten geprägt gewesen, so Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Mit der Grundsteinlegung beweise der Johanniterorden erneut Verantwortung für die Entwicklung auch der Stadt.

Unverzichtbarer Anker in der Gesundheitslandschaft

Oskar Prinz von Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, verwies auf die Notwendigkeit steter Investitionen, um das Haus trotz seiner historischen Substanz „für die wachsenden Herausforderungen des Gesundheitswesens zu ertüchtigen“. Vor allem auch „das Engagement aller Mitarbeiter“ habe das Haus zu einem erfolgreichen Standort des Johanniterordens gemacht.

Almuth Hartwig-Tiedt (Die Linke), Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg bezeichnete die Treuenbrietzener Kliniken als „unverzichtbaren Anker in der Gesundheitslandschaft Brandenburgs“. Ihr Ministerium bekenne sich – „gegen den Trend der allgemeinen Zentralisierung“ – zu einer Stärkung solcher Anker auch im ländlichen Raum. Bei Gesamtausgaben von mehr als vier Milliarden Euro für die Modernisierung der Krankenhäuser Brandenburgs seit 1991, seien 71,5 Millionen Euro nach Treuenbrietzen geflossen. Für dieses Jahr seien für diesen Standort weitere rund 1,6 Millionen Euro als Investitionspauschale bereits bewilligt. „Stolz auf die hohe Dichte und die gute Qualität von Gesundheitseinrichtungen im Fläming“, zeigte sich Landrat Wolfgang Blasig (SPD). Für ihn bedeute der erneute Baulärm keine Belastung sondern „Wachstumsmusik“.

Von Thomas Wachs

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