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Grundstücke so gut wie ausverkauft

Havelauen in Werder Grundstücke so gut wie ausverkauft

Seit 1994 investieren Bauleute in den Havelauen, wo zuvor russische Streitkräfte stationiert waren. Doch noch nie waren die Grundstücke unweit der künftigen Therme, zahlreicher neuer Eigenheime und des gerade fertiggestellten Einkaufszentrums so begehrt wie jetzt.

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Quelle: HPG

Werder. "Ja, fast alle Flächen sind verkauft, 97 Prozent der Wohnbauflächen veräußert", sagt der Geschäftsführer der Havelauengesellschaft Klaus Peter Meißner. Die Nachfrage habe die Erwartungen übertroffen. Annähernd 60 Millionen Euro investieren die Eigentümer in den nächsten Monaten in neue Wohnungen und Eigenheime. Darüber hinaus werden alte Kasernen saniert und mit Wohnungen ausgestattet.

Im nächsten Jahr soll das Entwicklungsgebiet zum größten Teil fertiggestellt sein. "Schneller als ich erwartet habe", sagt Meißner. Anziehungspunkt wird insbesondere die neue Uferpromenade sein, die gerade im ersten Abschnitt auf 700 Meter Länge entsteht. Daran schließen ein Stadtplatz und 200 Wohnungen, ein Großteil mit Seeblick, an. Ein Drittel der Bauherren in den Havelauen kommt laut Meißner aus Werder, 22 Prozent aus Potsdam und 14 Prozent aus Berlin. Auch einige Senioren aus Nordrhein-Westfalen haben sich für einen Alterssitz am Zernsee entschieden. "Die Mischung ist gut, so haben wir es uns gewünscht", sagt Trax-Geschäftsführer Uwe Brühl, dessen Firma mit Partnern den größten Teil des Areals erschlossen und 8,5 Kilometer Straßen gebaut hat. In nächster Zeit entstehen zwei Spielplätze und später eine kleine Sportanlage. Das lang ersehnte Einkaufszentrum hat die Antan Recona Gesellschaft aus Berlin im August eröffnet. Die Blütentherme will die Kristall AG bis Dezember vollendet haben.

Damit der neuen Stadtteil für Gäste noch attraktiver wird, baut die Stadt mit Unterstützung vom Land bis zum nächsten Jahr eine 42 Meter lange Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den Stichkanal. Die Durchfahrtshöhe beträgt 5.50 Meter, damit Boote wie bisher der Burchardi-Hafen erreichen können. "Die Kosten werden annähernd 540000 Euro betragen, knapp 80 Prozent davon fördert das Land", sagt Bürgermeister Werner Große (CDU). Beim Bau werden auch die bereits vorhandenen Brückteile ursprünglicher Planungen integriert. Die Stadt will bis zum nächsten Herbst auch den geförderten 1,4 Kilometer langen Panoramaweg vom Bahnhof zur Uferpromenade fertiggestellt haben. Mit der Brücke soll er eine ideale Anbindung an den Havelradweg entlang der Phöbener Chaussee bilden. Doch auch diese Erschließung wird 850 000 Euro kosten, die von der Stadt ohne Förderung nicht aufzubringen wären.

130 Bäume werden in den nächsten Wochen gepflanzt, damit es in den Werderschen Wiesen künftig neben zahlreichen Blumen in den Gärten auch tüchtig grünt. "Die Pflanzliste ist noch nicht abgestimmt, denn Werder ist schließlich eine Blütenstadt. Auch im neuen Stadtteil soll man dies spüren", sagt Meißner. Nach seinen Worten fühlen sich dort neben den vielen Neu-Werderanern auch zahlreiche Fasane sehr wohl. Auch der Biber baut am Ufer weiter seine Burgen.

Zu den vielen Neuansiedlungen kommen in den nächsten Monaten noch einige hinzu, denn in Nachbarschaft zur Therme sollen ein Hotel und auf 5000 Quadratmeter Ferienhäuser und -Wohnungen errichtet werden. Interessierte Investoren haben laut Meißner bereits vorgesprochen. Er wie auch Bürgermeister Große hoffen, dass der Landesstraßenbetrieb bis 2015 den geplanten Kreisverkehr auf der Phöbener Chaussee im Bereich Elsastraße baut. "Er wird zur Anbindung und Verkehrsentlastung auf dem Weg zum neuen Stadtteil mit Therme dringend gebraucht. Und dies um so mehr, weil der Bahntunnel kurzfristig nicht realisierbar ist", sagt Große.

Von Regine Greiner

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